24.09.2026
Gemeinsame Publikation zu Scan-to-IFC-Workflows für BEM-fähige Gebäudemodelle
Eine gemeinsame Publikation mit dem Titel „A Semantic Scan-to-IFC Pipeline for Automated Generation of BEM-Ready Building Models from Mobile Indoor Scanning Data“ wurde in Buildings veröffentlicht.
Die Publikation entstand in Zusammenarbeit zwischen der Universität Padua und dem Institut für Bauinformatik der TU Dresden. Beteiligt waren Federico Rossi, Hanwen Hu, Karsten Menzel und Carlo Zanchetta.
Die Studie adressiert eine zentrale Herausforderung im Building Energy Modelling: Für Bestandsgebäude fehlen häufig zuverlässige As-built-BIM-Modelle, während BIM-to-BEM-Prozesse strukturierte Geometrie, Räume, Öffnungen und semantische Beziehungen benötigen. Der Beitrag stellt einen semantischen Scan-to-IFC-Workflow vor, der mobile Innenraumscandaten in vereinfachte, BEM-fähige IFC4x3-Modelle überführt.
Der Beitrag unseres Instituts liegt insbesondere im Bereich der RoomPlan-to-IFC-Rekonstruktion. Dazu gehören ein Python-basierter Exporter zur Umwandlung von Apple RoomPlan JSON-Daten in IFC4x3, die Verarbeitung mehrerer Scansegmente über ein Scan-Manifest, die Rekonstruktion von Wänden, Deckenplatten, Fenstern, Türen und Öffnungen sowie BEM-orientierte Ergänzungen wie analytische Räume, inferierte Decken, Abschlusswände, fehlende Wandsegmente und Validierungsroutinen.
Der Workflow ist besonders für partielle Innenraumscans von Bestandsgebäuden geeignet, bei denen die erfassten Daten unvollständig, verrauscht oder über mehrere Scansegmente verteilt sein können. Durch die explizite Speicherung von Scan-Metadaten und die klare Kennzeichnung inferierter Bauteile bleibt das generierte IFC-Modell transparent und für nachgelagerte BEM-Vorverarbeitung nutzbar.
Publikation
Rossi, F.; Hu, H.; Menzel, K.; Zanchetta, C. A Semantic Scan-to-IFC Pipeline for Automated Generation of BEM-Ready Building Models from Mobile Indoor Scanning Data. Buildings, 2026.