30.03.2026
Interview mit Julia Landgraf
Im März 2026 absolvierte eine Studentin der TU Chemnitz ein Praktikum an der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG). In diesem Interview verrät sie, was sie besonders an Geschichte interessiert, welche Erfahrungen sie im Praktikum gemacht und was ihr am besten gefallen hat. Das Interview führte Laura-Marie Lang.
Stell dich kurz vor.
Mein Name ist Julia Landgraf, ich bin 22 Jahre alt und studiere Europäische Geschichte (B.A.) an der Technischen Universität Chemnitz. Im Rahmen meines Studiums absolviere ich derzeit ein einmonatiges Praktikum bei der FOVOG.
Was interessiert dich besonders an Geschichte und hast du eine Lieblingsepoche?
Mir gefällt an Geschichte besonders die weitreichende Vernetzung von Ereignissen und deren Auswirkungen. Faszinierend finde ich neben der Mediävistik allgemein den Deutsche Orden und sein Wirken im Baltikum, aber auch die Hochkultur des Alten Ägypten interessiert mich.
Warum hast du dich entschieden, dein Praktikum bei uns an der FOVOG zu machen?
Ich wollte bei meinem Praktikum im Bereich der Mediävistik bleiben und den Tätigkeitsbereich in der Forschung näher kennenlernen. Da war die FOVOG eine naheliegende Anlaufstelle.
Was sind deine Erwartungen an das Praktikum und wurden diese erfüllt?
Meine Erwartungshaltung war zunächst offen, und ich war neugierig auf das, was mich erwarten würde. Als ich erfuhr, dass der Tätigkeitsbereich dem meiner bisherigen Hilfskrafttätigkeit ähnelt, gewann ich einen klaren Orientierungspunkt; die dadurch geweckten Vorstellungen wurden vollends erfüllt. Überdies freute ich mich sehr darüber, dass das Aufgabenspektrum sogar deutlich vielfältiger war, als ich es von einer Hilfskrafttätigkeit angenommen hätte.
Was waren deine Aufgaben während des Praktikums?
Ich habe in der FOVOG-Bibliothek Bücher inventarisiert, Literatur recherchiert, Texte korrigiert, Datenbanken durchsucht und durfte auch bei der Erstellung von Beiträgen für den Instagram-Kanal der FOVOG mitwirken.
Was war ein Highlight deines Praktikums?
Das Highlight meines Praktikums war es, die zum Teil sehr skurrilen Erzählungen des Caesarius von Heisterbach und das „Exordium Magnum Cisterciense“ zu durchsuchen.
Hat dir das Praktikum bei deiner beruflichen Orientierung weitergeholfen?
Es hat mich darin bestätigt, dass ich mich in der Mediävistik heimisch fühle und Quellenarbeit neben den anderen Aufgaben des Historikers für mich eine Tätigkeit ist, die ich in meiner zukünftigen beruflichen Beschäftigung nur zu gern weiterführen würde.
Wie würdest du dein Praktikum bei uns in drei Worten beschreiben?
interessant, informativ, inspirierend