The Mass of Money
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Workshop "The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit" Die Veranstaltung ist kostenfrei! Um Anmeldung per Mail wird gebeten bis zum 1. Juni 2026: |
Am 4. und 5. Juni 2026 veranstalten Juliane Götz und Sebastian Neitsch (Künstler:innenkollektiv Quadrature) gemeinsam mit Nelly Saibel (Schaufler Kolleg@TU Dresden), David Braun (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Felix Reith (Universität Bonn) einen partizipativen Workshop zu den Dynamiken der Kapitalakkumulation und deren gesellschaftlichen Folgen an der Technischen Universität Dresden (TUD). In Kooperation mit Forschenden und Akteur:innen aus Soziologie, Ökonomie, Mathematik und Kunst verbindet der Workshop theoretische Analyse, Datenwissenschaft und spekulative Praxis. Organisation und kuratorische Begleitung: Pauline Hohn, Gwendolin Kremer und Celina Wagenknecht.
Programm Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“
Donnerstag, 04.06.2026
THEORIE
10:00 Uhr Ankunft und Registrierung
10:30 Uhr
- Begrüßung (Pauline Hohn und Gwendolin Kremer, Schaufler Residency@TU Dresden)
- Einführung The Mass of Money (Juliane Götz und Sebastian Neitsch aka Quadrature, Schaufler Residency@TU Dresden 2026)
- Lagebericht (David Braun, Goethe-Universität Frankfurt am Main, und Felix Reith, Universität Bonn)
11:00 Uhr Panel 1: UNGLEICHHEIT – in verschiedenen Bereichen?
- Wem gehört Deutschland? Vermögensdaten, Ungleichheit und regionale Unterschiede (Franziska Deckstein und Leona Krause (Lehrstuhl für Public Economics, Universität Leipzig)
- (Wie) (sehr) kann Bildung zur Reduktion von Ungleichheit beitragen? (Alexander Kemnitz, Professor für VWL, insb. Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, TUD)
Diskussion
12:00 Uhr: Performance Körperliche Darstellung von Ungleichheit (Anli Lukunku, Künstler und Meisterschüler, HfBK Dresden)
12:45 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Panel 2: Wie sind wir dahin gekommen? Rolle der Finanzmärkte
- Finanzialisierung und die Entkopplung von Real- und Finanzökonomie (David Braun und Felix Reith)
- Planet oder Profit: Wohin sollte unser Geld fließen? (Lars Hornuf, Professor für BWL, insb. Finanzwirtschaft u. Finanztechnologie, TUD)
Diskussion
15:00 Pause
15:30 Uhr Panel 3: Dekonstruktion existierender Narrative
- Künstlerische Perspektiven zu Kapitalismus und Ungleichheit (Juliane Götz und Sebastian Neitsch)
- Eine kurze Geschichte des Bitcoin (Nelly Saibel, Schaufler Kolleg@TU Dresden, und Norman Zidlicky, Synosys, TUD)
- tba
Diskussion
17:00 Uhr Wrap-up und Ausblick auf 2. Tag
18:00 Uhr: Ausklang bei Pizza und Drinks
Freitag, 05.06.2026
PRAXIS
10:00 Uhr Ankunft und Begrüßung
10:30 Uhr Warm-up: Reflexion von eigenen Rollen und Privilegien (Cläre Caspar, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Fachbereich Kultur und Gestaltung)
11:00 Uhr Workshops
- A: Finanzsysteme der Zukunft: Zwischen Pragmatismus und Utopie (David Braun und Felix Reith)
- B: Wild Thinking with Data (Juliane Götz und Sebastian Neitsch)
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Workshop Dresden und Kinshasa. Perspektiven auf Ungleichheit und Kapitalismus im Dialog (Anli Lukunku)
15:00 Pause
15:30 Uhr Wrap-up & Verabschiedung
Zum Workshop:
Der Workshop „The Mass of Money – Strategien aus Kunst und Wissenschaft zu Kapital und Ungleichheit“ widmet sich den kulturellen, ästhetischen und politischen Dimensionen gegenwärtiger Finanz- und Kapitalstrukturen. Die zweitägige Veranstaltung ist Teil der Schaufler Residency@TU Dresden 2026 des Künstler:innenduos Quadrature (Juliane Götz und Sebastian Neitsch) und bringt Forschende sowie Akteur:innen aus Kunst, Ökonomie, Mathematik, Soziologie und Datenwissenschaft in einen transdisziplinären Austausch.
Ausgangspunkt ist das künstlerische Projekt „The Mass of Money“, in dem Quadrature die Logiken globaler Finanzströme, Prozesse der Kapitalakkumulation und die strukturellen Bedingungen sozialer Ungleichheit untersucht. Das Künstler:innenduo verbindet hierfür datenbasierte Analyse mit immersiven audiovisuellen Verfahren sowie kosmologischen Referenzsystemen und entwickelt Formen künstlerischer Visualisierung, die ökonomische Dynamiken als kulturell geprägte Wissens- und Wahrnehmungsordnungen erfahrbar machen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie abstrakte und vielfach unsichtbare Prozesse des Kapitals sichtbar, räumlich erfahrbar und kritisch reflektierbar werden können.
Der partizipativ angelegte Workshop versteht sich als experimenteller Denk- und Arbeitsraum an den Schnittstellen von künstlerischer Forschung und wissenschaftlicher Analyse. In Vorträgen, Diskussionen und gemeinsamen Arbeitsformaten werden narrative und bildpolitische Strukturen von Wert, Vermögen und finanzieller Abstraktion ebenso verhandelt wie die gesellschaftlichen Implikationen datengetriebener Finanzsysteme und algorithmischer Steuerungsmechanismen. Zugleich untersucht die Veranstaltung die Rolle künstlerischer Praktiken innerhalb gegenwärtiger Wissensproduktionen und fragt danach, wie Kunst neue Perspektiven auf ökonomische Machtverhältnisse und globale Transformationsprozesse eröffnen kann.
Das Schaufler Lab@TU Dresden, ein Projekt der Technischer Universität Dresden und The Schaufler Foundation, ist ein lebendiges Forum für den zukunftsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. Über Fachgrenzen hinweg hinterfragen hier junge Wissenschaftler:innen sowie Künstler:innen gemeinsam aktuelle Technologien, deren Ursprünge und Auswirkungen in der modernen Lebenswelt.