26.03.2026
Dr. Benjamin Willner forscht mit neuer Nachwuchsgruppe „BioFlexElectronics“ an biobasierten Materialien für die Elektronik der Zukunft
Zum 1. März 2026 ist am Institut für Angewandte Physik das Projekt BioFlexElectronics von Dr. Benjamin Willner gestartet. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben fünf Jahre lang mit 3,1 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung biobasierter Hochleistungsmaterialien aus erneuerbaren Rohstoffen für die Elektronikindustrie.
Mit dem Aufbau einer eigenen materialwissenschaftlichen Forschungsgruppe am IAP bringt der organische Chemiker Willner gezielt Expertise in der Synthesechemie ein, um maßgeschneiderte Hochleistungsmaterialien zu entwickeln und somit eine Kreislaufwirtschaft für Elektronikschrott zu ermöglichen.
Im Fokus stehen sowohl flexible als auch dehnbare elektronische Substrate auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Diese sollen die Anforderungen etablierter Fertigungsprozesse erfüllen, etwa hinsichtlich Temperatur- und pH-Beständigkeit bei Löt- und Ätzverfahren. Gleichzeitig werden neue Materialien entwickelt, die den Anforderungen zukünftiger Anwendungen gerecht werden, beispielsweise in den Bereichen Wearables oder Internet der Dinge.
Die TU Dresden bietet dafür aus Sicht Willners ideale Voraussetzungen: "Das IAPP ermöglicht die Entwicklung, Synthese und Erprobung biobasierter Polymere für Hightech-Anwendungen unter einem Dach. Zudem ist Dresden ein zentraler Standort der europäischen Elektronik- und Mikroelektronikindustrie. In Kombination mit der ausgeprägten Transferkultur der Universität, die Forschungsergebnisse gezielt in Anwendungen überführt, eröffnet dies großes Potenzial, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete technologische Lösungen zu überführen".
Kontakt:
Dr. Benjamin Willner
Institut für Angewandte Physik
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