Annotated courses
Overall view – summer semester 2025
SLK-BA-G-1B-LIT-1
(Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur)
-
Exercise – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 1
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 5th double period BSS/109 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Exercise – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 2
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period BSS/117 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Exercise – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 3
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period BSS/133 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Introductory course – [NDL – Gerigk] - Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 300
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 2nd double period BAR/SCHÖ/E In-person - Description
- Die Vorlesung führt in Arbeitsgebiete und Zugänge der Neueren deutschen Literaturwissenschaft ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gattungsanalyse von Epik – Dramatik – Lyrik. Vermittelt werden übergreifend Orientierungswissen und methodische Kompetenz, u.a. bezogen auf Literaturgeschichte, Literaturtheorie, literarische Medialität sowie Intermedialität. Konzepte wie Fiktionalität, Autorschaft und Kanonbildung zählen ebenfalls zu den systematisch-historischen Grundlagen, ergänzt um Ausblicke auf die erweiterte „Lesbarkeit der Kultur“.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Exercise – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 4
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period W48/0.01 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Exercise – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 5
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period W48/0.01 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Exercise – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 6
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Friday 2nd double period SE1/101 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Krupper] Tutorium NdL 1
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 6th double period BSS/149 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Krupper] Tutorium NdL 2
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 6th double period BSS/109 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Meiß] Tutorium NdL 3
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 6th double period BSS/E49 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Renner] Tutorium NdL 4
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period SE2/103 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Renner] Tutorium NdL 5
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period ABS/2-06 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Ruhla] Tutorium NdL 6
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 3rd double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Ruhla] Tutorium NdL 7
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
SLK-BA-G-1B-LIT-2
(Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur)
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Introductory course – [ÄDL - Malcher] - Basismodul: Grundlagen der Mediävistik
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 199
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period ZEU/LICH/H In-person - Description
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Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Vielfalt und Besonderheit (Alterität) vormoderner volkssprachiger Literatur vermittelt der Einführungskurs im Format einer Vorlesung als einen weiten literaturgeschichtlichen Überblick. Anhand ausgewählter Textbeispiele werden die wichtigsten Gattungen, aber auch fachspezifische Problemkomplexe vorgestellt und wichtige literatur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und Theorieansätze skizziert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sozial- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen sowie auf der Semiotik als dem basalen Medium gesellschaftlicher Konstruktion. Die Studierenden sollen daneben zu eigenständiger Bibliotheks- und Internetrecherche sowie zum eigenverantwortlichen Umgang mit den gängigen Arbeitsmitteln des Faches befähigt werden.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literature
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-2 – Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-2-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
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Exercise – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 70
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 5th double period POT/112 In-person - Description
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Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Vielfalt und Besonderheit (Alterität) vormoderner volkssprachiger Literatur vermittelt der Einführungskurs im Format einer Vorlesung als einen weiten literaturgeschichtlichen Überblick. Anhand ausgewählter Textbeispiele werden die wichtigsten Gattungen, aber auch fachspezifische Problemkomplexe vorgestellt und wichtige literatur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und Theorieansätze skizziert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sozial- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen sowie auf der Semiotik als dem basalen Medium gesellschaftlicher Konstruktion. Die Studierenden sollen daneben zu eigenständiger Bibliotheks- und Internetrecherche sowie zum eigenverantwortlichen Umgang mit den gängigen Arbeitsmitteln des Faches befähigt werden.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literature
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-2 – Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
-
Exercise – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 70
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 2nd double period BAR/0106/H In-person - Description
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Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Die Übung legt die Grundlagen für die Lektürefähigkeit und das Verstehen mittelhochdeutscher Texte: Es geht um die Auseinandersetzung mit der historischen Veränderlichkeit der Bedeutung von Worten, um die Abhängigkeit des Textsinns von historischen und kulturellen Kontexten, um die Vermittlung von sprachlichem, vor allem auch grammatikalischem Grundlagenwissen, um deutschsprachige Texte angemessen verstehen zu lernen. Solches Wissen und solche Kompetenzen sind wesentliche Voraussetzungen für die Erschließung der vielfältigen Formen mittelalterlicher Literatur als komplexe ‚fremdvertraute’ Gebilde.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literature
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-2 – Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-2-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
SLK-BA-G-1B-SPR-1
(Basismodul: Sprache und Kultur/Sprachsystem und Sprachgeschichte)
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Exercise – [GLS - Tsapaeva] - Grundlagen der Linguistik und Sprachgeschichte des Deutschen
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 100
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 2nd double period WEB/KLEM In-person - Description
-
Das Studium der Fachrichtung Linguistik hat zum Ziel, mündliches und schriftliches sprachliches Handeln zu beschreiben, zu erklären und kritisch zu beurteilen. Dies gilt gleichermaßen für das Neuhochdeutsche als auch für die historischen Sprachstufen des Deutschen. Die Veranstaltung soll dafür die notwendigen Grundlagen schaffen, indem die verschiedenen linguistischen Teilbereiche mit ihren jeweiligen Beschreibungsmodellen und Analyseprozeduren vorgestellt werden. Den Ausgangspunkt bilden alltägliche Erfahrungen mit der Sprache, die dann in linguistische Kategorien umzusetzen sind. Folgende Themenbereiche werden behandelt: Semiotik, Phonetik und Phonologie, Graphematik und Orthographie, Morphologie, Syntax, Semantik und Sprachvariation (mit einer besonderen Berücksichtigung der historischen Sprachstufen des Deutschen).
