15.10.2026
TU Dresden und IDSK vertiefen Zusammenarbeit im öffentlichen Verkehr
Regionalbusse im Netz des Prager integrierten Verkehrs. © IDSK
Der Verkehrsverbund Mittelböhmen (IDSK) und die Technische Universität Dresden bauen ihre Zusammenarbeit im öffentlichen Verkehr aus. Grundlage ist ein vierjähriger Rahmenvertrag, in dessen Rahmen die Professur für Öffentlichen Verkehr fachliche Analysen und Entscheidungsgrundlagen erarbeitet.
Die Fachleute der TU Dresden beraten unter anderem zur Gestaltung von Liniennetzen, zur Bevorrechtigung des öffentlichen Verkehrs, zu alternativen Antriebstechnologien und zur Infrastrukturplanung. Der maximale Auftragswert beträgt 2,99 Millionen tschechische Kronen ohne Mehrwertsteuer.
Die ersten konkreten Arbeiten laufen bereits: Die TU Dresden entwickelt ein Konzept für Maßnahmen zur Busbevorrechtigung auf der Verbindung Prag–Kutná Hora. Außerdem werden geeignete Antriebstechnologien für die dort eingesetzten Busse verglichen. Die Untersuchung unterstützt den geplanten schrittweisen Übergang des regionalen Busverkehrs zu einem emissionsfreien Betrieb.
Mit der Zusammenarbeit möchte IDSK für ausgewählte Verkehrsprojekte auch eine internationale Perspektive einbeziehen. Die TU Dresden verbindet dabei ihre fachliche Erfahrung mit Kenntnissen des tschechischen Verkehrsumfelds.
Die Kooperation knüpft an eine Studie aus dem Jahr 2023 zur Bahnstrecke Prag–Vrané nad Vltavou–Dobříš an. Darin untersuchte die TU Dresden mögliche Änderungen an Infrastruktur und Betriebskonzept, einschließlich einer Variante mit Tram-Trains.
Perspektivisch sollen auch Studierende im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten konkrete Fragestellungen bearbeiten. Die einzelnen Themen und ihr Umfang werden schrittweise festgelegt.
Weitere Informationen: Originalbeitrag bei Zdopravy.cz (tschechisch)