29.10.2026
BMFTR fördert Projekte zur Stärkung der geschlechtersensiblen präklinischen Forschung
Das Bundeministerium für Forschung, Technologie & Raumfahrt (BMFTR) fördert Projekte zur Stärkung der geschlechtersensiblen präklinischen Forschung.
Gefördert werden Projekte mit klinischer Relevanz, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Krankheitsmechanismen untersuchen und zur Entwicklung von geschlechtersensiblen Diagnose- und Therapieansätzen beitragen. Im Fokus sollen Fragestellungen stehen, bei denen Geschlechtsaspekte in der bisherigen Forschung nur unzureichend berücksichtigt wurden.
Gefördert werden können beispielsweise präklinische Forschungsansätze zu folgenden Themenbereichen:
- Untersuchung möglicher Geschlechtsunterschiede im Ansprechen auf bestehende Therapien in Zell- oder Tiermodellen;
- Entwicklung und Validierung von Tiermodellen und Zellkulturmodellen, die mögliche Geschlechtsunterschiede berücksichtigen;
- geschlechtersensible Untersuchung von molekularen und zellulären Krankheitsmechanismen;
- Entwicklung geschlechtersensibler Diagnoseverfahren, Therapien und Risikovorhersage bestimmter Krankheiten;
- Entwicklung neuer Arzneimittel beziehungsweise geschlechtersensible Analyse des Wirkmechanismus bereits zugelassener Arzneimittel in Zell- oder Tiermodellen;
- Validierung oder Entwicklung geschlechtersensibler Biomarker für die Wirksamkeit von Therapien.
Nicht gefördert werden:
- Projekte zum Thema geschlechtersensible Krebsforschung;
- Vorhaben, die ausschließlich Fragestellungen der Grundlagenforschung ohne Anwendungsbezug oder Fragestellungen der Primärprävention behandeln;
- Vorhaben, die Fragestellungen der Versorgungsforschung adressieren;
- Klinische Studien;
- Vorhaben, die sich auf molekulare Targets fokussieren, für die es kein humanes Ortholog gibt.
Die Ausschrebung finden Sie auf der Website des BMFTR.
Das Verfahren ist zweistufig, die Einreichungsfrist der Skizze ist am 27.01.2027.