28.05.2018

Filmreihe Voices of Change

Filmreihe Voices of Change © Frauenstadtarchiv Dresden Filmreihe Voices of Change © Frauenstadtarchiv Dresden
Filmreihe Voices of Change

© Frauenstadtarchiv Dresden

Eine Filmreihe zur politischen Teilhabe von Frauen* - Aus historischem und aktuellem Anlass

»Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist!« so Marie Juchacz, die als gewählte Politikerin eine Rede in der Nationalversammlung über das gerade umgesetzte Frauen* wahlrecht hielt. Dieses wurde vor 100 Jahren deutschlandweit bzw. in der damaligen Weimarer Republik eingeführt. Es gestand erstmals Frauen* das Recht
zu, ihre politische Vertretung zu wählen bzw. sich selbst zur Wahl zu stellen . Dem vorrausgehend hatte sich eine Minderheit von Menschen für einen Grundpfeiler der Demokratie eingesetzt: gleiches Wahlrecht für alle Staatsbürger*innen. Ein Jahr später war die Wahlbeteiligung der Frauen* so groß wie bis heute nicht mehr. Das Thema politische Partizipation von Frauen* hat aber auch einen aktuellen Bezug : 2019 finden in Sachsen Landtagswahlen statt. Die Filmreihe widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven den Themen: politische Teilhabe und Handlungsspielräume von Frauen* weltweit.

Eine Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsbeauftragten der Landehauptstadt Dresden gemeinsam mit: Frauenstadtarchiv Dresden, Landesfrauenrat Sachsen e. V., *sowieso* Frauen für Frauen e. V., Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden.

Die einzelnen Termine


Sa. 14.04.18 l 19:00 bis 01:00 Uhr
Auftakt zur Filmreihe VOICES OF CHANGE

FILM »Suffragette« (GB, 2015, Sarah Gavron) Die 1903 in Großbritannien gegründete „Women's Social and Political Union" war eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau. Die sog. ,,Suffragetten" waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen. Es waren vor allem Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren - ihre Arbeit, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben.

PERFORMANCES
Sag nichts. Sie.Bestimmt.lm Bett mit John Klein.
Sag nichts! Intervention von Constanze Böckmann
Im Bett mit John Klein I Dialogperformance von John Klein
Bestimmt I Audiowalk von Maren Jung
Soundperformance I Live Set von Shannon Soundquist
DJ*Set I L_sa (ProZecco) // Electro Pop, female Vocals
Twizted Liz (ProZecco) // basz n' rhythmz

Ort: Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8, 01097 Dresden
Eintritt: 10,- € / erm. 7,- €

Mi. 30.05.18 l 19:00 Uhr
»Pride« (GB, 2014, Matthew Warchus)

Im von Margaret Thatcher regierten Großbritannien bildet sich im Sommer des Jahres 1984 die ungewöhnliche Allianz zweier Gruppen: Eine Schwulen- und Lesbengruppe aus London beschließt bei der Gay Pride Demo 1984, unter dem Namen »Lesben und Schwule für die Bergarbeiter« Spenden für die Familien streikender Bergleute zu sammeln. Nach anfänglichen Absagen aufgrund von Vorurteilen seitens der Gewerkschaft sucht die Gruppe auf eigene Faust einen Ort, den sie unterstützen kann . Das kleine walisische Bergarbeiterdorf Onllwyn lässt sich auf ein Treffen ein. Die ungewöhnliche Konstellation sorgt für Irritationen auf beiden Seiten ... Eine Feel-Good Komödie nach einer außergewöhnlichen wahren Begebenheit.
Filmeinführung durch: Jana Günther »Solidarität kennt keine Grenzen«, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Soziologie der TU Dresden

Ort: Theater Wanne im Stadtteilhaus - Dresden Äußere
Neustadt, Prießnitzstr. 18, 01099 Dresden
Eintritt: 7,- € / erm. 5,- €
Eine Veranstaltung im Rahmen des CSO Dresden 2018

Mi. 15.08.18 l 20:45 Uhr
»Die göttliche Ordnung« (CHE, 2017, Petra Biondina Volpe)

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Ort im Appenzell
lebt. Die Dorf- und Familienordnung gerät gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die
anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

Ein Filmabend mit Gespräch und Aktion, Infos zur Veranstaltung
auf: www.frauenstadtarchiv.de
Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden
Eintritt: 7,- € / erm. 5,- €

Mi. 19.09.18 l 19:00 Uhr
»Rosa Luxemburg« (CZE/D, 1986, Margarethe von Trotta)

Der Film erzählt die bewegte Lebensgeschichte der Sozialistin Rosa Luxemburg, die 1919 von rechten Freicorps-Offizieren ermordet wurde. Spiel- & Dokumentarszenen mischend versucht er, sowohl die politische als auch die private Seite der legendären Streiterin der Arbeiterbewegung und Kriegsgegnerin anschaulich zu machen. Glänzend gespielt und sorgfältig recherchiert entfaltet er die Biografie einer Politikerin und Intellektuellen, die auch für die Linke der Siebziger und Achtziger noch so etwas wie eine Ikone war: die Repräsentantin eines„Sozialismus mit menschlichem Antlitz".

Gesprächsmoderation zum Film: Karin Luttmann, Bildungsreferentin
des Genderkompetenzzentrums Sachsen
Ort: Gedenkstätte, Bautzner Str. 112A, 01099 Dresden
Eintritt: 7,- € / erm. 5,- €

Mi. 17.10.18 l 19:00 Uhr
»Forbidden Voices« (CHE, 2012, Barbara Miller)

Ihre Stimmen werden unterdrückt, verboten und zensiert. Doch Yoani Sanchez, Zeng Jinyan und Farnaz Seifi lassen sich von ihren diktatorischen Regimen nicht einschüchtern. Die furchtlosen Frauen in diesem Dokumentarfilm repräsentieren eine neue, vernetzte Generation moderner Widerstandskämpferinnen. In Kuba, Iran und China bringen sie mit ihren Blogs das staatliche Informationsmonopol ins Wanken und riskieren dabei ihr Leben. Im Anschluss Filmgespräch!
Informationen zur Veranstaltung auf: www.frauenstadtarchiv.de

Ort: Zentralwerke. V., Riesaer Str. 32, 01127 Dresden
Eintritt: 7,- € / erm. 5,- €

Mo. 12.11.18 I im Rahmen des Move-it! Filmfestivals
»Casablanca Calling« (USA, 2014, Rosa Rogers)

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer stillen sozialen Revolution in Marokko. In einem Land, wo mehr als 60 Prozent der Frauen niemals eine Schule besucht haben, begann eine neue Generation ganz offiziell ihre Arbeit als muslimische Führerinnen. Informationen zur Veranstaltung ab Oktober auf: www.moveit-festival.de

Fr. 21.12.18 l 19:00 Uhr
»Loud'n'Proud« Kurzfilmabend I www.frauen-ev-sowieso.de

Weitere Informationen

Flyer zur Veranstaltungsreihe
Facebook-Event zur Veranstaltungsreihe

Zu dieser Seite

Letzte Änderung: 28.05.2018