22.05.2026
Final Pitch Day im LifeTechLab: Fünf Teams, fünf Pitches und viel Rückenwind
Ein starkes Finale mit starken Teams: Nach Pitches, Feedback und vielen neuen Impulsen ging der Final Pitch Day gemeinsam zu Ende.
Wie werden aus wissenschaftlichen Erkenntnissen tragfähige Gründungsvorhaben? Antworten darauf gab der Final Pitch Day des LifeTechLab am 8. Mai im ZEISS Innovation Hub Dresden. Vor Startup-Expert:innen und erfahrenen Gründer:innen präsentierten fünf interdisziplinäre Teams, wie sich ihre Geschäftsideen in den vergangenen drei Monaten weiterentwickelt haben.
Drei Monate Gründungsentwicklung im LifeTechLab
Das LifeTechLab begleitet Wissenschaftler:innen aus den Life Sciences und der Medizin dabei, ihre Forschungsergebnisse in ein Geschäftsmodell zu überführen. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welches Problem wird gelöst? Wer sind die potenziellen Anwender:innen? Und wie kann aus einer innovativen Idee ein nachhaltiges Geschäftsmodell entstehen?
Souverän gepitcht. Die Teams geben alles, um die Jury von ihrem Pitch zu überzeugen!
Beim Final Pitch Day stellten die Teams ihre Ergebnisse erstmals einem erfahrenen Expert:innenkreis vor. Mit dabei waren Gründungsvorhaben aus ganz unterschiedlichen Technologiefeldern: Abacus Mind mit analogen Tools für digitale Grenzen und bildschirmfreie Routinen, ArrAI mit KI-gestützter Wirkstoffentwicklung, CARBOSOL mit einem Verfahren zur dauerhaften Umwandlung von CO₂ in festen Kohlenstoff, Freed mit einem Atemtrainer nach dem Prinzip der progressiven Muskelentspannung sowie MiSAT mit Technologien zur Bewertung mikrochirurgischer Fähigkeiten. Die Projekte zeigten die große thematische Bandbreite der Life-Science- und Medizinforschung in Dresden.
Pitches, Feedback und neue Perspektiven
Nach der Begrüßung durch LifeTechLab-Organisatorin Iris Steinebrunner präsentierten die Teams ihre Pitches. Im Anschluss erhielten sie in moderierten Feedbackrunden Rückmeldungen aus verschiedenen Perspektiven: Alle acht Minuten wechselten die Expert:innen zwischen den Teams, sodass jedes Gründungsvorhaben wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung seiner Idee sammeln konnte.
Gerade dieser geschützte Rahmen macht das Format besonders wertvoll. „Ein Ziel des LifeTechLab ist es, dass sich die Teams sicher fühlen und einfach mal etwas auszuprobieren können“, erklärt Iris Steiebrunner. Einige nutzten diese Möglichkeit, um neue Einstiege zu testen und ihre Pitches weiter zu schärfen.
Die Teilnehmenden bekommen ein persönliches, fundiertes Feedback zu ihren Präsentationen.
Auch dieses Mal konnten die Teams auf die Expertise von fünf erfahrenen Feedbackgebenden zurückgreifen. Mit dabei waren Dr. Anne-Kristin Heninger, Co-Founderin von Seamless Therapeutics, Dr. Eva-Maria Stegemann, Gründerin und Startup Coach, Dr. Tilman von Strauwitz, Innovation Scout beim ZEISS Innovation Hub Dresden, Bertram König, Geschäftsführer der Sonovum GmbH und Business Angel, sowie Stephanie Randel, Startup-Managerin beim Zukunftscluster SEMECO.
Das individuelle Feedback half den Teilnehmenden dabei, ihre Geschäftsmodelle weiter zu schärfen und die nächsten Schritte auf dem Weg zur Ausgründung vorzubereiten. Denn mit dem Final Pitch Day endet zwar das Programm, für die Teams geht die Arbeit an ihren Gründungsvorhaben jedoch weiter.
Dazulernen – und weitermachen
Natasha Hrycan von MiSAT nimmt aus dem Tag „sehr konstruktives Feedback und einen klareren Fahrplan“ mit, „wie wir weitermachen und unsere Innovation in die reale Welt bringen können“.
Für Addin Zaid von CARBOSOL liegt ein wichtiger Lerneffekt der vergangenen Monate darin, Wissenschaft und Markt stärker zusammenzubringen: „Das LifeTechLab hat uns vor allem ein stärkeres Bewusstsein für die Business-Seite gegeben. Es hat uns geholfen, einen Kompromiss zwischen unseren wissenschaftlichen Idealen und dem Weg in den Markt zu finden. Gleichzeitig haben wir gelernt, unsere Idee auch sprachlich in einem Business-Kontext zu erklären, und nicht nur rein wissenschaftlich.“
Mit der eigenen Idee ins LifeTechLab
Wer selbst an einer Gründungsidee aus den Life Sciences oder der Medizin arbeitet, kann sich bereits für die nächste Runde des LifeTechLab bewerben. Die Bewerbung läuft noch bis Ende August, Programmstart ist im September. Das kostenfreie Programm unterstützt Forschende dabei, ihre Ideen weiterzuentwickeln, Geschäftsmodelle zu schärfen und erste Schritte in Richtung Ausgründung zu gehen.
Weitere Informationen zum LifeTechLab: https://www.dresden-exists.de/lifetechlab