Feb 15, 2026
ITFMW: Interview mit Dip.-Ing.in Kati Ahnert
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Im Rahmen des Internationales Tags für Frauen und Mädchen in der Wissenschaft (ITFMW) am 11. Februar hat das FUN* 5 Wissenschaftlerinnen des Bereichs BU interviewt.
INTERVIEW MIT DIP.-ING. KATI AHNERT
Wer sind Sie?
Mein Name ist Kati Ahnert und ich bin ein typisches Landei gefangen im Körper einer TU Dresden Mitarbeiterin. Ich pendele tägliche zwischen den Welten einer Zweifachmama auf dem Dorf und der Netzwerkerin in Lehre, Forschung, Wirtschaft und Industrie in der Stadt. Die 90 km zwischen diesen Welten lassen mir die Zeit mich auf die jeweilige einzustellen – beide sind für mich unverzichtbar.
Was machen Sie?
Ich arbeite seit 2009 zunächst als SHK und seit 2011 als WiMi als an der Professur für Luftfahrt und Logistik an der Fakultät Verkehrswissenschaften. In dieser Zeit war ich in vielen Projekten mit Bezug zum operativen Luftverkehr tätig, bin aktive in den Lehrbetreib eingebunden, an Studiengangsentwicklungen und -weiterentwicklungen beteiligt, Unterstütze (die vor allem schulische) Nachwuchsförderung und leite die Geschäftsstelle des sächsischen Luft- und Raumfahrtkoordinators.
Was haben Sie studiert / gelernt?
Ich habe Luft- und Raumfahrttechnik als eine Vertiefung der Verkehrswissenschaften an der TU Berlin studiert.
Zu welchem Thema forschen Sie gerade und was sind Ihre Hauptinteressen?
Ich unterstütze gerade ein Team zum Aufbau einer Großforschungseinrichtung in Hoyerswerda: das Smart Mobility Lab. Hier sollen zukünftig unter anderem Versuche zum autonomen Fliegen und Fahren stattfinden. Zudem bin ich an der Entwicklung eines fakultätsübergreifenden Studiengangs involviert: Master Mobile Robotics. Plan ist hier ein interdisziplinäres, anwendungsorientiertes Studiengangskonzept zu etablieren, welches den Unterrichtsbetrieb direkt zur Problemlösung nutzt – das Smart Mobility Lab wird hierbei eine aktive Rolle spielen.
Was motiviert Sie besonders, an diesem Thema zu forschen?
Ich arbeite gern im Team und mit Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Interessen. Diese vielfältigen Erfahrungen, Eindrücke und Fähigkeiten zusammenzubringen und für ein gemeinsames Ziel zu bündeln, macht mir großen Spaß. Außerdem gehören für mich ein hohes Niveau in der Forschung und sehr gute Ausbildung zusammen. Qualitativ hochwertige Lehre, die den Anforderungen der Zeit gerecht wird, wird uns helfen Großforschungseinrichtungen personell auszustatten und Unternehmen mit den Fachkräften zu versorgen, die sie wirklich brauchen.
Was hätten Sie gern mit 16 Jahren gewusst?
Dass Fehler oder Fehlversuche uns mehr helfen, als alles auf direktem Weg zum Erfolg zu bringen.
Was war Ihr größtes Aha-Erlebnis?
Ein Streckenerfahrungsflug nach Kenia, welcher im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Lufthansa Cargo möglich war. Die dort getroffenen Menschen und deren Umgang mit Ausbildung, Technik und dem Leben selbst waren sehr bewegend, herzlich, prägend.
Welchen Tipp würden Sie jungen Studentinnen mitgeben?
Bleibt immer offen und neugierig. Hört nie auf Fragen zu stellen und lasst euch von Hürden nicht aus der Bahn werfen. Nur ihr wisst, was euch wirklich erfüllt, Spaß macht und wofür es sich zu kämpfen lohnt: Traut euch eueren Weg zu gehen, unabhängig ob dies üblich ist oder nicht.
Vielen Dank für das Interview, Frau Ahnert!