Die Übung gliedert sich in jeweils zweistündige Plenumsveranstaltungen und Tutorien (extra Anmeldung notwendig), in denen sich die Teilnehmer:innen unter Anleitung von Tutor:innen anhand konkreter Aufgabenstellungen mit den jeweiligen Themen befassen sollen und gelernte Inhalte anwenden können. Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie zu Beginn der Veranstaltung. Der zugehörige Einführungskurs wird asynchron angeboten, Sie erreichen die Inhalte auf YouTube (http://kurzelinks.de/orn2). Die Folien zum Einführungskurs finden Sie auf Zenodo (https://kurzelinks.de/xdpn).
Als Leistungsnachweise dienen eine aktive Mitarbeit und das erfolgreiche Bestehen einer Abschlussklausur. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-SPR-1 – Basismodul: Sprache und Kultur/Sprachsystem und Sprachgeschichte
SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW
(Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur)
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Exercise – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 1
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 5th double period BSS/109 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Exercise – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 2
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period BSS/117 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Exercise – [NDL – Bothe] - Grundlagen NdL 3
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period BSS/133 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Exercise – [NDL – Bothe] - Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period BSS/117 In-person - Description
- Anhand eines Rahmenthemas führt die Übung als Trainingsprogramm grundlegend in das wissenschaftliche Arbeiten für Germanist:innen ein. Die Verschränkung von Themenfindung, -eingrenzung und Recherche, das Bibliographieren, die verschiedenen Techniken des Lesens und Auswertens von Forschungsliteratur, das Exzerpieren, die Argumentation und das Zitieren, Aufbau und Gliederung werden als Arbeitsschritte zum Abfassen einer ersten Hausarbeit erarbeitet und an Beispielen dezidiert eingeübt. Neben fundamentalen Fragen, was Wissenschaft ist, was Wissenschaftssprache, begleiten uns regelmäßig schreibdidaktische Übungen ebenso wie das Kennenlernen von Argumentationsketten und -schemata, Zeit-/Arbeitsplan und Materialsuche, Formulierungs- und Redigiertechniken, Layout und Textgestaltung, Fachsprachen und Hilfsmitteln, Schreibblockaden und deren Überwindung. Es wird ein Reader mit Quellen und Forschungsliteratur online via OPAL bereitgestellt.
- Literature
-
- Bünting, Karl-Dieter, et al. Schreiben im Studium, WBG 1999.
- Eco, Umberto. Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt, UTB 2020.
- Krajewski, Markus. Lesen, Schreiben, Denken, UTB 2015.
- Moennighoff, Burkhard, et al. Arbeitstechniken Literaturwissenschaft, UTB 2019.
- Moll, Melanie, und Winfried Thielmann. Wissenschaftliches Deutsch, UVK 2017.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Introductory course – [NDL – Gerigk] - Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 300
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 2nd double period BAR/SCHÖ/E In-person - Description
- Die Vorlesung führt in Arbeitsgebiete und Zugänge der Neueren deutschen Literaturwissenschaft ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gattungsanalyse von Epik – Dramatik – Lyrik. Vermittelt werden übergreifend Orientierungswissen und methodische Kompetenz, u.a. bezogen auf Literaturgeschichte, Literaturtheorie, literarische Medialität sowie Intermedialität. Konzepte wie Fiktionalität, Autorschaft und Kanonbildung zählen ebenfalls zu den systematisch-historischen Grundlagen, ergänzt um Ausblicke auf die erweiterte „Lesbarkeit der Kultur“.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Exercise – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 4
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period W48/0.01 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Exercise – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 5
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period W48/0.01 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Exercise – [NDL – Gerigk] - Grundlagen NdL 6
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
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Day of the week Clock time Place Event format Friday 2nd double period SE1/101 In-person - Description
- Die Übung ist als Begleitung des Einführungskurses „Grundlagen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ konzipiert. Sie dient sowohl zur Anwendung und Vertiefung der Inhalte des Einführungskurses, d.h. der Vorlesung, als auch zur Vermittlung grundlegender Kompetenzen der literaturwissenschaftlichen Arbeit mit Texten. Dazu zählt neben einer Einführung in Grundbegriffe der Editionsphilologie sowie in Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Zitieren, Bibliographien) vor allem die Fähigkeit zur gattungsspezifischen Analyse im Bereich Erzählprosa, Lyrik und Drama. Exemplarisch soll die Übung darüber hinaus zeigen, was textanalytische Verfahren im Sinne einer kultur- und medienwissenschaftlichen Erweiterung der Literaturwissenschaft zum Verständnis kultureller Prozesse und anderer Medien beitragen können. Literarische und wissenschaftlich-theoretische Lektürevorlagen werden in OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Krupper] Tutorium NdL 1
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 6th double period BSS/149 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Tutorial – [NDL - Krupper] Tutorium NdL 2
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
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-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 6th double period BSS/109 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
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Tutorial – [NDL - Meiß] Tutorium NdL 3
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
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-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 6th double period BSS/E49 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Tutorial – [NDL - Renner] Tutorium NdL 4
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period SE2/103 In-person - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Tutorial – [NDL - Renner] Tutorium NdL 5
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period ABS/2-06 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Tutorial – [NDL - Ruhla] Tutorium NdL 6
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Monday 3rd double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
-
Tutorial – [NDL - Ruhla] Tutorium NdL 7
- Teacher
- N.N.
