15.04.2026
"Cellular agriculture in the media" Neues Paper von Peter Rothe erschienen
In der Fachzeitschrift Geographice Helvetica ist ein neuer Fachartikel unter Beteiligung von Peter Rothe, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Humangeographie, erschienen. Dieser kann unter diesem Link kostenlos abgerufen werden und beschäftigt sich mit der Thematik zellulärer Landwirtschaft:
Die zelluläre Landwirtschaft (CellAg) entwickelt sich immer stärker zu einer Technologie, die darauf abzielt, kritische Probleme im Ernährungssystem anzugehen, indem sie eine Alternative zu konventionellem Fleisch bietet.
Die Verbreitung diesbezüglicher Informationen in nicht-wissenschaftlichen Kreisen stellt eine Herausforderung dar, wenn es um die Vermittlung komplexer technischer Entwicklungen geht. Die Breiteninformation innerhalb der Öffentlichkeit findet dabei besonders über die verschiedenen Zeitungs- und Medienangebote statt.
Der hier vorliegende kooperativer Ansatz leistet einen Beitrag zum Verständnis dieser Diskussionen und Dynamiken. Der Fokus liegt dabei auf vier ausgewählten Ländern: Brasilien, Indien, Australien und Deutschland. Zeitungen aus diesen Ländern wurden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und die Ergebnisse anschließend gemeinsam interpretiert. Ein wichtiges Ergebnis war die auffällige Ähnlichkeit der Hauptthemen, über die in den untersuchten Ländern berichtet wurde. Zudem wurde in einem Großteil der Zeitungsartikel eine positive und marktorientierte Perspektive eingenommen.
- Deutschland zeichnet sich durch seine Betonung von Nachrichten aus Forschung und Entwicklung aus.
- Australien zeichnet sich durch seinen Fokus auf Markt- und Konsumaspekte aus.
- Indien ist bemerkenswert für seine Priorisierung der Ernährungssicherheit.
- Brasilien hebt Marktfaktoren hervor und bringt Bedenken hinsichtlich Marktbarrieren zum Ausdruck.
Die Ergebnisse verdienen weitere Untersuchungen, da sie zeigen, dass Gesellschaften über geografische Regionen hinweg meist oberflächliche, positive Nachrichten erhalten, anstatt qualitativ hochwertiger Analysen mit Perspektiven auf alle möglichen Auswirkungen.