Die Welt im Garten - Carl Oscar Drude
Im Jahr 1879 übernahm Carl Oscar Drude die Leitung des Botanischen Gartens. Er sollte den Garten über 50 Jahre prägen -seine Spuren sind noch heute gegenwärtig. Denn als der Garten ab 1890 an seinen heutigen Standort umzog, entwarf er die wissenschaftliche Konzeption für das neue Gelände.
Drude gilt als einer der Begründer der ökologischen Pflanzengeographie. Und so verwundert es kaum, dass er die Anlage geographisch gliederte – zur damaligen Zeit ein absolutes Novum.
Der hintere Teil des Gartens war schon bei Drude als Pflanzensystematik angelegt. Dank der Trennung zwischen ein- und mehrjährigen Arten war es möglich, die einjährigen Pflanzen so effizient zu kultivieren, dass noch heute etwa 800 einjährig kultivierte Arten im Botanischen Garten wachsen.
Drude beschäftigte sich intensiv mit den Pflanzengesellschaften Mitteldeutschlands und legte einen Grundstein für die sächsische Pflanzenkartierung. Sicherlich auch aufgrund dieses Engagements wurden in der Zeit Drudes die beiden Außenstellen auf der Bosel bei Meißen und auf dem Fichtelberg angelegt.
Text der Informationstafel im Botanischen Garten, © Dr. Barbara Ditsch, Anne Göhre