26.10.2026
Forschungsaustausch auf dem 58. Kraftswersktechnischen Kolloquium 2026
Am 6. und 7. Oktober 2026 fand im Internationalen Kongresszentrum Dresden das 58. Kraftswersktechnische Kolloquium (KWTK) statt. Die von der Professur für Energieverfahrenstechnik der TU Dresden organisierte Jahreskonferenz bringt rund 1.000 Teilnehmer:innen aus Industrie und Forschung zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Energie- und Kraftwerkstechnik zu diskutieren. Das Programm verbindet Fachvorträge mit technischen Diskussionen und einer begleitenden Fachausstellung.
Das diesjährige Kolloquium befasste sich mit einem breiten Spektrum an Themen rund um die Transformation der Energiesysteme und die technologischen Herausforderungen der zukünftigen Stromerzeugung. Zu den Schwerpunkten zählten die Integration erneuerbarer Energiequellen, Energiespeichertechnologien, die Flexibilität und Zuverlässigkeit konventioneller Kraftwerke sowie die Entwicklung moderner Stromerzeugungssysteme. Weitere Diskussionen konzentrierten sich auf die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS), Technologien zur Emissionsminderung, Prozesssimulation, Digitalisierung sowie innovative Ansätze für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen.
Inês Sousa de Almeida mit ihrem Poster zum 58. KWTK 2026 in Dresden.
Zu den Teilnehmenden gehörte Inês Sousa de Almeida, Kollegiatin im Boysen-TU Dresden-Graduiertenkolleg (Teilprojekt F1: "Technologisch-systemische Auswirkungen der Wasserstoffwirtschaft") und an der Professur für Energieverfahrenstechnik der TU Dresden. Als Mitglied des Organisationsteams der Professur war sie zudem an der Ausrichtung der Veranstaltung beteiligt. Frau Almeida stellte ihre laufenden Forschungsarbeiten zu den technologischen und systemischen Auswirkungen der Wasserstoffwirtschaft in einem gleichnamigen Poster vor, das sie gemeinsam mit ihren Betreuern Prof. Michael Beckmann und Dr. Simon Unz verfasst hatte. Darüber hinaus wurde ein Beitrag mit dem Titel „Stock-Flow-Modellierung des deutschen Onshore-Windenergiesystems: Dynamik der Stilllegung und Auswirkungen auf den Materialfluss“ im Tagungsband veröffentlicht. Die Studie untersucht die technologischen, materiellen und ökologischen Auswirkungen des Ausbaus der Infrastruktur für erneuerbare Energien in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Onshore-Windenergie liegt. Durch die Modellierung verschiedener Ausbau- und Stilllegungsszenarien bis zum Jahr 2045 untersucht die Studie die zukünftige Infrastrukturentwicklung, den Materialbedarf und die damit verbundenen CO₂-Äquivalent-Emissionen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, sowohl den Ausbau der Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien als auch die wachsenden Herausforderungen in den Bereichen Ressourcenmanagement, Recycling und Infrastruktur am Ende der Lebensdauer anzugehen.
Das 58. KWTK 2026 bot Gelegenheit zum angeregten Gedankenaustausch mit Forschenden und Fachleuten aus der Industrie sowie zur Präsentation von Forschungsergebnissen zu den technologischen und ökologischen Dimensionen der Energiewende.
Weitere Informationen:
Blick in die Kongresshalle zum 58. KWTK.