PROFIL DER PROFESSUR FÜR STAHLBAU

Inhaltsverzeichnis

    1. Geschichtliche Entwicklung
    2. Dienstleistungen
      1. Ansprechpartner
      2. Ingenieurdienstleistungen - Arbeitsgebiete
      3. Zur Verfügung stehende Prüfmaschinen und Ausstattung
      4. Versuchseinrichtung der Fakultät

Geschichtliche Entwicklung

Autor: Klaus Beyer

Der Lehrstuhl für Stahlbau entstand in der ältesten Fakultät der TU Dresden, deren Wiege in der einstigen "Schule der Ingenieuroffiziere" (u.a. für Festungsbaumeister) stand, die 1814 zur "Bau- und Industrieschule" erweitert wurde. Am 01.05.1828 wurde die "Polytechnische Bildungsanstalt" gegründet (Ursprung der heutigen Technischen Universität), in die die Bau- und Industrieschule integriert wurde.

Emil Winkler war der erste, der bereits 1863 das neu eingerichtete Fachgebiet "Eisenbrückenbau" lehrte. Ihm folgte 1869 Wilhelm Fränkel, der in Dresden studiert hatte und bei Andreas Schubert Assistent gewesen war. Nach 28 Jahren erfolgreicher Lehrtätigkeit von Fränkel wurde Georg Christoph Mehrtens Nachfolger für das Fachgebiet "Eiserne Brücken" und übernahm von Otto Mohr die Lehrgebiete "Statik der Baukonstruktionen" und "Festigkeitslehre". In dem für die Entwicklung des Eisenbaues wichtigen Abschnitt um die Jahrhundertwende erfolgte um 1900 die Gründung eines neuen Lehrstuhls, auf den Max Förster berufen wurde, der u.a. erstmals auch das Fachgebiet "Eisenhochbau" lehrte. Mit dem Ende der Tätigkeit von Mehrtens 1913 übernahm Willy Gehler den Lehrstuhl mit den Fachgebieten "Statik der Baukonstruktionen", "Festigkeitslehre" und "Stahlbrückenbau", der später auch das neu gegründete Materialprüfamt leitete.

Die Fülle der Aufgaben führte 1919 zur Neugründung eines Lehrstuhls für das Fach "Technische Mechanik" dem auch die Fächer "Statik der Baukonstruktionen" und "Festigkeitslehre" zugeordnet wurden. Auf diesen Lehrstuhl wurde Kurt Beyer berufen, der zusätzlich das Fach "Bewegliche Brücken" lehrte. Kurt Beyer hatte in Dresden studiert und promoviert und war Assistent bei Mehrtens gewesen. Nach dem Tod von Max Förster 1930 übernahm Beyer das Fachgebiet "Stahlhochbau", das auch den Behälter- und Mastbau beinhaltete. Der Lehrumfang wurde durch Beyer erweitert um die Fächer "Stahlwasserbau" und den "Stahlbau für die Braunkohletagebau-Großgeräte".

Nach dem Ausscheiden von Gehler 1945 übernahm Beyer zusätzlich dessen Aufgaben. Damit wurden erstmals alle Fachgebiete des Stahlbaues durch einen Lehrstuhl vertreten, so wie es auch noch heute der Fall ist.

Nach dem Tode von Kurt Beyer erfolgte eine Teilung dessen Lehrstuhls. Die Fachgebiete des Stahlbaues (zusammen mit der Statik der Baukonstruktionen) übernahm von 1953 bis 1971 Professor Gustav Bürgermeister. Nach dessen Emeritierung wurde Professor Walther Hoyer , der in Dresden studiert hatte, auf den Lehrstuhl für Stahlbau mit den Lehrgebieten "Stahlbau-Grundlagen" (einschl. Schweißtechnik), "Stabilitätstheorie", "Stahlhochbau", "Stahlbrückenbau", "Stahlwasserbau" und "Stahlbau in der Fördertechnik" berufen. Letzteres Lehrgebiet wurde von ihm schon ab 1962 neben den Fächern "Technische Mechanik" und "Baudynamik" bis 1971 vertreten. Nachfolger von Professor Hoyer wurde 1978 Professor Manfred Koch , in dessen Amtszeit die "Wende" 1989 fällt, die für ihn als einer integeren Persönlichkeit eine große Herausforderung bedeutete.

Nach dem plötzlichen Tod von Professor Koch im Oktober 1992 leitete sein Oberassistent Dr.-Ing. Hans-Dieter Haim kommissarisch den Lehrstuhl für Stahlbau. 1993 wird er zum Professor für das Fachgebiet "Stahlbau in der Fördertechnik" berufen. Ebenfalls 1993 wird Herrn Prof. Dr.-Ing. habil Wolfgang  Graße auf die Professur für Stahlbau berufen. Er übernahm damit auch die Leitung des Lehrstuhles für Stahlbau.

Mit der Emeritierung von Prof. Haim nach dem Wintersemester 2003 wurde diese Stelle nicht wieder besetzt. Prof. Graße wurde nach dem Sommersemester 2004 emeritiert. Zunächst konnte kein Nachfolger berufen werden. Zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebes übernahm im Sommersemester 2005 Frau Dr.-Ing. Stranghöner mit großem Engagement die Leitung des Lehrstuhls.

In einem 2. Berufungsverfahren erfolgte mit Herrn Dr.-Ing. Richard Stroetmann, einem exzellenten Kenner des theoretischen und praktischen konstruktiven Stahlbaues, die Neubesetzung der Professur. Ab dem 1.11.2005 übernimmt er die Leitung des Lehrstuhles für Stahlbau und setzt so die große Tradition des Fachgebietes Stahlbau an der Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden fort.

Dienstleistungen

Ansprechpartner

Inhaber der Professur Richard Stroetmann © KREBS+KIEFER

Inhaber der Professur

Name

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann

Kontaktinformationen
Organisationsname

Institut für Stahl- und Holzbau, Professur für Stahlbau

Institut für Stahl- und Holzbau, Professur für Stahlbau

Adresse work

Besucheradresse:

Haus 116, Raum 06-32 August-Bebel-Str. 30

01219 Dresden

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+49 351 463-34841
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+49 351 463-34980

Ingenieurdienstleistungen - Arbeitsgebiete

  • Produktentwicklung         
  • Versuchsdurchführung an Bauteilen, Bauwerken und Maschinen
  • Schadensuntersuchung und -beurteilung           
  • Bauwerksmessungen           
  • Bauwerksüberwachungen           
  • Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen           
  • Begutachtungen

Zur Verfügung stehende Prüfmaschinen und Ausstattung

Prüfmaschinen und Ausstattung

  • Elektromotorisch kombinierte Zug-Druck-Prüfmaschine 
  • Hydropuls-Prüfmaschinen 
  • Zuggliedprüfmaschine 
  • Pulsator und Steuerstände 
  • Großes Spannfeld      
  • Kleines Spannfeld   
  • Druckprüfmaschinen verschiedener Kapazität  
  • Triaxial-Prüfmaschine 
  • Pendelschlagwerk
  • Kleingeräte

Versuchseinrichtung der Fakultät

Otto - Mohr - Laboratorium (OML)

Prüfanlage OML © Jörg Singer
Name

Technische Universität Dresden - Institut für Massivbau - Otto-Mohr-Laboratorium

Kontaktinformationen
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Besucheradresse:

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01217 Dresden

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Anja Fahle
Letzte Änderung: 08.01.2018