26.04.2026
Trockenstress bei Waldkiefer: Begrenzte Herkunftsunterschiede in NO-Deutschland
Wie die Waldkiefer mit zunehmendem Trockenstress im Klimawandel umgehen wird, ist eine zentrale Frage für die Forstwirtschaft. Eine neue Studie, veröffentlicht in Forest Ecology and Management und hervorgegangen aus der manuskriptbasierten M.Sc.-Arbeit von Maike Wegener in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut für Forstgenetik, untersucht Klima-Wachstumsbeziehungen und Trockenstressreaktionen von 15 Herkünften aus Mittel- und Osteuropa. Basierend auf einem Herkunftsversuch in Nordostdeutschland aus dem Jahr 1975 zeigen Jahrringanalysen, dass der Einfluss von Spätwinter- und Frühlingstemperaturen auf das Wachstum zugenommen hat, während der Effekt der Sommertemperaturen abgenommen hat. Im Gegensatz dazu blieb die Wasserverfügbarkeit im Sommer ein durchgehend wichtiger Wachstumsfaktor. Interessanterweise konnten am Versuchsstandort keine signifikanten Unterschiede in der Trockenstresstoleranz zwischen den Herkünften festgestellt werden, und es zeigte sich kein klarer Zusammenhang zwischen dem klimatischen Wasserdefizit der Herkunftsregionen und der Trockenreaktion. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unterschiede in der Trockenstresstoleranz unter den untersuchten Bedingungen begrenzt sein könnten, und unterstreichen die Bedeutung von Untersuchungen entlang von Umweltgradienten. Die vollständige Publikation ist hier verfügbar.