20.03.2026
Schritt für Schritt neu gedacht: Zahnmedizinische Lehre im MITZ
Praxisnahes Training: Tutor:innen zeigen Studierenden den Einsatz eines Notfallkoffers
Mit der neuen Approbationsordnung der Zahnmedizin wurde auch die Lehre im MITZ weiterentwickelt und ist nun fest im klinischen Studienabschnitt (6.–9. Semester) verankert.
Im 6. Fachsemester werden grundlegende praktische Fertigkeiten vermittelt, darunter Basic Life Support (BLS), die Erhebung von Vitalparametern, die Vorbereitung von Infusionen und Medikamenten sowie das Atemwegsmanagement.
Darauf aufbauend werden im 7. Fachsemester Aspekte des Notfallmanagements in strukturierten Szenarien trainiert; die Inhalte sind im Leistungsnachweis „QB Notfallmedizin“ verortet und ergänzen die klinische Ausbildung um Handlungssicherheit in Ausnahmesituationen.
Eingebettet in den Leistungsnachweis „Praktikum der zahnmedizinischen Diagnostik und Behandlungsplanung II“ rückt ab dem 8. Fachsemester zahnärztliche Kommunikation in den Fokus. In Kleingruppen trainieren Studierende patient:innenzentrierte Gesprächsführung, den Umgang mit Behandlungsangst und somatoformen Symptomen sowie Konfliktsituationen. Im 9. Fachsemester erweitern sich die Inhalte um das Überbringen schlechter Nachrichten sowie die Fehlerkommunikation.
Neu ergänzt wird das Curriculum im 9. Fachsemester durch das Trainingsformat „Room of Horrors“, welches die Fehlerdetektion, den reflektierten Umgang mit Fehlern sowie Strategien zur Fehlervermeidung in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist die Sensibilisierung für sicherheitsrelevante Situationen und die Förderung einer konstruktiven Fehlerkultur.
Damit begleitet das MITZ Studierende der Zahnmedizin über mehrere Semester hinweg und unterstützt die schrittweise Entwicklung praktischer, kommunikativer und sicherheitsrelevanter Kompetenzen.