05.11.2026
Das INTERACT Projekt
Soziale Verbindungen haben eine große Bedeutung für unsere physische und mentale Gesundheit. Doch was macht unser Gehirn, während wir sozial Interagieren und welche Prozesse laufen dabei in unserem Körper ab?
Das INTERACT Projekt geht diesen Fragen nach, indem es soziale Interaktionen umfassend und vor allem in natürlichen Settings untersucht. Um psychologischen, körperlichen und neuronalen Vorgänge besser zu verstehen werden soziale Fähigkeiten und Interaktionen mit unterschiedlichen, teils neu entwickelten Methoden erfasst. Anschließend soll die Vielfalt an erhobenen Daten integriert werden, um ein ganzheitliches Verständnis sozialer Interaktionen zu fördern. Die eingesetzten Methoden umfassen Gehirnscans, in Einzel- (fMRI) um Paar-Setting (fNIRS- Hyperscanning) sowie Handybefragungen im Alltag zusammen mit einer Bezugsperson.
Das INTERACT Projekt wird durch die renomierte ERC Consolidator Förderung an Prof. Philipp Kanske ermöglicht und ist eines der großen Projekte der Professur. Die Datenerhebung der Hauptstudie ist gerade in den finale Zügen und es laufen bereits Vorbereitungen für weitere Teilprojekte, in welchen 1) Gehirn-Mechanismen durch Transkranialle Magnetstimulation manipuliert und 2) Empathie und Perspektivenübernahme mittels einer transdiagnositischen Paar-basierten Intervention gezielt trainiert werden soll.
Alle Details zur Studie und den verwendeten Methoden finden Sie hier
Kanske, P., Chen, S., Hansl, R. et al. The interplay of neural networks enabling social interaction: Protocol of a multi-level, mixed-methods study of empathy and theory of mind. BMC Psychol 14, 1596 (2026). https://doi.org/10.1186/s40359-026-05886-4