28.07.2026
Prüfen und Lernen verbinden – strukturiertes Feedback im interdisziplinären OSCE
Prüfer gibt Feedback beim OSCE (Objective Structured Clinical Examination)
Prüfungen können mehr leisten als die Bewertung von Kompetenzen: Sie können das Lernen unmittelbar unterstützen. Mit diesem Ziel entwickelten Dr. Theresa Maria Meißner (VTG), Dr. Katja Matthes (MK1), PD Dr. Maren Goeckenjan (GYN) und das MITZ im Rahmen des MeDDrive-Lehre-Projekts „OSCE+: FeedForward for Next-Level Education and Clinical Excellence“ ein Konzept für strukturiertes mündliches Feedback im interdisziplinären. Vom 21. bis 23. Juli 2026 wurde dieses erstmals erfolgreich umgesetzt.
Der interdisziplinäre OSCE dient als Leistungsnachweis der Blockpraktika Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie sowie der MITZ-Lernziele, den rund 290 Studierende absolvierten. Ziel des Projekts war es, den OSCE nicht nur zur Leistungsbewertung, sondern zugleich als Lerngelegenheit zu nutzen.
Gemeinsam entwickelte das Projektteam hierfür ein strukturiertes Feedbackkonzept, bestehend aus einer vorbereitenden Feedbackschulung für die rund 80 Prüferinnen und Prüfer, Feedbackschwerpunkten für jede Prüfungskompetenz, sowie unterstützenden Materialien für die Umsetzung. Gleichzeitig wurden Ablauf und Struktur des interdisziplinären OSCE so angepasst, dass nach jeder Prüfungsstation ein zweiminütiges, strukturiertes Feedback möglich wurde.
Die Evaluation zeigt eine hohe Akzeptanz des neuen Formats bei Studierenden und Prüfenden. Viele Studierende berichteten, dass sie Hinweise aus einer Station bereits in den folgenden Prüfungsstationen umsetzen konnten – ein unmittelbarer Lerneffekt noch während der Prüfung.
Tablet mit Zeitansage im OSCE
Mit dem Projekt wurden zugleich die Grundlagen geschaffen, Feedback dauerhaft im interdisziplinären OSCE zu verankern. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu einer Feedback- und Prüfungskultur, die Lernen und Leistungsbewertung sinnvoll miteinander verbindet.