21.10.2026
BMFTR fördert "interdisziplinäre Verbünde zur Erforschung der Pathomechanismen von postinfektiösen Erkrankungen"
Das Bundeministerium für Forschung, Technologie & Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen interdisziplinärer Verbünde zur Erforschung der Pathomechanismen von postinfektiösen Erkrankungen.
Gefördert werden interdisziplinäre Verbundvorhaben, die auf die weitere Aufklärung, Validierung und funktionelle Charakterisierung grundsätzlich bekannter pathomechanistischer Prozesse bei PAIS sowie deren therapeutische Beinflussbarkeit ausgerichtet sind. Im Vordergrund stehen dabei das Long-/Post-COVID-Syndrom und die post-infektiöse ME/CFS. Vergleichende Untersuchungen dieser Krankheitsbilder mit PAIS, die durch andere Erreger ausgelöst wurden, sind jedoch möglich.
Gefördert werden können alle Schritte der präklinischen und klinischen Forschung, die nötig sind, um grundsätzlich bekannte Pathomechanismen für PAIS weiter aufzuklären und Ansatzpunkte für ihre Nutzung in der Prävention, Diagnostik und Therapie zu generieren. Dazu zählen unter anderem:
- Mechanistische Grundlagenforschung;
- Identifikation neuer prädiktiver, diagnostischer oder prognostischer Biomarker mit Relevanz für die Stratifizierung von Patientengruppen;
- Präklinische Forschung zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze;
- Untersuchungen an relevanten präklinischen Krankheitsmodellen, wenn sie einen Bezug zu den untersuchten pathomechanistischen Fragestellungen haben;
- Systembiologische und datengetriebene Ansätze.
Nicht gefördert werden:
- rein explorativ ausgerichtete Verbundvorhaben ohne eine klar definierte pathomechanistische Hypothese;
- Forschung, die ausschließlich auf eine Modellierung von komplexen Daten, einschließlich Omics-Daten, fokussiert ist;
- interventionelle klinische Studien.
Die Ausschrebung finden Sie auf der Website des BMFTR.
Das Verfahren ist zweistufig, die Einreichungsfrist der Skizze ist am 27.01.2027.