Mar 13, 2026
Dresdner Forum für International Politik 2026: „Kooperation oder Konfrontation? Internationale Zusammenarbeit vs. my country first“
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Zentrums für Internationale Studien (ZIS) der TU Dresden, der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:), der Stiftung Frieden der Frauenkirche Dresden, UNU-Flores (United Nations University) und der Sächsischen Staatskanzlei.
Das Völkerrecht und die internationale Kooperation stehen zunehmend unter
Beschuss. Immer mehr Staaten verfolgen nationale Interessen, frei nach dem
Motto „my country first“. Der weltweite Aufstieg populistischer Parteien und
autoritärer Regierungsstile verstärkt diesen Trend - mit Folgen für die internationale
Staatengemeinschaft: Die gemeinsame Bearbeitung globaler Herausforderungen
gerät ins Stocken, internationale Konflikte nehmen zu. Gleichzeitig gewinnt ein neuer
Wirtschaftsprotektionismus an Bedeutung, was sich unter anderem in der aktuellen
Zollpolitik der USA zeigt. Dies gefährdet die über viele Jahrzehnte aufgebauten
Vorteile des internationalen Freihandels. Gleichzeitig bieten Staaten wie China, Indien
oder Russland neue wirtschaftliche Optionen für Länder des Globalen Südens und
verschieben damit geopolitische und wirtschaftliche Kräfteverhältnisse.
Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten von nationalem Eigeninteresse
und Protektionismus sind weltweit spürbar. Aber gerade für Deutschland
als exportorientiertes Land sind die Auswirkungen gravierend. Langjährige
Partnerschaften bieten nicht mehr die gewohnte Verlässlichkeit, was eine
Neuausrichtung der nationalen Sicherheits- und Wirtschaftsstrategien erfordert.
Dies gilt insbesondere auch für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft,
wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Mikroelektronik. Ihr Erfolg
steht und fällt mit einer intensiven internationalen Vernetzung und dem Export
in unterschiedliche Weltregionen. Planungssicherheit und Vertrauen in politische
Entscheidungen sind dabei von zentraler Bedeutung.
Beim Dresdner Forum für Internationale Politik 2026 diskutieren wir mit
hochrangigen Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, wie
sich Deutschland und Sachsen in diesem anspruchsvollen Spannungsfeld zwischen
Kooperation und Konfrontation positionieren können und sollten. Was können
zukünftige Grundlagen für Partnerschaften mit anderen Ländern und Weltregionen
sein? Wer sind mögliche Partner für Deutschland und für Sachsen? Und wie können
Deutschland und Sachsen auf regelbasierten internationalen Freihandel setzen und
zugleich wirtschaftliche und politische Abhängigkeiten reduzieren?
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PROGRAMM
19:15 Uhr - Musikalische Eröffnung
19:20 Uhr - Begrüßung
- Pfarrer Markus Engelhardt
Stiftung Frauenkirche Dresden - Oliver Krauß MdL
Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
19.30 Uhr - Podiumsgespräch
- Olaf Scholz MdB
Ehemaliger Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland - Michael Kretschmer
Ministerpräsident des Freistaates Sachsen - Prof. Dr. Heike Krieger
Universitätsprofessorin für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Freien Universität Berlin; Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Internationales Recht - Moderation: Alexandra Gerlach
Publizistin, Journalistin und Moderatorin
21:10 Uhr - Musikalische Verabschiedung
21:15 Uhr - Ende der Veranstaltung
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Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Nähere Informationen zum Programm sowie zu den eingeladenen Gästen finden Sie hier. Der Eintritt ist frei und die Diskussionsprache Deutsch.
Veranstaltungsort: Dresden Frauenkirche, Neumarkt, 01067 Dresden
Veranstaltungszeit: 5. Mai 2026, um 19:15 - 21:15 Uhr