26.09.2026
LEBENDIG LERNEN, LEHREN UND FORSCHEN: Jahrestagung des Rings der Vivariumschulen zu Gast an der TU Dresden
Teilnehmende der Jahrestagung des Rings der Vivariumschulen in Dresden
Wie kann das Lernen mit lebenden Tieren im Biologieunterricht gelingen – fachlich fundiert, forschend und immer mit dem Tierwohl im Blick? Diese Frage treibt die Mitglieder des Rings der Vivariumschulen in ihrer täglichen Bildungsarbeit an und stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahrestagung vom 24. bis 26. September an der TU Dresden.
Erprobung einer diversitätssensibel aufgearbeiteten Lernstation zur Rosageflügelten Stabschrecke
Die Professur für Didaktik der Biologie gab als Gastgeberin Einblicke in die Lehr-Lern-Räume petZ und zeigte, wie lebende Tiere in die Ausbildung angehender Biologielehrkräfte eingebunden werden. In Workshops konnten die Teilnehmenden selbst forschend mit Tieren arbeiten, neue Unterrichtsideen erproben und sich über Erfahrungen aus Schule und Hochschule austauschen. Luisa Althaus stellte Ansätze aus der aktuellen Forschung im Rahmen ihrer Promotion zum tiergestützten diversitätssensiblen Lernen vor. Der Workshop von Prof. Monique Meier verband biologisches Beobachten mit künstlerischem gestalten, um neue Perspektiven auf Tiere und ihre Strukturen zu eröffnen. Ein weiteres Highlight war die praktische Erprobung ausgewählter petZ-Lernmodule. Dabei wurde deutlich, wie unmittelbare Tierbegegnungen mit Beobachtung, Hypothesenbildung und experimentellem Arbeiten verbunden werden können.
Im Workshop „Tiere anders sehen“ zum fächerverbindenden Lernen mit und zu Tieren wurden die Teilnehmenden selbst kreativ
Über die Workshops hinaus eröffnete die Tagung vielfältige Perspektiven über den Tellerrand: Zur Verbindung von Tierhaltung und Artenschutz im Vortrag von Citizen Conservation; über den Botanischen Garten als geschichtsträchtigen Lernort; bis hin zu Einblicken in die Forschung der Angewandte Zoologie, die Bettwanzen und Medakas als Modellorganismen der Reproduktions- und Entwicklungsbiologie nutzt.
Bettwanze unter dem Binokular im Labor der Angewandten Zoologie
Die drei gemeinsamen Tage boten damit nicht nur fachliche Impulse, sondern vor allem Gelegenheit für Austausch, neue Ideen und die Weiterentwicklung des Lernens mit lebenden Tieren – über die Grenzen von Schule und Hochschule hinweg.