© Sven Herzog 2011

Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft

News

More News
  • Foto: Leistungsschau Prof. Wegge © ZSE

    Dec 03, 2015

    Überschrift Ihrer News mit Bild

    Read more
  • Dec 02, 2015

    Überschrift Ihrer News ohne Bild

    Hier steht der Teasertext Ihrer News. Dieser sollte nicht länger als 300 Zeichen lang sein und den Inhalt Ihrer Nachricht kurz und prägnant wiedergeben. Bitte achten Sie darauf, dass die Teaser in etwa die gleiche Länge aufweisen. Eine News mit Bild wird ohne Teasertext angezeigt.

    Read more
  • Mensa in der Mommsenstraße © Nils Eisfeld

    Dec 01, 2015

    Überschrift Ihrer News mit Bild

    Read more
Wolf © Sven Herzog 2013

Wildlife Ecology

Wildökologie befasst sich, wie die Wildbiologie, mit freilebenden Wildtieren, welche einer spezifischen Interaktion mit dem Menschen unterliegen. Die Wildbiologie geht damit weit etwa über eine spezielle Zoologie der Wirbeltiere hinaus. Sie beschäftigt sich vor allem mit Arten, welche entweder der menschlichen Nutzung unterliegen oder welchen sich der Mensch anderweitig, etwa durch seine besondere Verantwortung im Rahmen des Artenschutzes, verbunden fühlt. Aus diesem Grunde befasst sich die Wildökologie vornehmlich, aber nicht ausschließlich mit Wirbeltieren. Sie beschränkt sich als Wissenschaftsdisziplin auch nicht auf die enge Auswahl an Arten, welche in Deutschland etwa das Bundesjagdgesetz als „Wild“ (englisch: „game“) definiert wird. Der Begriff „Wild“ wird allerdings im deutschen Sprachraum meist deutlich enger gefasst als im angelsächsischen, wo „wildlife“ oftmals auch die freilebenden Pflanzen mit einschließt. Wildbiologie und Wildökologie bedienen sich naturwissenschaftlicher, genauer gesagt biologischer und ökologischer Methodik.

Objekt des Wildtiermanagements (einschließlich der jagdlich ausgerichteten Teildisziplinen) ist demgegenüber der Mensch, der mit dem Wildtier interagiert. Die Disziplin bedient sich neben der naturwissenschaftlichen (in diesem Falle humanwissenschaftlichen, etwa anthropologischen und psychologischen) Methodik vor allem soziologischer, ökonomischer und juristischer Methoden. Daneben haben Wildtiermanagement und Jagd vielfältige ethische Implikationen.

Der Begriff Wildökologie wurde z. B. von H. Gossow [1] als Titel für sein Einführungsbuch verwendet. Es stellte damals einen Versuch dar, Befunde, Methoden und Begriffe in der neueren – überwiegend anglo-amerikanischen – Forschung an Wildtieren sowie sich daraus ergebende praktische Konsequenzen an deutsche Leser zu vermitteln: das waren in starkem Maße Forststudenten, welche mehr wildbiologisches und ökologisches Know how im Rahmen ihrer jagdlichen Ausbildung brauchten und zwar praxisrelevant. Ähnliche Versuche mit wohl breiterer Zielgruppe waren damals Bücher von P. Baumann[2], F. Kurt[3] H. Kalchreuther[4]. Alle vier Autoren konzentrierten sich auf "Wild", d.h. auf jagdbare Wildtiere (engl. "game"),[5] wie sie in staatlichen Jagdgesetzen angeführt werden, auf "Wildschaden" durch jagdbares Wild (für die es oft Entschädigungsregelungen gibt) oder auch auf Landnutzungspraktiken und deren Einfluss auf in den betroffenen Biotopen lebende Wildarten (und welche Art von "Biotophege" oder "Habitatmanagement" sich daraus ableiten lässt, z. B. für die Beziehung Auerhuhn - Forstwirtschaft).

Diese Ansätze erweiterten sich mit der Zeit zunehmend auch auf andere, nicht-jagdbare Wildtierarten (engl. "non-game"), welche z. B. als Beutearten oder in anderer Hinsicht mit Wild-Arten in Wechselbeziehungen stehen, die die jagdgesetzlich oft als gewünscht geforderte Wildarten-Vielfalt "biodiversitär" bzw. "ökosystemar" erheblich erweitern oder die im Rahmen der Übertragung von Krankheitserregern eine wichtige Rolle spielen. Noch wesentlicher aber waren wohl die Erweiterungen in methodischer Hinsicht (wie mehr physiologische und genetische Forschungsansätze, mehr experimenteller als überwiegend nur beschreibender Zugang sowie mehr Technology wie Radiotelemetrie und Geographische Informationssysteme in der Habitatnutzung). Damit erfolgte auch eine begriffliche Anpassung an einschlägige englische Termini: "Wildtierökologie" - "Wildtierbiologie" - "Wildtiermanagement" (vgl. etwa "Wildlife Ecology & Management").

[1] Gossow, H. Wildökologie - Begriffe, Methoden, Ergebnisse, Konsequenzen. Verlag Kessel, Remagen 1999, 2012.
[2] Baumann, P. Tiere in geplanter Wildbahn. Safari Verlag, Berlin, 1972.  
[3] Kurt, F. Wildtiere in der Kulturlandschaft, Eugen Rentsch Verlag, Erlenbach-Zürich, 1977.
[4] Kalchreuter, H. Die Sache mit der Jagd. pro und contra. BLV-Verlagsgesellschaft,  München, Bern und Wien, 1977.
[5] vgl. z.B. Leopold, A. Game Management. Charles Scribner's Sons, New York, 1933.

Name

Institutssekretariat

Address

Visitors address:

Hauptgebäude, Second floor, room 37 Pienner Straße 8

01737 Tharandt

Deutschland

work Tel.
+49 35203 38-31338
fax Fax
+49 35203 38-31397

Opening Hours:

Daily:
08:00 - 15:00
Friday:
08:00 - 14:00

Name

Prof. Dr. Dr. Sven Herzog

Chair of Wildlife Ecology and Management

Address

Visitors address:

Hauptgebäude, Second floor, room 42 Pienner Straße 8

01737 Tharandt

Deutschland

work Tel.
+49 35203 38-31232
fax Fax
+49 35203 38-31397

Die Professur im Fokus