Erhebung Elektromobilität Langstrecke

Studie: Elektromobilität Funktioniert?! Alltagstauglichkeit für die Langstrecke

Ziel war es, umfängliche Erfahrungen in der Nutzung von Elektrofahrzeugen zu eruieren. Nur diese ermöglichen Rückschlüsse auf Einstellungen, Nutzungsverhalten und Problemfeldern, aus denen Lösungsansätze abgeleitet werden können. Daher wurden Teilnehmer adressiert, bei denen durch Kauf/Nutzung eines privaten oder dienstlich genutzten Elektroautos umfassende Erfahrungen vorhanden sind. Um eine größere Gruppe zu adressieren und Vergleiche zu ermöglichen, wurde der Fragebogen in Deutsch und Englisch bereitgestellt. 685 Probanden haben Fragen beantwortet, wobei die Quote der vollständig ausgefüllten Fragebögen (n=541) bei fast 80% lag.

Folgende Thematiken enthält die Befragung:

  • Erfahrungen in der Nutzung von Elektrofahrzeugen
  • Entscheidungsparameter bei Anschaffung und zukünftigem Neukauf
  • Zugänglichkeit, Nutzungsverhalten und Erfahrungen von/mit Ladeinfrastruktur
  • Fahr- und Nutzungsverhalten
  • Erfahrungen bei der Bewältigung von Langstrecken mit Elektrofahrzeugen
  • Meinungsbild und Entwicklungsmöglichkeiten

Die automobile Elektromobilität hat hinsichtlich der Fahrzeugverfügbarkeit und spezifischen Infrastruktur in den letzten 3 Jahren eine positive Entwicklung erfahren. Dennoch existieren weiterhin erhebliche Defizite, welche eine relevante Marktdurchdringung verhindern.

Das häufig genannte Argument des geringen Langstreckenvermögens aufgrund begrenzter Speicherkapazitäten und Ladeinfrastrukturausstattung steht stellvertretend für die angeprangerte mangelnde Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen. Wir sind der Überzeugung, dass die Langstreckentauglichkeit durch ein Zusammenspiel von Fahrzeug, Infrastruktur und Informationsbereitstellung gelöst werden kann, ebenso wie der Großteil aller weiteren Herausforderungen. Jenseits von heute problemlos umsetzbaren Nutzungsszenarien wird die Reichweite in der öffentlichen Wahrnehmung am häufigsten thematisiert und ist, wie erwähnt, für fast alle Fragestellungen zur Elektromobilität exemplarisch. Da das Thema der Elektromobilität auf langen Strecken bisher wenig verfolgt wurde, bildete es den Ausgangspunkt, um eine Befragung zu initiieren. Im Rahmen unserer Studie wurden über 600 Fahrer von Elektrofahrzeugen aller Klassen befragt.

„Für einen Erfolg der Elektromobilität müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, fordert die Bundesregierung. Wie ist es um diese Forderung bestellt, wenn ein Autohersteller mit eigener Infrastruktur und langstreckentauglichen Fahrzeugen sehr schnell erhebliche Erfolge verzeichnet? Wie bewerten Besitzer von Elektrofahrzeugen die bestehenden Möglichkeiten und welche Punkte können aus der Praxis abgeleitet werden? Was sind die Aspekte, die zum Kauf von Elektrofahrzeugen geführt haben? Ziel dieser Studie ist es, diese Fragen zu beantworten und dabei Potenziale sowie Defizite als auch Chancen und Risiken herauszuarbeiten. Diese Studie zeigt, dass ein leistungsfähiges Ökosystem aus Fahrzeugmodellen, Infrastrukturen und Informationsplattformen sowie entsprechende staatliche Rahmenbedingungen vergleichsweise schnell zu einer signifikant höheren Verbreitung führen können. Es wird die oft diskutierte Brücke zwischen langstreckentauglicher Ladeinfrastruktur und Fahrzeugreichweite geschlagen. Um eine Einordnung vornehmen zu können wird das internationale Marktumfeld zum Vergleich herangezogen. Es werden Lücken zwischen den Nutzeranforderungen und den am Markt verfügbaren Produkten und Dienstleistungen aufgezeigt und Lösungsansätze abgeleitet.

Bezüglich der aktuellen Diskussion um eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge haben wir eine Pressemeldung herausgegeben die auch auf unsere Studie referenziert. Die kurze Pressemeldung haben wir etwas erweitert. Dies basiert auf Erfahrungen aus verschiedenen Forschungsmodellen und unserer laufenden Marktbetrachtung. Wir sehen Argumente für eine kurzfristige und zielgerichtete Kaufprämie um etwas Dynamik und erste relevantere Stückzahlen zu erhalten. Die Pressemeldung mit der Untersetzung finden Sie hier.  

Hier finden Sie die Studie in verschiedenen Versionen:

1. einseitige Version

2. zweiseitige Version (ideal für Bildschirmansicht)

Wenn Sie Druckexemplare bestellen möchten klicken Sie bitte hier.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an René Pessier und Armin Raupbach.

Tel.: 0351/46336787

E-Mail: anfrage@elektromobilitaet-analyse.de

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Robert Werner
Last modified: Aug 08, 2016