Bericht von der Tagung "Die Rolle der Psychologie in gesellschaftlichen und politischen Diskursen"
Bericht von der Tagung "Die Rolle der Psychologie in gesellschaftlichen und politischen Diskursen"
Am 26. und 27. März fand an der Psychologischen Hochschule Berlin die Tagung "Die Rolle der Psychologie in gesellschaftlichen und politischen Diskursen" mit knapp 100 Teilnehmenden statt. Aus unserer AG nahmen Anna-Lena Zietlow und Robert Ritter an der Tagung teil.
Über die beiden Tage wurde in insgesamt fünf Panels darüber diskutiert, welche Rolle die Psychologie in Politik und Gesellschaft aktuell bereits spielt, zukünftig spielen sollte und wie sie sich hier entsprechend positionieren kann. Dabei wurde eine Breite an relevanten Themenbereichen für die Psychologie diskutiert - Wissenschaftskommunikation, Lehre und Ausbildung, Freiheit und Unabhängigkeit der Wissenschaft, Neutralitätsgebot und Normen sowie die Implikationen für die Psychologie und die Fachgesellschaft als Ganzes.
Im Panel zur psychologischen Lehre und Ausbildung hat Robert mit einem Impulsvortrag die Situation und Perspektive der Studierenden dargestellt. Darin werden Forderungen nach einer Umstrukturierung der Curricula im Hinblick auf politische Bildung und politische Psychologie, eine Entschlackung des Curriculums insgesamt und die Stärkung praktischer Handlungskompetenzen auch im persönlichen Umfeld aufgestellt. Dennoch wird auch die Bedrohung für die Psychologie sowie insbesondere die Gremienarbeit und die studentische Selbstverwaltung deutlich. Daher richtete sich Roberts Appell besonders an ein statusgruppenübergreifendes Engagement zur Förderung der Demokratie an der Universität und darüber hinaus sowie zum gemeinsamen Zusammenhalt für die richtige Sache. Weitere Aspekte besonders im Hinblick auf die Umstrukturierung der Curricula und der Stärkung der Diversität der Studierendenschaft wurden in der folgenden Diskussion mit Dr. Stefanie Hechler, Prof. Dr. Andreas Beelmann und Dr. Pia Lamberty erörtert.
Die Tagung hat gezeigt, dass jetzt die Zeit gekommen ist, um von der Diskussion in die Handlung zu kommen. Die Wissenschaft und die Gesellschaft stehen jetzt bereits unter Beschuss durch antidemokratische Kräfte. Daher geht von der Tagung auch ein klares Commitment aus, das Engagement zur Förderung der Demokratie zu intensivieren. Als Ergebnis wurde ein entsprechender Aufruf formuliert, der hier (Link: https://tally.so/r/kdW61Z) eingesehen und mitgezeichnet werden kann.
Wir danken dem Team rund um Rainer Banse, Andreas Beelmann, Stefanie Hechler, Peter Noack, Tobias Rothmund, Uli Wagner und Eva Walther für die Organisation dieser tollen und wichtigen Tagung sowie bei allen Teilnehmenden für den anregenden Austausch!
Text: Robert Ritter, Bilder: Anna-Lena Zietlow / Robert Ritter