Messung der Auswirkungen von Starkniederschlagsereignissen auf kleine mediterrane Einzugsgebiete
Dieses Projekt zielt auf die Entwicklung einer kosteneffizienten Sensorkombination zur hochauflösenden räumlichen und zeitlichen Erfassung von Morphodynamik ab. Das System erfasst einen dynamischen Abschnitt eines Erosionsrinnen- bzw. Abflussbereichs im Einzugsgebiet Parapuños in Westspanien.
Das Herzstück der Installation bilden vier synchronisierte DSLR-Kameras, die einmal täglich sowie zusätzlich durch einen Regenmesser ausgelöst werden. Letzterer ermöglicht eine Echtzeitdokumentation und Quantifizierung von durch Niederschlag und Abfluss verursachten Oberflächenveränderungen. Ein Netzwerk von Seismometern, das rund um die Kameras installiert ist, erfasst den Geschiebetransport im Flussbett und soll einen direkten Vergleich von Wasseroberflächen- und Flussbettprozessen in Verbindung mit den 4D-Kameradaten ermöglichen.
Zusätzlich zum oben genannten Sensornetzwerk wurden Bodenfeuchtesensoren und Regenmesser im gesamten Einzugsgebiet installiert, um hochlokale Niederschlagsereignisse zu erfassen. Die gewonnenen Daten können anschließend zur Verbesserung hydrologischer Modelle sowie zur Differenzierung geomorphologischer Prozesse in einer dynamischen Landschaft genutzt werden.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für nachhaltige territoriale Entwicklung der Universität Extremadura sowie der Sektion Geomorphologie des GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung durchgeführt.
Das Projekt wird von der Hanna Bremer Stiftung gefördert.