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-1 – Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-1-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Neuere deutsche Literatur
SLK-BA-G-1B-LIT-2-ERW
(Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur)
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Introductory course – [ÄDL - Malcher] - Basismodul: Grundlagen der Mediävistik
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 199
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period ZEU/LICH/H In-person - Description
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Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Vielfalt und Besonderheit (Alterität) vormoderner volkssprachiger Literatur vermittelt der Einführungskurs im Format einer Vorlesung als einen weiten literaturgeschichtlichen Überblick. Anhand ausgewählter Textbeispiele werden die wichtigsten Gattungen, aber auch fachspezifische Problemkomplexe vorgestellt und wichtige literatur- und kulturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und Theorieansätze skizziert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sozial- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen sowie auf der Semiotik als dem basalen Medium gesellschaftlicher Konstruktion. Die Studierenden sollen daneben zu eigenständiger Bibliotheks- und Internetrecherche sowie zum eigenverantwortlichen Umgang mit den gängigen Arbeitsmitteln des Faches befähigt werden.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literature
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-2 – Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-2-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
-
Exercise – [ÄDL - Malcher] - Grundlagen der Mediävistik
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 70
- Enrollment
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- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 2nd double period BAR/0106/H In-person - Description
-
Das altgermanistische Basismodul führt in die Grundbegriffe und basalen Kategorien der germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung ein. Seine beiden Veranstaltungen – Einführungskurs und Übung – sind strukturell miteinander verzahnt und werden parallel besucht. Die Übung legt die Grundlagen für die Lektürefähigkeit und das Verstehen mittelhochdeutscher Texte: Es geht um die Auseinandersetzung mit der historischen Veränderlichkeit der Bedeutung von Worten, um die Abhängigkeit des Textsinns von historischen und kulturellen Kontexten, um die Vermittlung von sprachlichem, vor allem auch grammatikalischem Grundlagenwissen, um deutschsprachige Texte angemessen verstehen zu lernen. Solches Wissen und solche Kompetenzen sind wesentliche Voraussetzungen für die Erschließung der vielfältigen Formen mittelalterlicher Literatur als komplexe ‚fremdvertraute’ Gebilde.
Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss des Kurses sind die regelmäßige und aktive Teilnahme, die eigenständige Vor- und Nachbereitung der Lehrinhalte sowie das Bestehen der Prüfungsleistung. Die beiden Veranstaltungen des Basismoduls werden durch ein gemeinsames Tutorium begleitet, in dem die vermittelten Grundkenntnisse vertieft werden. - Literature
- Alle relevanten Texte und Materialien sind in einem Arbeitsbuch versammelt, das rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt wird und das man im Printformat im Copyshop auf der Mommsenstraße erhalten kann.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-1B-LIT-2 – Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
- SLK-BA-G-1B-LIT-2-ERW – Erweitertes Basismodul: Literatur und Kultur/Ältere deutsche Literatur
SLK-BA-G-2V-LIT
(Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur)
-
Seminar – [ÄDL - Malcher] - Schöner wissen, besser singen. Ästhetische Konkurrenzen in der mittelalterlichen Sangspruchdichtung
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 40
- Enrollment
-
- Enrollment via
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- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Friday 3rd double period W48/101 In-person - Description
-
Das Sich-vergleichen-Müssen, die immer auch symbolisch bedeutsame Aushandlung von Rangpositionen, gehört in primär hierarchisch strukturierten Gesellschaften viel deutlicher zur sozialen Praxis, als in unseren egalitären und funktional bestimmten Lebenswelten. Natürlich gibt es heute Konkurrenzen, erst sie treiben die kapitalistische Bedürfnisproduktionsmaschinerie überhaupt an. Doch steht mit ihnen in der Regel nicht immer gleich die ganze Existenz des Einzelnen auf dem Spiel, wie das für die Mitglieder mittelalterlicher Adelskultur der Fall wäre. Konkurrenz (oder: Agon) bildet am Hof aber auch darum das Gravitationszentrum sozialer Praxis, weil institutionelle Sicherungen noch nicht immer jene präzisen Integrationsleistungen erbringen, die ein Heilsversprechen moderner gesellschaftlicher Ordnung sind. Wenn aktuell vor allem die Dysfunktionalitäten von institutionellen Ordnungsgaranten in den Fokus geraten, was dann auch diffuse kollektive Gefühlslagen von Ungerechtigkeit, Fremdbestimmtheit und Freiheitsverlust hervorbringt, mag ein Blick auf die Lösungen von Gesellschaften interessant sein, die noch nicht über einen entsprechenden ‚zivilisatorischen Luxus‘ verfügen.
