07.10.2026
Schaufler Lab schließt zweite Förderphase mit internationaler Konferenz ab
Data↔Worlds Final Conference of the Second Funding Phase at Schaufler Lab@TU Dresden
Data↔Worlds: Schaufler Lab@TU Dresden schließt zweite Förderphase mit internationaler Konferenz ab
Vom 28. bis 30. September 2026 veranstaltete das Schaufler Lab@TU Dresden die internationale und interdisziplinäre Konferenz Data↔Worlds im Görges-Bau der TU Dresden. Die dreitägige Veranstaltung bildete den Abschluss der zweiten Förderphase des Labs und brachte Forschende, Künstler:innen und Praktiker:innen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen, um die wechselseitige Prägung datenbasierter Technologien und gegenwärtiger Lebenswelten zu untersuchen.
In sechs thematischen Panels und drei Keynote-Vorträgen wurden Perspektiven aus Medienwissenschaft, Kunst und Design, Geografie, Rechtswissenschaft, Philosophie, Theologie, Umweltforschung, politischer Theorie und kritischen Datenwissenschaften miteinander in Dialog gebracht. Die Diskussionen reichten von Datenpolitik, Entscheidungsfindung und Hermeneutik bis hin zu Fragen des Glaubens, der Ökologie, der Ästhetik und der Epistemologie. Die Keynote-Beiträge von Joanna Zylinska, Louise Amoore und Manuela Naveau widmeten sich dem Model Collapse als kultureller Bedingung, den probabilistischen Logiken generativer KI sowie der Rolle künstlerischer Praxis dabei, ansonsten nicht wahrnehmbare Strukturen und Zusammenhänge sichtbar und erfahrbar zu machen und Möglichkeiten zu eröffnen, sie neu und anders zu denken.
Einer der Höhepunkte der Konferenz war die Eröffnung von The Mass of Money, einer Ausstellung, die im Rahmen der sechsmonatigen Schaufler Residency@TU Dresden von Quadrature entwickelt wurde. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Konzentration von Reichtum und globaler Ungleichheit, indem sie ökonomische Daten und abstrakte Marktprozesse in planetarische und kosmologische Analogien übersetzt. Ausgehend von Modellen aus der Physik nutzen Juliane Götz und Sebastian Neitsch Himmelskörper, Galaxien und Schwarze Löcher, um Prozesse der Akkumulation, Anziehung und sich selbst verstärkenden Konzentration von Vermögen anschaulich und wahrnehmbar zu machen. Entstanden im Austausch mit Forschenden aus verschiedenen Bereichen der TUD und des Schaufler Kollegs, brachte die Ausstellung künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven auf Kapital, Daten und Ungleichheit zur Interaktion.
Die Konferenz bot zugleich Gelegenheit, auf das zurückzublicken, was sich im Verlauf der zweiten Förderphase entwickelt hat: eine interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft am Schaufler Lab, die sich dem Denken über Fachgrenzen, Methoden und unterschiedliche Formen der Praxis hinweg verschrieben hat. Unser Dank gilt allen Referent:innen, Teilnehmer:innen, Kooperationspartner:innen und Kolleg:innen, die nicht nur zu diesen drei Tagen des Austauschs beigetragen haben, sondern auch zu den Gesprächen, Kooperationen und gemeinsamen Arbeiten, die das Lab in den vergangenen Jahren geprägt haben.