Aktuelle Projekte (Angewandte Geologie)

Anwendung von Heißkalkmörtel

Entwicklung eines Weiterqualifizierungsangebots zur Baustoffkenntnis und Anwendung von Heißkalkmörteln an umweltgeschädigtem Mauerwerk von historischen Bauwerken

Mikroskopische Aufnahme des Heisskalkes © Thomas Köberle Mikroskopische Aufnahme des Heisskalkes © Thomas Köberle

Mikrostrukturanalyse mit dem Rasterelektronenmikroskop

Mikroskopische Aufnahme des Heisskalkes

Mikrostrukturanalyse mit dem Rasterelektronenmikroskop © Thomas Köberle

eingefärbter Prüfwürfel aus Heißkalk © Thomas Köberle eingefärbter Prüfwürfel aus Heißkalk © Thomas Köberle

Carbonatierungsprüfung mit Phenolphtaleinlösung

eingefärbter Prüfwürfel aus Heißkalk

Carbonatierungsprüfung mit Phenolphtaleinlösung © Thomas Köberle

Die Verarbeitung von auf der Baustelle trocken gelöschten Kalkmörteln unmittelbar nach der Wasser-/Sandzugabe – so genannter „Heißkalk“ - ist eine historische Arbeitstechnik, die sich in den letzten Jahren wieder zunehmender Aufmerksamkeit erfreut. Für die so bereiteten Mörtel werden empirisch ein großer Porenanteil sowie hohe Frühfestigkeiten und Haftungen beschrieben.

Prüfwürfel in Prüfmaschine © Thomas Köberle Prüfwürfel in Prüfmaschine © Thomas Köberle

Messung der Druckfestigkeit, nach 7, 28 und 90 Tagen

Prüfwürfel in Prüfmaschine

Messung der Druckfestigkeit, nach 7, 28 und 90 Tagen © Thomas Köberle

Aufgrund der geringeren Neigung zum Schwinden und der schnellen Ansteifung können auch stärkere Putzschichten schwindrissfrei angetragen werden. Eine von den Praktikern beschriebene leichte Expansion während des Abbindens führt vor allem im Fugenbereich zu einer guten Flankenhaftung und einem kraftschlüssigen Verbund. Allerdings fehlen trotz vereinzelter aktueller Anwendungen in der Instandsetzungspraxis noch wissenschaftlich fundierte Kenntnisse über die Erhärtungsvorgänge und speziellen Eigenschaften dieser Mörtel. Die genannten Eigenschaften lassen sie aber für die Instandsetzung von umweltgeschädigten, salzbelasteten bzw. flutgeschädigten historischen Mauerwerken prädestiniert erscheinen.

Das Projekt verfolgt zwei hauptsächliche Ziele: Zum einen die Bündelung und Weitergabe von bisherigen praktischen Erfahrungen und Wissen zur Technik der Heißkalkverarbeitung in Form von Workshops, zum anderen die Analyse von Probekörpern um die bisher empirisch beschriebenen Eigenschaften bezüglich Druckfestigkeit, Porosität, Gefüge, Wasseraufnahme und Salzspeicherkapazität durch Kennwerte zu untermauern. 

Temperaturmessung am Heisskalk © Thomas Köberle Temperaturmessung am Heisskalk © Thomas Köberle

Expansionstest mit dem Schwindtrichter

Temperaturmessung am Heisskalk

Expansionstest mit dem Schwindtrichter © Thomas Köberle

Des Weiteren sollen schon bestehende Maßnahmen, die in der Technik ausgeführt wurden, hinsichtlich ihres Verhaltens im Laufe der Zeit beurteilt werden.

Laufzeit:

  • April 2017 bis März 2019

Bearbeiter:

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Name

Dipl. Geol. Thomas Köberle

Kontaktinformationen
Organisationsname

Fachbereich Angewandte Geologie

Fachbereich Angewandte Geologie

Adresse work

Besucheradresse:

Neuffer-Bau (NEU), Raum 114 George-Bähr-Str. 1a

01069 Dresden

Partner:

  • Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachklasse für Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei und Architekturfarbigkeit (HfBK); Prof. Dr. T.Danzl

  • Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. (IDK); Dipl.-Min. M. Zötzl

  • Dipl.-Rest. T. Schmidt, freiberuflicher Restaurator, Leisnig

  • Restaurator im Maurerhandwerk Alexander Fenzke, DenkMal Fachbetrieb für Restaurierung und Altbausanierung, Bad Marienberg

Gefördert durch:

  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Aktenzeichen: 33877/01-45

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Jamal Hleibieh
Letzte Änderung: 04.01.2018