22.01.2026
TUD und AOK PLUS unterzeichnen Vereinbarung zum Projekt „Achtsame Universitätskultur“
Jana Maywald (l.), Leiterin des Regionalcenters Dresden der AOK PLUS, und Prof.in Roswitha Böhm, Prorektorin Universitätskultur und Internationalisierung der TUD, beim Unterzeichnen der Vereinbarung.
Im Mittelpunkt steht die Förderung der primären Prävention psychischer Erkrankungen
Die Technische Universität Dresden (TUD) plant in Kooperation mit der AOK PLUS, die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten und Studierenden gezielt zu fördern. Das Projekt „Achtsame Universitätskultur" hat das Ziel, eine Kultur zu schaffen, die Offenheit, Respekt und Wertschätzung fördert und gleichzeitig die psychische Gesundheit als essenziellen Bestandteil eines nachhaltigen und unterstützenden universitären Umfelds etabliert. Alle Studierenden und Beschäftigten der TUD sind Zielgruppe des Projektes.
„Das gemeinsame Projekt mit der AOK PLUS wird einen zentralen Beitrag zur Weiterentwicklung einer gesunden, inklusiven und resilienten TU Dresden leisten“, erläutert Prof.in Roswitha Böhm, Prorektorin Universitätskultur und Internationalisierung der TUD. „Das Projekt besteht aus zwei Teilen: Mit dem Aufbau eines Netzwerks von zertifizierten Achtsamkeits-Multiplikator:innen werden wir nicht nur wirksame Achtsamkeitsangebote schaffen, die die individuelle psychische Gesundheit fördern, sondern auch das fürsorgliche Miteinander stärken. Die Schulung von Beschäftigten und Studierenden zu zertifizierten Ersthelfer:innen für psychische Gesundheit dient der frühzeitigen Unterstützung von Kolleg:innen und Kommiliton:innen mit psychischen Belastungen. Anzeichen von psychischen Problemen können so frühzeitig erkannt, Informationen über lokale Hilfsangebote bereitgestellt und der Zugang zu professioneller Unterstützung erleichtert werden.“ Die Prorektorin unterstreicht weiterhin: „In Gänze ist das Projekt nicht nur ein Beitrag zur individuellen Gesundheitsförderung, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer respektvollen und diskriminierungsfreien Universitätsgemeinschaft.“
„Mit dem Projekt ‚Achtsame Universitätskultur‘ stärken wir gemeinsam mit der TU Dresden ein Umfeld, in dem Gesundheit, Wertschätzung und psychisches Wohlbefinden selbstverständlich dazugehören“, sagt Jana Maywald, Leiterin des Regionalcenters Dresden, die stellvertretend für die AOK PLUS die Projektvereinbarung unterzeichnete. „Eine gesunde Hochschule lebt von Achtsamkeit, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung – Werte, die wir als Gesundheitskasse aktiv fördern wollen. Die TU Dresden zeigt mit ihrem Engagement, wie Gesundheitsförderung ganzheitlich gedacht und nachhaltig in den Universitätsalltag integriert werden kann. Wir freuen uns, diesen Prozess mit unserer Expertise im Gesundheitsmanagement zu begleiten und Impulse für eine resiliente und zukunftsfähige Hochschulkultur zu setzen.“
Vertreteri:innen der beteiligten Teams von AOK PLUS und TUD mit den unterzeichneten Vereinbarungen.
Hintergrund zum Thema Achtsamkeit:
Hier steht der Aufbau eines Netzwerks von zertifizierten Achtsamkeits-Multiplikator:innen (Beschäftigte und Studierende) an der TU Dresden zur Schaffung einer breiten Verankerung von Achtsamkeitsangeboten im Mittelpunkt. Grundlage ist das Konzept des Projekts „Achtsamkeit in der Bildung und Hochschulkultur“ (ABiK) des Zentrums für Lehrer:innenbildung und Schulforschung der Universität Leipzig, das die Entwicklung von Selbstwahrnehmungs- und Empathiefähigkeit sowie Verantwortungsübernahme vor dem Hintergrund wahrgenommener Interdependenzen fokussiert. Das Konzept umfasst Kompetenzentwicklungen in individueller, gesellschaftlicher und ökologischer Achtsamkeit mit Schwerpunkt jeweils auf der eigenen Person, den Mitmenschen sowie der Gesellschaft im Sinne einer gesunden Universitäts- und Führungskultur.
Hintergrund zum Thema Mental Health First Aid (MHFA):
Dabei handelt es sich um einen proaktiven Ansatz zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Schaffung eines unterstützenden Umfeldes an der TUD mit dem Ziel, Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu schärfen, ein Netzwerk zur frühzeitigen Hilfe und Unterstützung zu schaffen und Menschen mit psychischen Belastungen zu entstigmatisieren und zu entdiskriminieren. Dazu werden Schulung von Beschäftigten und Studierenden zu zertifizierten Ersthelfer:innen für psychische Gesundheit durchgeführt. Basis ist das Konzept von „MHFA-Ersthelfer“, dem von Mental Health First Aid International lizenzierten Anbieter für die Ersthelfer:innen-Kurse für psychische Gesundheit und Instruktor:innentrainings in Deutschland. Ziel ist die Befähigung der Geschulten, Anzeichen von psychischen Problemen frühzeitig zu erkennen, Informationen über lokale Hilfsangebote sowie Ressourcen bereitzustellen, den Zugang zu professioneller Unterstützung zu erleichtern und somit psychische Krisen zu vermeiden.
Kontakt:
Technische Universität Dresden
Dezernat Universitätskultur
SG 9.4 Gesundheitsdienst
Stefan Kluge
Koordinator Gesundheitsmanagement
Tel.: +49 (0351) 463-40216
E-Mail:
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Stabsbereich Medien und Politik
Felix Krüger
FB Presse/Öffentlichkeitsarbeit
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