Die Praxis des Vergleichens ist verankert in der mittelalterlichen Turnierkultur, in den Semantiken höfischer Liebe, den Habitualisierungen ständischer Ordnung etc. Die Sangspruchdichtung, die die zweite Großgattung mittelhochdeutscher Lyrik neben dem Minnesang bildet, inszeniert im Modus der Kunst Zwists und personale Konkurrenzen, die häufig Wissensfragen behandeln. Auch darüber lässt sich eine Brücke zu aktuellen politischen Diskursen schlagen, wo Wahrheit oft gefühlt und Wissen gestützt auf Macht und gegen institutionelle Legitimität behauptet wird. Mit Blick auf die Sangspruchdichtung kann man dann fragen, wie historisch und unter Bedingungen fehlender wissenschaftlicher Institutionalität Geltung und Akzeptanz von Wissen erfolgreich behauptet werden durfte. Das Hauptaugenmerk wird diesbezüglich auf den poetischen Verfahren der Texte liegen. - Literature
- Das Korpus der Texte, die das Seminar behandelt, wird auf den OPAL-Seiten des Kurses bereitgestellt. Teilnehmer*innen wiederholen bitte vorab die Grundlagen zur Gattung (Basismodul-Arbeitsbuch, literaturwissenschaftliche Lexika).
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [ÄDL - Malcher] - Abenteuer geht immer. 800 Jahre erzählen von Herzog Ernst
- Teacher
-
- Dr. Kay Malcher
- Max attendee capacity
- 40
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period N63/A001 In-person - Description
-
Wenn eine Erzählung über einen langen Zeitraum, etwa über Jahrhunderte hinweg, das Interesse von Rezipienten findet, kann es interessant sein, nach den Gründen dafür zu suchen: Antwortet sie auf Fragen, die sich Menschen unabhängig vom jeweiligen historischen Kontext immer stellen? Oder affirmiert ein solcher Text historisch variable Problemstellungen, kann er also letztlich jeder Zeit etwas anderes bedeuten? Wie ist überhaupt das Verhältnis von Unterhaltung und Sinn zu denken und wie kann man so etwas in der diachronen Sicht auf einen Text konzeptualisieren? Und was soll eigentlich ‚ein Text‘ heißen, wenn eine Erzählung zu verschiedenen Zeiten neugedichtet und in unterschiedlichen Medien inszeniert wurde?
Der ritterliche Abenteuerroman ‚Herzog Ernst‘, vielleicht aus der Zeit um 1180, ist sicher kein Highlight der deutschen Literaturgeschichte. Im Grunde besitzen heute allein jene mittelalterlichen Stoffe eine gewisse Popularität, mit denen sich, warum auch immer, Richard Wagner beschäftigt hat. Doch erzählt der ‚Ernst‘ eine durchaus bunte Geschichte, die mit ihrem Ritterflair vor allem in den fantastischen Momenten auch heutige Rezeptionsgewohnheiten ansprechen kann. Und offenbar wurde der Text historisch immer wieder aufgegriffen: Neben einer hochhöfischen und lateinischen Bearbeitungen des 13. Jh. steht ein frühneuhochdeutscher Text des 15. Jh. (‚Volksbuch‘, zugleich Prosaauflösung). Die Neuzeit wiederum kennt Theaterstücke von Ludwig Uhland und Peter Hacks sowie einen Zeichentrickfilm von 1993. Das Seminar will all diese Artefakte vergleichend unter einem literarhistorischen Fokus in den Blick nehmen. - Literature
- Das Korpus der Herzog-Ernst-Texte, die das Seminar behandelt, wird auf den OPAL-Seiten des Kurses zur Verfügung gestellt. Teilnehmer*innen informieren sich bitte vor der ersten Seminarsitzung in einem literaturwissenschaftlichen Nachschlagewerk zum ‚Herzog Ernst‘ und orientieren sich ansonsten am Seminarplan.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [ÄDL - Richter] - Ein Ritter, ein halbes Pferd und ein Löwe. Der "Iwein" Hartmanns von Aue
- Teacher
-
- Lisa-Marie Richter
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 4th double period BSS/0E41 In-person - Description
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Der um 1200 entstandene Artusroman Iwein Hartmanns von Aue gehört zu den bekanntesten Erzählungen des deutschsprachigen Mittalters. Im Zentrum der Narration stehen die âventiuren des jungen Artusritters Iwein, der rasch zum Landesherren aufsteigt, dann aber den Erwartungen der Artusgesellschaft und seinen neuen Pflichten als Landesherr und Ehemann nicht gerecht wird, da diese in Konkurrenz miteinanderstehen: Iwein verliert Minne und Ehre und verfällt zeitweilig dem Wahnsinn, bevor er begleitet von einem Löwen auszieht, um seinen gesellschaftlichen Status wiederherzustellen.
