Nahezu kontinuierliche Erfassung von Veränderungen an kleinen Flussläufen mit bildbasierten Methoden für ein verbessertes Flussmanagement
Ein zentrales Problem für Flussmanager und Umweltfachleute auf lokaler Ebene ist das Verständnis der dominierenden Erosions- und Akkumulationsprozesse, um Naturgefahren zu verhindern, landwirtschaftliche Schäden zu begrenzen und eine effektive Renaturierung von Auen zu ermöglichen – und das, ohne die Flussprozesse wesentlich zu verändern, insbesondere im Zeitalter des Klimawandels mit extremen Niederschlags- und Abflussereignissen. Numerische Modellierungstechniken sind ein geeignetes Mittel zur Vorhersage morphodynamischer Prozesse. Eine zentrale Herausforderung bei der Validierung und Anwendbarkeit solcher Modelle ist jedoch die Verfügbarkeit ausreichender und zuverlässiger räumlicher sowie hydrologischer Daten der untersuchten Flüsse und Teilabschnitte. Daher müssen Methoden zur nahezu kontinuierlichen Datenerfassung entwickelt werden, um lokale Veränderungen der hydrologischen Bedingungen besser beobachten und modellieren zu können.
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung, Installation und der Betrieb eines stationären Systems zur Erfassung von Beobachtungsdaten ausgewählter Flussabschnitte sowie deren Auswertung zur Bestimmung von Uferveränderungen und Abflussparametern (d. h. Wasserstand und Abflussmessungen). Untersuchungsgebiet des Projekts sind Teilabschnitte des ungarischen Sajó Flusses, die von intensiver Ufererosion betroffen sind und dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und in Zusammenarbeit mit der Department of Physical Geography and Geoinformatics, Institute of Earth Sciences, Universität Debrecen, Ungarn durchgeführt.