15.04.2026
Interview mit Jule Strecker
Im Wintersemester 2025/26 absolvierte Jule Strecker ein Praktikum an der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG). In diesem Interview verrät sie, was sie besonders an Geschichte interessiert, welche Erfahrungen sie im Praktikum gemacht hat und was ihr am besten gefallen hat. Das Interview führte Laura-Marie Lang.
Stell dich kurz vor.
Mein Name ist Jule Strecker, ich bin 22 Jahre alt und studiere seit diesem Semester im Bachelorstudiengang „Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften“ mit den Hauptfächern Geschichte und Germanistik. Während des Wintersemesters 25/26 absolviere ich ein 240-stündiges Praktikum an der FOVOG im Rahmen meines Studiums.
Was interessiert dich besonders an Geschichte und hast du eine Lieblingsepoche?
Mich interessieren vor allem die epochenübergreifende Geschichte von Frauen und alles, was aufgrund fehlender Quellen nicht richtig geklärt werden kann. Als Kind war ich sehr vom Alten Ägypten und der Antike fasziniert. Heute gilt mein Interesse vor allem der Zeit des Nationalsozialismus und dem Mittelalter.
Warum hast du dich entschieden, dein Praktikum bei uns an der FOVOG zu machen?
Im Sommer 2025 habe ich einen Lektürekurs bei Herrn Breitenstein belegt und bin so zum ersten Mal mit den Themen „Ordensgeschichte” und „Mystik” in Berührung gekommen. Da ich im Rahmen meines Studiums ohnehin ein Praktikum absolvieren musste und an der FOVOG zu diesem Zeitpunkt keine SHK-Stellen zu besetzen waren, bot sich mir so die Gelegenheit, die FOVOG kennenzulernen.
Was sind deine Erwartungen an das Praktikum und wurden diese erfüllt?
Ehrlich gesagt hatte ich keine großen Erwartungen. Mir waren vor allem eine positive Atmosphäre und freundliche Kolleg*innen wichtig. Diese Erwartungen wurden definitiv erfüllt.
Was waren deine Aufgaben während des Praktikums?
Den Großteil meines Praktikums habe ich damit verbracht, Aufsätze in Ordnern zu überprüfen, einzuscannen und zu inventarisieren. Darüber hinaus habe ich sonstige Aufgaben erledigt, die für die SHKs angefallen sind. Seit November habe ich gezielt Aufgaben im Projekt „Sankt Marien zu Helfta. Ein Kloster in den Netzwerken seiner Zeit (13. bis 16. Jahrhundert)” übernommen.
Was war ein Highlight deines Praktikums?
Ein besonderes Highlight meines Praktikums war das Jubiläum der FOVOG, das am 27. und 28.11.2025 stattfand. Ich durfte zum ersten Mal die Atmosphäre einer Tagung erleben und half den anderen SHKs dabei, dass alles reibungslos ablief.
Hat dir das Praktikum bei deiner beruflichen Orientierung weitergeholfen?
Definitiv, denn ich habe einen umfassenden Einblick in die Forschung erhalten und konnte mich auch noch einmal intensiver mit der Mediävistik auseinandersetzen.
Wie würdest du dein Praktikum bei uns in drei Worten beschreiben?
interessant, bereichernd, positiv