Das Seminar beschäftigt sich mit den Konzeptionen von Ritterschaft und âventiure und diskutiert das Verhältnis von Geschlecht, Macht und Heldentum im Text. Außerdem steht die Analyse der narrativen Strukturen der Erzählung im Zentrum der Auseinandersetzung. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt wird die Überlieferungsgeschichte des Iweins bilden, so sollen Auszüge aus unterschiedlichen Textfassungen von der französischen Vorlage über das frühneuzeitliche Ambraser Heldenbuch bis hin zu Hoppes Neuinterpretation vergleichend untersucht und im Hinblick auf die Transformationen der Erzählung beleuchtet werden. - Literature
-
- Der Text ist zur Vorbereitung auf die erste Sitzung im mittelhochdeutschen Original zu lesen. Die verbindliche Textgrundlage für die Seminardiskussion bildet:
- Hartmann von Aue: Iwein. 4., überarbeitete Auflage. Text der siebten Ausgabe. Hrsg. von G. F. Benecke, K. Lachmann und L. Wolff. Übersetzung und Nachwort von Thomas Cramer. De Gruyter. Berlin / New York. 2001. ISBN: 978-3-11-016084-0. (Als eBook oder Taschenbuch).
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [ÄDL - Dröse] - Von der Wartburg nach Schilda. Literaturgeschichte des Mittelalters aus regionaler Perspektive
- Teacher
-
- Dr. Albrecht Dröse
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period BSS/0E41 In-person - Description
- Eine regionale Literaturgeschichte legt ihr Augenmerk auf die räumliche Dimension von Literatur, die bei der üblichen Fokussierung auf Epochen, Gattungen und kanonischen Autor:innen zuweilen aus dem Blick gerät. Zumal für die ältere deutsche Literatur gilt, dass sich literarische Kommunikation immer auch in bestimmten Literaturräumen vollzieht, d.h. sie ist bspw. geprägt von Sprachlandschaften, unterliegt spezifischen Entstehens- und Rezeptionsbedingungen, ist funktional in räumlich bestimmte Zusammenhänge eingebunden und ist nicht selten auf konkrete Publika bezogen. Das Seminar versucht solche Konstellationen anhand unterschiedlicher Orte und Regionen (nicht zuletzt der näheren und ferneren Umgebung wie die Wartburg oder Schilda) exemplarisch sichtbar zu machen, um auf diese Weise den Blick für die Heterogenität und Partikularität mittelalterlicher Literatur zu schärfen und dabei das erstaunliche Nachleben mancher Texte nachzuvollziehen. Leitend für die Diskussion ein doppelter Gesichtspunkt: Wie schreiben sich die Regionen einerseits in literarische Texten ein, wie andererseits konstituiert literarische Kommunikation die Region als kulturellen Raum?
