Professur für Limnologie (Gewässerökologie)

Prof.Dr.rer.nat.habil. T.U. Berendonk

Sekretariat
Tel.: +49 351 463-34956
Fax: +49 351 463-37108
limnologie-at-tu-dresden.de

Motivation

Bisher hat sich meine Forschung im Wesentlichen auf evolutionäre und ökologische Prozesse in ökologischen Systemen oder Gemeinschaften fokussiert. Wichtig ist dabei, dass ich immer versuche wichtige Prozesse zu analysieren und entsprechend Organismen und Systeme entsprechend der zu testenden Hypothese auswähle. Aus diesem Grund arbeite ich mit vielen unterschiedlichen Organismen. Zu diesen Organismen gehören unter anderem:  Fische (z.B. Barbe, Barbus, Äsche, Thymallus thymallus); Muscheln (Flusspermuschel,, Margeritifera); Insekten(Büschelmücke, Chaoborus; Mücken, Aedes, Anopheles); Spinnen (Pardosa);  Einzeller wie das Pantoffeltierchens (Paramecium, Coleps) und Bakterien (z.B. Escherichia coli, Pseudomonas fluorescens, Enterobacter areoginosa).

Die Fragestellungen mit denen ich mich bisher beschäftigt habe testen wie anthropogene Einflüsse natürliche Gemeinschaften verändern und wie diese Veränderung die Funktion der Ökosysteme beeinflusst. Insbesondere solche anthropogenen Einflüsse welche auf  evolutionäre und ökologische Prozesse wirken sind für mich von großem Interesse. konkrete Fragen sind z.B. wie verändern anthropogene Treiber die genetische Dynmaik innerhalb einer Art innerhalb z.B. bereits veränderter Lebensgemeinschaften (Novel communities) und wie verändern diese Dynamiken Ökosystem Funktionen.

Einer der wichtigsten anthropogenen Treiber unserer Zeit ist sicher die rapide Klimaveränderung insbesondere die Erhöhung der Temperatur, da diese direkt die Physiologie und Dynamik vieler Ökosysteme beeinflusst. Entsprechend wird in meiner Arbeitsgruppe getestet wir Temperaturerwärmung die genetische Vielfalt z.B. des Pantoffeltierchens beeinflusst und wie dies auf die Interaktion mit symbiotischen Bakterien wirkt bzw. auf die Dynamik des aquatischen Biofilms.

Vor einiger Zeit hat meine Arbeitsgruppe mit einem zusätzlichen Thema begonnen. Hier geht es darum wie anthropogene Faktoren das Überleben und die Verbreitung von antibiotika-resistenten Bakterien bzw. Resistenzgenen beeinflussen. Dieses Thema ist etwas verschieden zu den oben genannten Fragestellungen, da derzeit diskutiert wird inwiefern die Evolution antibiotikaresistenter Bakterien in der (aquatischen) Umwelt zur zunehmenden Anzahl resistenter Bakterien in der menschlichen Gemeinschaft beitragen und so die menschliche Gesellschaft direkt bedrohen.

Schließlich glaube ich fest, dass viele dieser Fragen nur innerhalb eines wissenschaftlichen Teams bearbeitet werden können, am besten sogar ein internationales Team. Aus diesem Grund investiere ich einen signifikanten Anteil meiner Zeit in den Aufbau und der Teilnahme dieser Netzwerke. Zudem versuche ich in meiner Arbeitsgruppe immer einen maßgeblichen Anteil internationaler Doktoranden oder Wissenschaftler zu beschäftigen.

Zu dieser Seite

Angela Schwiebus
Letzte Änderung: 20.07.2016