Projekt Stadtklima

Stadtklima im Wandel, Modul B (Evaluierung von Stadtklimamodellen)

Kurzfassung der Vorhabenbeschreibung

Das Ziel der Fördermaßnahme „Stadtklima im Wandel“ ist die Entwicklung eines innovativen Stadklimamodells, das in der Lage sein soll, für Städte der Größe von Stuttgart bis Berlin mikroskalige atmosphärische Prozesse Gebäude auflösend, d.h. mit Gitterweiten von 10 m oder feiner, zu simulieren. Damit können fachübergreifende Analysen durchgeführt und Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung des Stadtklimas oder der Luftreinhaltung geplant werden.

In Modul B (Verbundprojekt 3DO) der Fördermaßnahme sollen existierende Beobachtungsdaten aufbereitet und neue Messungen in Berlin, Hamburg und Stuttgart durchgeführt werden. Es sollen sowohl Langzeitbeobachtungen als auch Intensivmesskampagnen durchgeführt werden, um eine Vielzahl dreidimensionaler atmosphärischer Datensätze zu erheben, die nicht nur eine Modellvalidierung ermöglichen, sondern auch direkt für Anwendungen z.B. in der Stadtplanung und der Luftqualitätskontrolle genutzt werden können. Hierzu sollen neue Konzepte und Analysewerkzeuge entwickelt und getestet sowie in eine Integrationsplattform implementiert werden, welche für die gesamte Fördermaßnahme bereitgestellt werden soll.

Teilprojekt 09, TU Dresden: Kumulative Exposition von Fußgängern und Radfahrern in städtischer Umgebung

Projektleiter: Dr. Valeri Goldberg, Projektmitarbeiter: Dr. Ronald Queck

Das Teilprojekt 09 hat zum Ziel, die kumulative aggregierte biometeorologische Exposition von Stadtbewohnern zu bestimmen. Zu diesem Zweck werden mobile Messungen eingesetzt, die die individuelle Exposition sehr gut repräsentieren sowie eine hohe räumliche Abdeckung und Auflösung ermöglichen. Darauf aufbauen soll ein Konzept zur Datenanalyse entwickelt und durch den Einsatz von evaluierten Modellen getestet werden.

Das TP 09 partizipiert am Gesamtvorhaben 3DO mit folgenden Arbeitspaketen

  • Erarbeitung eines qualitätsgesicherten Messkonzepts zur Lieferung repräsentativer Daten Quantifizierung der biometeorologischen Exposition auf typischen Fußgänger- und Fahrradrouten während der Intensivmessphasen
  • Entwicklung von Methoden zur Datenanalyse und Ableitung von Maßzahlen zur kumulativen bioklimatischen Belastung von Stadtbewohnern
  • Numerische Stadtklimasimulation zur Verifikation des Messkonzepts und der Methoden zur Datenanalyse
  • Bereitstellung von Daten und Konzepten zur Bestimmung der individuellen Exposition für die Integrationsplattform, zur Modellvalidierung und Praxisanwendung

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Uwe Eichelmann
Letzte Änderung: 06.10.2016