- Literature
- Eine Textsammlung wird zu Seminarbeginn zur Verfügung gestellt. Zur Einführung empfiehlt sich: Tervooren, Helmut und Jens Haustein: Einleitung. In: Dies. (Hg.): Regionale Literaturgeschichtsschreibung: Aufgaben, Analysen und Perspektiven. Sonderheft zu Band 122 der ZfdPh. Berlin: Schmidt 2003, S. 1-6.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Bothe] - J.M.R. Lenz
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 5th double period BSS/149 In-person - Description
- Goethe erwähnt J.M.R. Lenz (1751-1792) in seinem berühmten oft abwertend (und damit für Lenz' Schriften folgenreich) zitierten Diktum in Dichtung und Wahrheit als bloß »vorübergehendes Meteor«, Lenz »[…] zog nur augenblicklich über den Horizont der deutschen Literatur hin und verschwand plötzlich, ohne im Leben eine Spur zu hinterlassen.« An Herder schrieb der letztlich für völlig ›verrückt‹ erklärte Lenz über sich selbst, er sei sogar »seinen Freunden ein Rätsel«. Die Beurteilungen seiner Zeit reichen von »bürgerlicher Wolf« (Böttiger) bis »leidender Heiliger« (Röderer) und später bis hin zur bereits historisierenden Sicht Lenz' als »jammervollste aller Literaturleichen« (Bleibtreu, 1868). So wurde Lenz zwar »vornehm […] in der Literaturgeschichte als Nachahmer Goethes bestattet« (Luserke), konnte aber als Verkannter zu Beginn der 1990er Jahre von der Forschung umso intensiver wiederentdeckt werden. Unter zwei verschlungenen Perspektiven, Dramenpoetologie und Sexualitätsdiskurs, will das Seminar epochennah in Autor und Werk einführen. Lenz kann exemplarisch als Autor gelten, der – Aufklärung der Aufklärung betreibend – mit dem avantgardistischen Anspruch auftritt, anders zu sein und sich programmatisch Normen durchbrechend über Gattungsgrenzen hinwegsetzt. Gelesen werden sollen unter anderem die durch Goethes Bemühungen erschienenen Anmerkungen übers Theater, »die eigenartigste und eigenwilligste Schrift, die sich in der deutschen Literatur mit der Theorie […] des Dramas beschäftigt« (F. Martini), sowie Lenz' erstes Drama, Der Hofmeister, welches an die ›Anmerkungen‹ praktisch anknüpft und das z.B. die Fünfaktigkeit gleichzeitig beibehält und unterläuft, sowie die Kollision von Lustemanzipation mit gesellschaftlichen Forderungen für Liebesbeziehungen, die in der Kastration gipfelt, vorführt. Weitere Texte: Die Soldaten. Die Reclam-Ausgaben Die Soldaten und Der Hofmeister können angeschafft werden.
- Literature
-
- J.M.R. Lenz, Anmerkungen übers Theater nebst angehängten übersetzten Stück Shakespears, (Leipzig: Weygandsche Buchhandlung, 1774), in: Werke in zwölf Bänden, Faksimiles der Erstausgaben seiner zu Lebzeiten selbständig erschienenen Texte, hg. v. Christoph Weiß, St. Ingbert: Röhrig 2001, Bd. 5, S. 1-56.
- Mathias Luserke/ Reiner Marx, »Die Anti-Läuffer. Thesen zur SuD-Forschung oder Gedanken neben dem Totenkopf auf der Toilette des Denkers«, Lenz-Jahrbuch. Sturm-und-Drang-Studien 2 (1992), S. 126-150.
- Roy Pascal, »Die Sturm-und-Drang-Bewegung« (1952), in: Manfred Wacker (Hg.), Sturm und Drang, Darmstadt 1985, S. 25-66.
- Fritz Martini, »Die Einheit der Konzeption in J.M.R Lenz' ›Anmerkungen übers Theater‹« (1970), in: Matthias Luserke (Hg.), Jakob Michael Reinhold Lenz im Spiegel der Forschung, Hildesheim u.a. 1995, S. 233-256 (= Olms Studien Bd. 42).
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
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Seminar – [ÄDL - Stridde] - : Beten und Arbeiten und Lesen. Geistliches Leben und Lesen der Zisterzienserinnen von St. Marienthal
- Teacher
-
- Dr. Christine Stridde
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Date Clock time Place Event format – In-person - Description
-
Die Ordenslandschaft im hohen und späten Mittelalter war vielfältig. Ab dem 11. Jahrhundert hatten sich aufgrund des Vorwurfs der Verweltlichung der Kirche Reformbestrebungen herausgebildet. Aus der Reformbewegung, deren Zentrum das benediktinische Kloster Cluny in Frankreich weit in Europa ausstrahlte, bildete sich u.a. der Zisterzienserorden heraus. Er strebte nach viel strengerer Beachtung der Benediktsregel und asketischer Frömmigkeit im Klosterleben in der Nachfolge Christi, der Wüstenväter und der Jungfrau Maria, die sie als ihre Schutzpatronin erwählten. Zunächst ein reiner Männerorden schlossen sich ab dem 12. Jahrhundert zahlreiche bestehende Frauengemeinschaften an. Beim Städtchen Ostritz in der Oberlausitz direkt an der Neiße gelegen, befindet sich das seit fast 800 Jahren von Zisterzienserinnen bewohnte Kloster St. Marienthal. Aus wirtschaftlicher Not waren die Schwestern 2023 gezwungen, ihre mittelalterlichen Handschriften und Inkunabeln sowie ihren etwa 2.700 Bände umfassenden historischen Druckbestand, der in einer barocken Saalbibliothek aufbewahrt wird, an den Freistaat Sachsen zu verkaufen. Dies versetzt uns in die einmalige Gelegenheit, das jahrhundertelang akkumulierte und aber bisher mehr oder weniger verschlossene Wissen der ansässigen Zisterzienserinnen anhand der Handschriften und Drucke zu untersuchen. Dabei sind insbesondere das mit der Büchersammlung und der 1752 abgeschlossenen Einrichtung der Saalbibliothek verbundene Selbstverständnis einer weiblichen Gemeinschaft interessant, der die Region maßgebliche wirtschafliche, politische, religiöse und kulturelle Impulse verdankt. Wir gehen der Frage nach, an welchem Wissen die Schwestern partizipierten, wo ihre Sammelschwerpunkte lagen, was man über ihre Beziehungen zur geistlichen und welt-lichen Sphäre aus den Büchern lernen kann. Wir werden eintauchen in das Leben der Zisterzienserinnen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit und widmen uns der Notwendigkeit und den Heraus-forderungen des Erhalts von Kulturgütern und ihrer wissenschaftlichen Erforschung.
