10.03.2026
Forschung zur Uferfiltration in Indien
Mit einem jährlichen Grundwasserverbrauch von etwa 230 Kubikkilometern, der vor allem für die landwirtschaftliche Bewässerung und die Trinkwassergewinnung genutzt wird, ist Indien das Land mit dem weltweit höchsten Grundwasserverbrauch. Durch verstärkte Uferfiltration könnte diese wertvolle Ressource geschont werden. Dr. Hilmar Börnick, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wasserchemie, stellte auf der internationalen Tagung „4th Roorkee Water Conclave“, die vom 23. bis 25. Februar 2026 am Indian Institute of Technology (IIT) in Roorkee, Indien, stattfand, Ergebnisse von Untersuchungen zum Verhalten von Spurenstoffen bei der Uferfiltration in Indien und anderen Ländern vor. Zudem hielt er einen Vortrag im Rahmen der SPARC-GIANT Special Session on Water Food Nexus and Managed Aquifer Treatment sowie eine Vorlesung im Rahmen des Weiterbildungskurses für Studierende und Doktorand:innen, beides am IIT Roorkee. Darüber hinaus nahm er an einer Fach-Exkursion zu bestehenden bzw. gerade im Bau befindlichen RBF-Brunnen in Haridwar teil. Am Rande dieser Veranstaltungen wurden intensive Diskussionen und Gespräche mit Fachkolleg:innen aus Indien und anderen Ländern geführt, vor allem über die Bedeutung der Uferfiltration zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung mit Fokus auf die Elimination von organischen Spurenstoffen. Die Aktivitäten in Indien trugen dazu bei, die Partnerschaft mit wichtigen indischen Forschungseinrichtungen wie dem IIT Roorkee und dem NHI Roorkee zu vertiefen und weitere gemeinsame Forschungsansätze für die Zukunft zu entwickeln.