Forschung und Transfer
Forschungs- und Transferaktivitäten im Bereich des Gesundheits- und Sozialrechts bilden einen zentralen Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit von Erik Hahn. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen das breite Feld des Gesundheitsrechts – einschließlich des Medizinrechts, des Rechts der psychischen Gesundheit, des Rechts der Gesundheitsförderung und Prävention sowie des Betreuungsrechts – mit besonderem Fokus auf die Digitalisierung von Gesundheits- und Sozialleistungen sowie das zugehörige Datenschutzrecht. Zum anderen befasst er sich im Bereich des Sozialrechts vor allem mit gesundheitsbezogenen Leistungen, dem Sozialversicherungsrecht, dem Existenzsicherungsrecht, der europäischen Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie dem Sozialverwaltungsrecht. Einen weiteren Forschungsbereich bilden die rechtlichen Rahmenbedingungen für soziale Dienste und Berufe und generell die besondere Rechtsstellung vulnerabler Gruppen. In allen genannten Feldern erfolgt eine weitestmögliche Berücksichtigung nationaler, europäischer, internationaler und rechtsvergleichender Perspektiven.
Über die theoretische Analyse hinaus zeichnet sich seine Arbeit durch eine starke anwendungsorientierte Dimension aus. Er berät Ministerien, Berufsverbände und Forschungseinrichtungen, wirkt an der nationalen und europäischen Politikgestaltung mit und beteiligt sich an interdisziplinären Projekten zu den Themen Resilienz, öffentliche Gesundheit und ethische Steuerung der Pflege.
Die im Folgenden vorgestellten ausgewählten Projekte umfassen Rechtsgutachten, drittmittelfinanzierte Forschung, internationale Kooperationen sowie langfristige Expertenfunktionen in der Ethikaufsicht und der Regulierungsentwicklung.
Gesundes Aufwachsen
Rechtsgutachten zum Thema „Gesundheitsförderung als Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe und die rechtliche Verankerung der Zusammenarbeit mit anderen Leistungsträgern“ • AGJ-Projekt „Themenbotschafter*in Gesundes Aufwachsen“ • 2024–2025
Stabile Sozialversicherungssysteme
Stabilisierung der Sozialversicherungssysteme – Rechtsgutachten zur Reform der Beitragsgrundsätze und der gesetzlichen Versicherungsgemeinschaft • Zusammenarbeit mit dem ifo Dresden, Finanzierung durch ein Landesministerium • 2023
Ethik im Bereich Demenz
COST-Aktion 21137 „Ethics in Dementia (EDEM)“ – EU-finanziertes europäisches Forschungsnetzwerk zu Ethik, Würde, Autonomie und Lebensqualität in der Demenzversorgung • Mitglied des Lenkungsausschusses (ernannt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) • seit 2023
Neues Sächsisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz
Rechtsgutachten zur Novellierung des sächsischen Gesetzes über psychische Gesundheit • Beratung für das Sächsische Landesministerium für Soziales und sozialen Zusammenhalt • 2023
Infrastrukturen der ambulanten Versorgung
Rechtsgutachten zur Stärkung der Resilienz von Infrastrukturen der ambulanten Versorgung und der Sicherheit pflegebedürftiger Menschen bei alltäglichen Störungen und Krisen • gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung • 2022
Regelung der Fernbehandlung
Rechtsvergleichende Analyse der Telemedizin-Regelungen während der COVID-19-Pandemie in Deutschland und den baltischen Staaten (Hochschule Zittau/Görlitz, Rīga Stradiņš University & Mykolas Romeris University) • gefördert durch das Baltisch-Deutsche Hochschulbüro (Deutscher Akademischer Austauschdienst) • 2022
Ethikkommission
Mitglied der Ethikkommission der Sächsischen Landesärztekammer – Begutachtung klinischer Studien gemäß der Verordnung (EU) Nr. 536/2014 (Arzneimittel), der Verordnung (EU) Nr. 2017/745 (Medizinprodukte) und der Sächsischen Berufsordnung für Ärzte • Berufsrechtliche Beratung für Ärzte, die an Forschungsvorhaben beteiligt sind, die die körperliche oder psychische Integrität betreffen oder mit menschlichem biologischem Material oder personenbezogenen Daten arbeiten • seit 2019