Das Blockseminar schließt einen geführten Besuch in der Ausstellung „Der verschlossene Garten. Zugänge zur Klosterbibliothek der Zisterzienserinnen von St. Marienthal“ im Buchmuseum der SLUB, am 16.05., 16:00–17:30 Uhr, sowie einen Termin am 04.06., 18:00–19:00 Uhr mit der Leiterin der Abteilung Handschriften und Alte Drucke in der SLUB ein. Ein Zoom-Termin zur Einführung Anfang Mai wird nach verbindlicher Anmeldung abgestimmt. Das Blockseminar in Präsenz findet am 21.-23.07. statt. Für die Erlangung der Leistungsnachweise ist die Teilnahme an allen Terminen so-wie die Erfüllung schriftlicher und mündlicher Aufgaben obligatorisch. Näheres spätestens ab dem 17.03. in der OPAL-Ressource. Melden Sie sich bitte nur für das Seminar an, wenn sie sicherstellen können, daß Sie an allen Terminen teilnehmen können! - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
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Seminar – [SLKW - Barthold] Krabat: Der ‚sorbische Faust‘?
- Teacher
-
- Dr. Willi Wolfgang Barthold
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/103 In-person - Description
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Der Zauberer Krabat gilt als bedeutendste und bekannteste sorbische Sagenfigur, durch die sorbische Mythen auch über die Grenzen der Lausitz hinweg bekannt wurden. Der Zauberlehrling, der den schwarzen Müller und die Macht seiner geheimnisvollen schwarzen Mühle bezwingt, fasziniert nicht zuletzt in den bekannten Roman- und Jugendbuchfassungen von Ottfried Preußler und Jurij Brězan sowie im 2008 veröffentlichten Film von Marco Kreuzpaintner ein großes Publikum. Krabat wird dabei im öffentlichen Diskurs häufig als ein ‚sorbischer Faust‘ bezeichnet, eine für die Sorben zentrale Reflexionsfigur, anhand derer sich nicht nur kulturelle Identität, sondern ebenso zentrale Problemstellungen verhandeln lassen, die im Zuge der Konfrontation der kleinen slawischen Minderheit mit einer sich seit dem 19. Jahrhundert rasch modernisierenden und transformierenden Lebenswelt virulent werden. Über den ähnlichen Ursprung in einer Sagentradition bis hin zum Motiv des Teufelspakts scheint ein solcher Vergleich zwischen Krabat und Faust zunächst evident; die mit ihm verbundenen Erkenntnismöglichkeiten und die Grenzen dieser Analogie werden dabei allerdings selten ausreichend reflektiert. Im Seminar wollen wir uns dieser Aufgabe annehmen und nach einer anfänglichen kurzen und ausschnitthaften (Re-)Lektüre von Goethes Faust und Beschäftigung mit dem Faust-Stoff die Krabat-Sage und ihre modernen literarischen und medialen Bearbeitungen intensiv in den Blick nehmen. Dabei sollen neben den Faust-Parallelen ebenso Fragen der sorbischen kulturellen Selbst- und Fremdbeschreibung sowie die Funktionen und Potentiale der Krabat-Figur im interkulturellen Zwischenraum der deutschen und sorbischen Literatur im Zentrum stehen. Die jeweiligen Adaptionen und Bearbeitungen des Krabat-Stoffs sollen dabei stets unter Berücksichtigung ihres (literatur-)historischen Kontexts auf ihren ideologischen Gehalt befragt und mit Blick auf aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen (etwa bzgl. Machtstrukturen, Gender, Alterität, Ökonomie, Medialität etc.) kritisch gedeutet und analysiert werden.
