29.01.2026
Themenvorschlag für Bachelorarbeit 1/2026
Untersuchung zur Zusammensetzung der Samenbank in Fichtenwäldern
Kooperation der Professuren Waldbau, Biodiversität und Naturschutz
Waldlichtungspflanzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie z.T. über Jahrzehnte im Boden als Samen überdauern, und erst nach Waldauflichtungen, vielfach auch mit Bodenstörungen, keimen und die dann verbesserten Lichtverhältnisse nutzen. Dazu gehören allerdings auch viele krautige Pflanzen, die mit der Natur- und Kunstverjüngung der Waldbäume in Konkurrenz treten [1].
Das im Boden schlummernde Diasporenpotenzial („Samenbank“) ist daher auch aus praktischer Sicht wichtig, um die Vegetationsentwicklung in Störstellen abzuschätzen und z.B. Aussagen über den Pflegebedarf oder das Wiederbewaldungspotenzial zu treffen [2].
In der Bachelorarbeit sollen die Keimlinge aus bereits gesammelten Bodenproben im Thüringer Wald ab April 2026 über die Vegetationsperiode erfasst und möglichst bis zur Art bestimmt werden.
Ort
VLO Hetzdorf
Beginn der Arbeit
April 2026
Voraussetzung
Grundlegende Kenntnisse in der Bestimmung von Gefäßpflanzen, v.a. nach vegetativen Merkmalen. Mobilität (Arbeiten am Standort Hetzdorf im Tharandter Wald) ist von Vorteil.
Ansprechpartner
Dr. Sebastian Dittrich (Biodiversität & Naturschutz) – Sebastian.dittrich@tu-dresden.de
Dr. Katharina Tiebel (Waldbau) – katharina.tiebel@tu-dresden.de
Quellen
[1] Ellenberg, H. & Leuschner, C. 2010. Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. 6. Aufl. Stuttgart.
[2] Plue, J; Van Gils, B.; Peppler-Lisbach, C.; De Schrijver, A.; Verheyen, K. & Hermy, M. 2010. Seed-bank convergence under different tree species during forest development. Plant Ecology, Evolution and Systematics 12: 211-218.