29.12.2025
Rückblick: Studentisches Parkpflegeseminar Thammenhain, 6.–9.11.2025
Parkpflegeeinsatz in Thammenhain.
Rückblick: Studentisches Parkpflegeseminar Thammenhain, 6.–9.11.2025
Parkpflegeeinsatz in Thammenhain
Vom 6. bis 9. November haben wir erneut ein Parkseminar in Thammenhain durchgeführt. Im Fokus stand die Konsolidierung der bereits in den Vorjahren getätigten Arbeiten zur Beseitigung von Pflegedefiziten. Zudem hatten wir in diesem Jahr wieder zwei Baumkletterer an Bord, die in höchsten Höhen schonende Kronenpflegearbeiten an Eichen und Hainbuchen im Pleasureground vorgenommen haben.
Baumkletterer erläutern den Studierenden Seilklettertechnik und das Vorgehen bei der Baumkontrolle
Eine Arbeitsgruppe übernahm mit großer Sorgfalt die Pflege des Laubengangs sowie seines Umfelds. Aber auch die Rhododendren am Schloss haben einen Pflegeschnitt bekommen.
Die Arbeitsgruppe, die auf einer Länge von rund 200 Metern entlang des Dammweges tätig war, rodete natürlichen Aufwuchs von Spitz-Ahorn und Robinie, entfernte Stockaustriebe sowie emporkletternden Efeu an den wegsäumenden Linden und nahm zudem Brombeerwildaufwuchs zurück. Dadurch sind wertvolle Altgehölze, aber auch punktuelle Strauchunterpflanzungen – wie Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum) und Europäischer Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) – nun weniger bedrängt und visuell wieder besser wahrnehmbar. Zudem wurden so Durchblicke zu den Hohburger Bergen sowie zur Mühlwiese wiederhergestellt.
Eine weitere Arbeitsgruppe widmete sich dem südwestlichen Ufer des Schwanenteiches. Das Ufer war in diesem Bereich von natürlichem Aufwuchs geprägt, vor allem von übermannshohen Spitz-Ahorn und Erlen. Nach Entnahme des Aufwuchses konnten Sichten auf Schwanenteich und Schloss wiederhergestellt werden. Damit wurde eine beeindruckende gestalterische Qualität zurückgewonnen. Auch wurde eine mächtige Alt-Eiche freigestellt und Raum geschaffen, um eine art- und standortgleiche Nachpflanzung einer Moorbirke (Betula pubescens) vorzunehmen. Diese wurde auch mit im Park gewonnenen Ziersträuchern umpflanzt und mit Wildverbissschutz versehen.
Pflanzung einer Moorbirke am Schwanenteich
Aber auch auf der südlichen Insel im Wiesenteich wurde erneut Hand angelegt, um die umfangreichen Auslichtungsarbeiten von 2019 zu konsolidieren. Der wieder deutlich in die Höhe gewachsene Aufwuchs von Robinie und Spitzahorn wurde von einer Gruppe Studierender gerodet, sodass die Pracht der mächtigen Gold-Eiche (Quercus robur 'Concordia') wieder voll zur Geltung kommt. Der mühsame Abtransport der gerodeten Gehölze erfolgte anschließend mit Booten.
Freistellen der Gold-Eiche auf der südlichen Wiesenteich-Insel und Abtransport des gerodeten Wildaufwuchses mit Booten
Wir danken an dieser Stelle der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur für die erneute Förderung, die uns auch in diesem Jahr einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten ermöglichte.
Zudem sei allen Teilnehmer:innen gedankt, die äußerst engagiert im Einsatz waren. Ein herzlicher Dank geht auch an Natalie Reichelt, die uns mit ihrer wunderbaren veganen Küche verwöhnt hat. Nicht zuletzt danken wir unseren Gastgebern, Rüdiger und Elisabeth von Schönberg, die uns großzügig aufnahmen und deren Gastfreundschaft wir für vier Tage genießen durften, sowie Henrike Schwarz vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, die uns wieder einmal mit fachlich versiertem Input zur Seite stand.
Gruppenfoto vom Parkseminar 2025