ARCH4HEALTH - Bauliche Gewaltprävention
Wissenschaftliche Arbeit in der Architektur (AD 610)
Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz stellen eine globale Herausforderung dar. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat jeder fünfte Erwerbstätige weltweit Erfahrung mit Gewalt am Arbeitsplatz gemacht (ILO, 2022). In Deutschland berichten 43 % der Beschäftigten im öffentlichen Sektor, innerhalb von zwei Jahren von Gewalt betroffen gewesen zu sein (DGB, 2023). Für viele Betroffene bleiben diese Erfahrungen nicht ohne Folgen: Psychische Belastungen, längere Krankheitsausfälle oder sogar der Ausstieg aus dem Beruf sind häufige Konsequenzen. Angesichts solcher Zahlen sind wirksame Präventionsstrategien notwendig, die nicht nur organisatorisch oder personenbezogen, sondern vor allem baulich‑technisch umgesetzt werden können.
Im ARCH4HEALTH Student Research Lab beschäftigen wir uns deshalb im Wintersemester 2026/27 mit der Frage, wie Architektur zur Gewaltprävention am Arbeitsplatz beitragen kann. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersuchen wir ausgewählte Einrichtungen personenbezogener Dienstleistungen – darunter Notaufnahmen, psychiatrische Einrichtungen sowie kommunale Dienstleistungs- und Beratungsstellen, beispielsweise an der TU Dresden. In individuellen Forschungsarbeiten analysieren wir räumliche Risikofaktoren, identifizieren bestehende Präventionsmaßnahmen und bewerten diese anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Ergebnisse sollen in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht werden und als praktische Inspirationsquelle für zukünftige Architektur- und Forschungsprojekte dienen.
Die individuellen Forschungsarbeiten im ARCH4HEALTH Research LAB werden in Workshops mittwochs ab 9:20 Uhr in Präsenz entwickelt. Vor-Ort-Besichtigungen in der Anfangszeit des Moduls werden am Donnerstag eingeplant. Ergänzend zu den Workshops können individuelle Konsultationen nach Vereinbarung donnerstags wahrgenommen werden.
Leistungen:
Durch das Modul können 10 Leistungspunkte erworben werden. Die Modulnote entspricht der Note der Prüfungsleistung. Die Modulprüfung besteht aus einer Seminararbeit inklusive Präsentation und Diskussion im Umfang von 200 Stunden.
Der Arbeitsaufwand beträgt insgesamt 300 Stunden.
Lehrpersonen:
Prof. Dr.-Ing. Gesine Marquardt, Carolina Kolodziej M.Sc., Dipl.-Ing. Sina Maite Rinka und Dipl.-Ing. Anne-Sophie Schoß
Erster Termin:
Mittwoch, 14.10.2026 im BZW B109
Einschreibung:
Einschreibung erfolgt über SELMA
Link zum OPAL-Kurs:
Voraussetzung:
Nachweis der Einführungswoche in das wissenschaftliche Arbeiten beim Insitut für Baugeschichte, Architekturtheorie und Denkmalpflege (IBAD).
Kontaktperson bei Fragen:
© SGB
Research Associate and PhD Student
NameDipl.-Ing. Anne-Sophie Schoß
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Chair of Social and Health Care Buildings and Design
Visiting address:
BZW, 1. OG Raum B112 Zellescher Weg 17
01069 Dresden