27.09.2018

Tagung 'Das marginalisierte Frühwerk von Emmanuel Lévinas "Le Temps et l’autre" als Lesebrille'­

Mitarbeiter des IKTH bei Tagung © Sebastian Lange Mitarbeiter des IKTH bei Tagung © Sebastian Lange
Mitarbeiter des IKTH bei Tagung

© Sebastian Lange

Vom 15.11. – 17.11. 2018 fand unter der Leitung von Dr.’in Janine Redemann (Lehrstuhlvertretung f. Systematische Theologie im SoSe 2018) und Inga Maria Schütte (M.A.) die Tagung „Das marginalisierte Frühwerk von Emmanuel Lévinas ‚Le Temps et l’autre‘ als Lesebrille“ in den Räumlichkeiten des APB statt.

Die eingeladenen Rednerinnen und Redner, die sowohl an der TU Dresden als auch an anderen Universitäten in Deutschland und im europäischen Ausland arbeiten, interpretierten Lévinas und sein Frühwerk „Le Temps et l‘autre“ auf unterschiedliche, interdisziplinäre Weise, wodurch ein erweitertes Verständnis dieses Textes und des Gesamtwerkes Lévinas‘ geschaffen werden konnte. So wurde Lévinas sowohl vor den Hintergrund seiner jüdischen Herkunft und seinen Erfahrungen als Soldat im 2. Weltkrieg gelesen, als auch vor dem Hintergrund seiner philosophischen Lehrer Edmund Husserl und Martin Heidegger sowie Immanuel Kant. Des Weiteren wurde im interdisziplinären Zugriff der Rekurs auf Shakespeare oder Marcel Proust untersucht, den Lévinas selbst als seinen literarischen Einfluss nennt. Lévinas und sein Frühwerk wurden so in jedem Vortrag durch eine je neue ‚Lesebrille‘ interpretiert und damit eine interdisziplinäre Zusammenschau geschaffen, wie sie bislang in der Forschung noch nicht vorliegt. Nicht nur die Vielschichtigkeit von „Le Temps et l’autre“ wurde auf eine neue Weise deutlich, sondern auch Aspekte, die Lévinas in seinem Hauptwerk besonders stark ausbaut, wie etwa der Begriff der Spur oder die ethische Beziehung zum Anderen, konnten im Frühwerk bereits nachgewiesen werden.

Ein Dank geht an die freundlichen Unterstützer, an das Bistum Dresden-Meißen, die Deutsche Gesellschaft für französischsprachige Philosophie (DGFP) und die Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden (GFF) für die finanzielle Förderung sowie an das Institut für Katholische Theologie der TU Dresden für die umfassende und vielschichtige Unterstützung.

I.M. Schütte und Dr.‘in J. Redemann

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Martin Josef Funke
Letzte Änderung: 03.12.2018