CIRCTimber
Neue Wege und Reallabor zur Transformation der linearen Holzbauwirtschaft hin zum zirkulären Wertschöpfungsprozess und zu potenzialreichen Geschäftsmodellen
CIRCTimber untersucht, wie die heute überwiegend lineare Holzbauwirtschaft in einen zirkulären Wertschöpfungsprozess überführt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie tragende Holzbauteile aus bestehenden Gebäuden materialschonend zurückgebaut, zuverlässig bewertet, aufbereitet und in neuen Konstruktionen wiederverwendet werden können. Dabei werden technische, wirtschaftliche und psychologische Voraussetzungen gemeinsam betrachtet.
Die Professur für Ingenieurholzbau bearbeitet insbesondere die bautechnischen Fragestellungen. Dazu gehören die Bewertung der Materialeigenschaften und Tragfähigkeit von Neu- und Altholz, probabilistische Zuverlässigkeitsanalysen, die Untersuchung geeigneter Prüfverfahren sowie die Entwicklung von Bemessungsansätzen und konstruktiven Lösungen für wiederverwendete Holzbauteile. Ziel ist es, vorhandene Tragfähigkeitspotenziale nutzbar zu machen und gleichzeitig ein angemessenes Sicherheitsniveau zu gewährleisten.
Die entwickelten Methoden werden gemeinsam mit den Projektpartnern in einem Reallabor unter realen Bedingungen erprobt. Die Prozesskette reicht vom Rückbau über Transport, Lagerung, Untersuchung und Aufbereitung bis zum erneuten Einsatz der Bauteile. Abschließend wird aus dem zurückgewonnenen Holz ein Demonstrator entwickelt, der die technische Machbarkeit und die Potenziale einer zirkulären Holzbauwirtschaft sichtbar macht.
| Leitung: | Prof. Dr. Robert Jockwer |
| Bearbeitung: | Siavash Namari, Dr.-Ing. |
| Kooperationspartner: | Institut für Baubetriebswesen, TU Dresden Institut für Stahl- und Holzbau, TU Dresden Arbeits- und Ingenieurpsychologie, RWTH Aachen University |
| Laufzeit: | 01.04.2026 - 31.03.2029 |
| Finanzierung durch: | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |