Rückblick: Problembasiertes Lernen
Am 07.11.2025 fand der Workshop zum Thema Problembasiertes Lernen im Raum POT 161 statt. In einer kleinen Rund von 14 Teilnehmenden - nicht nur aus dem Bereich Bau wurden drei Beispiele aus dem Lehralltag der TU Dresden präsentiert.
Table of contents
Digitale Lehre: Baukonstruktive Grundlagenvermittlung im Flipped Classroom
Prof. Schulz, Professur für Entwerfen und Konstruieren.
In der Präsentation „Digitale Lehre – Baukonstruktive Grundlagenvermittlung im Architekturstudium“ stellte Prof. Schulz vor, wie das zweisemestrige Modul „Entwerfen und Konstruieren“ mit seinen 23 Einzelthemen im Bereich Architektur in ein Flipped-Classroom-Modell umgewandelt wurde. Klassische Vorlesungen wurden dabei durch kompakte Online-Videos, Tests, Podcasts und Übungen ersetzt, sodass die Studierenden flexibel und in ihrem eigenen Tempo lernen sowie Inhalte wiederholt anschauen und individuell vertiefen können. Wer einen Blick auf die Videos werfen möchte, kann gern bei Vimeo (Link einfügen) vorbeischauen
Die wichtigsten Aussagen:
- Problembasiert heißt hier, dass typische Fragen der Studierenden wie „Was ist ein Flachdach?“, „Welche Anforderungen werden an ein Flachdach gestellt?“ oder „Warum ist Abdichten gegen Wasser viel schwieriger als es abzuleiten?“ den Ausgangspunkt des Lernens bilden
- Studierende schätzen einerseits die Möglichkeit, Inhalte mehrfach anzusehen, individuell zu lernen und die Themen flexibel in den eigenen Alltag zu integrieren andererseits aber auch das Angebot einer zeitlichen Vorstrukturierung.
- Der zeitliche Komprimierungsfaktor von Vorlesung zu Video liegt bei 5.
- Ähnlich wie bei Webseiten sollten die Materialien alle 5 Jahre überabeitet und auf ihre Aktualität hin geprüft werden.
Projekt Zukunftsgarten Lauenstein
Hannah Faust, Professur für Geographische Bildung.
Im Vortrag stellt Hannah Faust das Projekt „Zukunftsgarten Lauenstein“ vor. Ausgangspunkt ist das Fehlen eines Gemeinschaftsortes in Lauenstein. Ziel ist es, auf dem Gelände des Schlosses einen Gemeinschaftsgarten zu schaffen, der von verschiedenen Gruppen – Grundschule, Familien, Universität, Tourist:innen – genutzt werden kann. Die Planung und Umsetzung erfolgt gemeinsam mit verschiedenen Akteuren, unter Einsatz digitaler Tools und in mehreren Schritten: von der Ideenfindung über Workshops, Pflanzaktionen und Bauarbeiten bis zur Pflege und Öffentlichkeitsarbeit. einem realen Problem ausgeht und gemeinsam Lösungen entwickelt werden.
Die wichtigsten Aussagen:
- Das Projekt ist ein Beispiel für problembasiertes Lernen, da es reale lokale Herausforderungen als Ausgangspunkt für Lernprozesse nutzt. Studierende analysieren, entwickeln und präsentieren nachhaltige Zukunftsstrategien für die Region.
- Die Arbeit an authentischen Problemen und verschiedenen lokalen Akteuren fördert Transferfähigkeiten und interdisziplinäres Denken.
Auf Basis von Problemen und Projekten Lehren: Zusammenfassung und Beispiele aus der Landschaftsarchitektur
Silke Molch, Team Digitale Lehre BU und Institut für Landschaftsarchitektur.
Silke Molch, die den Workshop moderierte, lieferte im Anschluss eine systematische Zusammenfassung und Gegenüberstellung von problemorientiertem und projektbasiertem Lernen. Reichhaltige Beispiele aus der Lehre der Landschaftsarchitekten rundete den Workshop ab.
Individueller Austausch
Im Anschluss an die Vorträge fand eine offene Gesprächsrunde statt. Teilnehmende nutzten die Gelegenheit mit den Referent:innen ins Gespräch zu kommen.