11.06.2026
Erfolgreicher Abschluss zweier Dissertationen am IAK im Frühjahr 2026
Im Rahmen der Forschungstätigkeit zu Themen der Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft konnten in den vergangenen Wochen zwei weitere Promotionen in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen unserer Professur erfolgreich abgeschlossen werden.
So befasste sich Frau Rui Yue mit der technischen Umsetzung zur Phosphorrückgewinnung unter dem Aspekt der Düngewirksamkeit als Beitrag zur Wiedernutzbarmachung des nicht erneuerbaren Rohstoffes Phosphor durch innovative Verfahren der Klärschlammbehandlung sowie den Möglichkeiten des Einsatzes des phosphorhaltigen Recyclingprodukts zur Unterstützung in der Landwirtschaft. Sie stellt einen wichtigen Beitrag zur Phosphorrückgewinnung dar und liefert praxisrelevante Erkenntnisse für die technische Umsetzung. Diese Arbeit entstand vorrangig am Standort der VKD (Veolia Kärschlammverwertung Deutschland GmbH) in Markranstädt.
Eine weitere Dissertation konnte Anfang Juni 2026 in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut der Vereinten Nationen UNU-FLORES in Dresden durch Frau Luisa Ferolla Spyer Prates erfolgreich abgeschlossen werden.
Diese Dissertation thematisierte die Herausforderung, wie Länder des Globalen Südens einen gerechten und kreislauforientierten Rahmen für das Management ausgedienter Elektrofahrzeugbatterien etablieren können. Frau Ferolla kam zu dem Schluss, dass die Länder des Globalen Südens die Möglichkeit haben, ihre eigenen Recyclinginfrastrukturen strategisch aufzubauen und so zu zentralen Akteuren in der Wertschöpfungskette kritischer Rohstoffe zu werden. Strategien der Kreislaufwirtschaft sollten Zivilgesellschaft, private Akteure und Regierungen zusammenbringen und eine Lastenverlagerung vermeiden und eine gerechte Kreislaufwirtschaft etablieren. Zudem empfiehlt Frau Ferolla, den informellen Sektor in die strategische Planung einzubinden. Nachhaltigkeitstransitionen im Globalen Süden erfordern die Entwicklung eines gemeinsamen Rahmens, der die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, die ganzheitliche Sichtweise des Ressourcen-Nexus und den Gerechtigkeitsansatz des Just Transition miteinander verbindet.
Beide Arbeiten enthalten wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse, auf deren Basis sicher weitere Arbeiten folgen werden.