30.04.2026
Lars Hornuf präsentiert aktuelle Forschung in Oxford
Am 28. April 2026 hat Prof. Lars Hornuf seine Forschung zu öffentlicher Unterstützung für Raumfahrtfinanzierung im Kontext geopolitischer Konkurrenz an der University of Oxford vorgestellt. Der Vortrag mit dem Titel Space Funding and Geopolitical Competition: How Information Shapes Public Support fand am St Antony’s College im Rahmen der Oxford School of Global and Area Studies statt und wurde von Prof. Michael Rochlitz gehostet.
Das Papier, gemeinsam verfasst mit Daniel Vrankar, untersucht, wie Informationen über Raumfahrtbudgets, geopolitische Rivalen und private Unternehmen die öffentliche Unterstützung für Raumfahrtfinanzierung beeinflussen. Ein besonderer Fokus liegt auf geopolitisch vergleichender Rhetorik, also politischen Argumenten, die höhere Raumfahrtausgaben mit Verweis auf rivalisierende Staaten rechtfertigen. Die Studie zeigt, dass diese Rhetorik kontraproduktiv wirken kann: Werden Bürger mit den höheren Raumfahrtbudgets geopolitischer Rivalen konfrontiert, sinkt ihre Unterstützung für eine Erhöhung des eigenen nationalen Raumfahrtbudgets. Zudem zeigt das Papier, dass Bürger insgesamt kaum zwischen öffentlichen Raumfahrtagenturen und privaten Unternehmen unterscheiden. Eine wichtige Ausnahme bilden jedoch die USA, wo die Unterstützung deutlich geringer ausfällt, wenn öffentliche Mittel an private Raumfahrtunternehmen statt an die NASA fließen.
Das Papier wurde zuvor bereits in der gemeinsamen Seminarreihe der Harvard Business School und des European Space Policy Institute "Space Economics" vorgestellt. Das Papier ist auf der Website der Seminarreihe herunterladbar.