05.10.2026
Neue Publikation von Dahna Choi: Wenn soziale Interaktion belastend wird – Die Rolle von Empathie für Risikostatus, akute Symptome und kumulative Krankheitsschwere bei Depression
Wir gratulieren Dahna Choi zu einer neuen Publikation im Journal of Clinical Psychology!
In dieser Studie wurden Patient*innen mit depressiver Störung hinsichtlich potentieller Veränderungen in ihrem empathischen Stress, ihrem Mitgefühl und ihren Perspektivübernahmefähigkeiten untersucht. Diese Veränderungen untersuchten wir nicht nur im binären Vergleich zwischen Patient*innen und gesunden Studienteilnehmenden, sondern auch im differenzierteren Zusammenhang mit verschiedenen Risiko- und Krankheitsstadien der Depression.
Unsere Studienbefunde deuten darauf hin, dass empathischer Stress sowohl mit akuter depressiver Symptomatik als auch mit einem schwerwiegenderen Krankheitsverlauf assoziiert ist. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse eine potentiell generalisierte erhöhte emotionale Sensibilität während akuter Depressionen auf, welche sowohl erhöhten empathischen Stress als auch erhöhtes Mitgefühl mit sich führt. Die Studienergebnisse zeigen keine eindeutige Evidenz für Veränderungen in der Empathie während Risikostadien der Depression oder für eine veränderte Perspektivübernahmefähigkeit bei Patient*innen.
Die Ergebnisse zur zentralen Rolle von empathischem Stress bei Depressionen sind relevant für eine verbesserte psychotherapeutische Versorgung für Patient*innen mit interpersonellen Belastungen.
Choi, D., P. L. Usemann, K. Förster, et al. 2026. “ When Being Social Is Costly: Empathy's Role for Risk States, Acute Symptoms, and Cumulative Disease Severity of Depression.” Journal of Clinical Psychology 82: 1650–1660. https://doi.org/10.1002/jclp.70190.