CIRCTimber
CIRCTimber – Neue Wege und Reallabor zur Transformation der linearen Holzbauwirtschaft hin zum zirkulären Wertschöpfungsprozess und zu potenzialreichen Geschäftsmodellen
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt-Ing. Jens OTTO, M.Sc. Ranya ABDUL KHALEK
© Sven Ellger TUD
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Ranya Abdul-Khalek M.Sc.
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Besuchsadresse:
Beyer-Bau, Beyer-Bau, 2. Etage, Raum 243 George-Bähr-Straße 1
01069 Dresden
Das Vorhaben CIRCTimber entwickelt eine integrative Roadmap für den Wandel von der heute überwiegend linearen Holzbauwirtschaft hin zu einer zirkulären Wertschöpfung. Ziel ist es, den Einsatz von Altholz im Bauwesen technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich tragfähig zu gestalten. Dazu untersucht das Projekt sowohl bestehende Materialflüsse, Prozesse und Marktbedingungen als auch technische und psychologische Faktoren, die Wiederverwendung und Akzeptanz maßgeblich beeinflussen.
Das Institut für Baubetriebswesen (IBB) der TU Dresden analysiert die aktuelle Prozesslandschaft rund um Rückbau, Aufbereitung und Wiederverwendung von Holzbauteilen. Aufbauend darauf entwickelt das IBB organisatorische, wirtschaftliche und digitale Lösungsansätze – darunter Geschäfts- und Anreizmodelle, Prozess- und Logistikkonzepte sowie digitale Marktplatzideen für wiederverwendbare Bauteile.
Das Institut für Stahl- und Holzbau (ISH) der TU Dresden untersucht die technischen Voraussetzungen für eine sichere und normgerechte Wiederverwendung. Dazu gehören zerstörungsfreie Prüfverfahren, Bewertungen zu Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit, trennbare Konstruktionen sowie Beiträge zur Standardisierung und Weiterentwicklung relevanter Normen.
Die RWTH Aachen University (Institut für Psychologie: Arbeits- und Ingenieurpsychologie) erforscht die psychologischen Einflussfaktoren auf Akzeptanz, Vertrauen und Nutzungsbereitschaft. Betrachtet werden individuelle Wahrnehmungen, Entscheidungsheuristiken und kognitive Biases sowie die Erwartungen unterschiedlicher Stakeholdergruppen an Altholz. Darauf basierend entstehen Strategien für effektives Kommunikations‑, Framing‑ und Akzeptanzmanagement.
Alle Lösungen werden in einem Reallabor mit Partnern aus Rückbau, Aufbereitung, Planung und Holzbau erprobt, praktisch validiert und in einem Demonstrator sichtbar gemacht. Auf dieser Basis entsteht eine Roadmap, die konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Praxis liefert und den Weg zu einer zirkulären Holzwirtschaft aufzeigt
Projektlaufzeit:
01.04.2026 – 31.03.2029
Projektpartner:
- Institut für Stahl- und Holzbau, TU Dresden
- Arbeits- und Ingenieurpsychologie, Institut für Psychologie, RWTH Aachen
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unter der Förderkennzeichen 031B1704A gefördert.