01.11.2025
Neue Projektleiterin am ZML
Dr. Anastassiya Schramm ist Chemikerin und Forscherin im Bereich der synthetischen Biologie aus Kasachstan. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen funktionellen Materialien und Bio-Schnittstellen mit Schwerpunkt auf stimulierungsempfindlichen Vesikelsystemen. Sie studierte Chemie an der New York University Abu Dhabi und sammelte zusätzliche Forschungserfahrung in New York. Sie wurde an der Max-Planck-Schule „Matter to Life“ aufgenommen und schloss sowohl ihre Masterarbeit als auch ihre Doktorarbeit im Bereich der synthetischen Biologie bei Prof. Joachim Spatz am MPI für medizinische Forschung in Heidelberg ab. Ihre Doktorarbeit konzentrierte sich auf triggerreaktive Vesikelsysteme und untersuchte die durch NIR-Licht aktivierte Freisetzung von Fracht aus mit Goldnanostäbchen verzierten riesigen unilamellaren Vesikeln (GUVs) als Weg zur räumlich kontrollierten Freisetzung in biomimetischen Kompartimenten.
Im ZML trägt Anastassiya zur Aster Bioelectronics-Initiative bei, die aus dem Matter to Life-Ökosystem hervorgegangen ist und derzeit als translationales Projekt entwickelt wird. Das Team erhielt einen GO-Bio-Förderung (ca. 1,0 Millionen Euro) für die Entwicklung einer drahtlosen, tragbaren Plattform zur kontinuierlichen Biomarker-Überwachung. Das Konsortium bringt Partner der TU Dresden und der Technischen Universität München zusammen und wird auf Seiten der TUM von Jan Jedryszek geleitet. Das Forschungsziel ist es, synthetische Bio-Schnittstellen mit miniaturisierter Elektronik zu kombinieren, um eine robuste, benutzerfreundliche Biomarker-Verfolgung für zukünftige biomedizinische Anwendungen zu ermöglichen.