21.05.2026
Nationale Dekade gegen Krebs: Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Geschlechtersensible Krebsforschung“
Das Ziel dieser Förderrichtlinie ist es, den präklinischen, klinischen und soziokulturellen Erkenntnisgewinn in der biomedizinischen Forschung unter Berücksichtigung von geschlechtersensiblen Aspekten voranzubringen und damit ein innovatives Forschungsfeld zu erschließen.
Die Förderrichtlinie finden Sie unter diesem Link.
Gefördert werden primär interdisziplinäre Verbundforschungsprojekte in der medizinischen Onkologie. In begründeten Einzelfällen sind Einzelvorhaben möglich. Eine gezielte Förderung von Postdocs und Clinician Scientists ist möglich und sinnvoll.
Forschungsverbünde sollen aus maximal vier Arbeitsgruppen bestehen, die interdisziplinär an den Schnittstellen von Grundlagenforschung und klinischer Forschung zusammenarbeiten. Mögliche Fachbereiche: Biologie, Klinische Onkologie, Stoffwechselforschung, Immunologie, Endokrinologie, Epidemiologie, Pharmakologie, Public Health, Sozialwissenschaften.
Eine geschlechtersensible Betrachtung von Krebserkrankungen umfasst präklinische und/oder klinische Forschung. Mögliche Beispiele dafür sind:
- Aufklärung der geschlechtsbezogenen Tumorbiologie (zum Beispiel molekulare Mechanismen geschlechtsspezifischer Tumorentstehung, epigenetische Einflüsse, Immunantworten) bei Tumoren, die alle Geschlechter betreffen;
- Analyse des Einflusses von Geschlecht und Gender auf Therapieansprechen, Nebenwirkungsprofile, Teilnahme an klinischen Studien, Berücksichtigung des Fertilitätserhalts;
- Erarbeitung von präklinischen Modellen, welche geschlechtssensible Aspekte berücksichtigen;
- Untersuchung des Einflusses von Geschlecht und Gender auf Prävention, Diagnosestellung, Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen, Umgang mit Krebserkrankungen, Outcome von Krebserkrankungen oder auf die Lebensqualität;
- Untersuchung des Einflusses von exogenen Faktoren auf die geschlechtersensible Prävention oder Behandlung von Krebserkrankungen: zu solchen Faktoren gehören beispielsweise Toxine, Medikamente, Hormone, körperliche Aktivität, Schlaf, Ernährung, Stress.
Es handelt sich um ein einstufiges Verfahren mit der Einreichungsfrist 30.06.2026.
Der Projektträger bietet am 02.06.2026 um 13:00 Uhr eine Online-Infoveranstaltung an, für welche Sie die Zugangsdaten unter diesem Link finden.