• Das Seminar richtet sich sowohl an Studierende der Slawistik- als auch der Germanistik/Deutsch-Lehramt-Studiengänge. Behandelt werden ausschließlich deutschsprachige Texte, daher sind Sorbischkenntnisse zur Seminarteilnahme nicht erforderlich. Das Seminar ist lektüreintensiv und setzt die Bereitschaft zur ausgiebigen und kontinuierlichen Beschäftigung mit den gelesenen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminargespräch voraus. Die behandelte Primär- und Sekundärliteratur wird am Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Als Teil des Seminars ist eine Exkursion zur „Krabat-Mühle“ in Schwarzkollm inklusive Führung geplant. - Literature
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- Vollständig gelesen werden voraussichtlich folgende Texte: Martin Nowak-Neumann: Meister Krabat der gute sorbische Zauberer (1954); Jurij Brězan: Die Schwarze Mühle (1968); Ottfried Preußler: Krabat (1971)
- In Auszügen gelesen werden voraussichtlich folgende Texte: Johann Wolfgang von Goethe: Faust I & II (1808, 1832); Jurij Brězan: Krabat oder Die Verwandlung der Welt (1976); Jurij Brězan: Krabat oder Die Bewahrung der Welt (1995)
- Hinzukommen voraussichtlich kürzere Sagen-Texte bzw. ältere Fassungen der Krabat-Sage, kürzere Texte zum Sagenursprung und zur Bedeutung der Krabat-Figur in der neueren deutschen und sorbischen Literatur sowie weitere ausgewählte Sekundärliteratur.
- Behandelt wird außerdem der Film Krabat (Deutschland, 2008, Marco Kreuzpaintner) sowie ggf. noch weitere mediale Adaptionen des Krabat-Stoffs.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Gerigk] - Kindheiten: Poetik/Wissen 19. Jahrhundert
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period W48/1.01 In-person - Description
- Kindheit als eigene Welt und Entwicklungsphase hat sich erst in einem längeren Prozess gegen Ende des 18. Jahrhunderts herausgebildet, wie Philippe Ariès in seiner Studie zur „Geschichte der Kindheit“ (1960) darlegt. Dieses moderne Wissen verschränkt sich mit den literarischen Strömungen im Übergang zum 19. Jahrhundert, u.a. mit dem ersten Entwicklungsroman, den psychologisch erzählten frühen Jahren des „Anton Reiser“ (1785/86). Danach hat die Romantik eine Poetisierung des Kindlichen betrieben, ohne in vormoderne Idealisierungen zu verfallen und ohne Konflikte aufgrund realer Verhältnisse zu ignorieren. Diesen Zwiespalt verarbeitet etwa E.T.A. Hoffmanns populäres Kunstmärchen „Nußknacker und Mausekönig“ (1816). Mit den realistischen Formen und Schreibweisen verschieben sich die Akzente erneut: Der Einstieg zur Novelle „Die Judenbuche“ (1842) von Droste-Hülshoff durchdringt nahezu soziografisch das Umfeld des heranwachsenden Individuums als „Sittengemälde“ aus der westfälischen Region. Einblicke in die kindliche Existenz im Unterschied zum Erwachsenenalter finden sich außerdem bei Adalbert Stifter, besonders eindringlich in den ersten beiden Kapiteln zur Erzählung „Das Haidedorf“ (1840/44). Weitere Primärlektüren, z.B. Ausschnitte über die Kinderzeit aus Wilhelm Raabes Roman „Die Akten des Vogelsangs“ (1896), können im Kurs oder in den Seminararbeiten herangezogen werden.
- Literature
- Beispielhaft für die neuere literaturwissenschaftliche Forschung steht der Sammelband „Kindheit und Literatur. Konzepte – Poetik – Wissen“ (2018); daneben sind Standardwerke und Handbücher zu Theorien und Kontexten der Kindheit(en) nützliche Quellen.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Gerigk] - „34 Sätze über meinen Großvater“: Bobrowskis Prosa
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period W48/0.04 In-person - Description
- Sätze von Johannes Bobrowski zeigen Standpunkt und Perspektive, sie finden eine Sprache für die sinnlich wahrgenommene Umgebung und machen bewusst, dass auch im Kleinen, Ländlichen die keineswegs weltfernen Geschichten erst vor einem historischen Horizont erzählbar werden, der bis an die Gegenwart heranreicht. Die Modernität von Bobrowskis Prosa hat sowohl die damalige Literatur angeregt als auch die nachfolgenden Generationen in Ost und West. Im Rahmen des Seminars bieten seine Werke vielfältige Anknüpfungspunkte für aktuelle Forschungsrichtungen: Narration und Ethik (z.B. die Verantwortung des Erzählens), Interkulturalität in allen Facetten (hier osteuropäisch geprägt), die kulturwissenschaftliche Hinwendung zum Ruralen statt Urbanen sowie das Interesse an Tiergestalten. Daraus erwachsen Zugänge zu den beiden Romanen des ebenso als Lyriker bekannten Autors: „Levins Mühle“ (1964, Untertitel: „34 Sätze über meinen Großvater“) und „Litauische Claviere“ (1965). Diese letzte Veröffentlichung verschränkt mindestens zwei Zeitebenen – 1936/1775 – über eine dichterisch inspirierte Opern-Komposition. Aus den Bänden mit kürzerer Prosa können Texte (z.B. „Mäusefest“, „Lipmanns Leib“, „Der Mahner“) vergleichend darauf untersucht werden, wie typische Motivkomplexe oder Erzählverfahren variiert werden.
- Literature
- Die Lektüren werden über OPAL zur Verfügung gestellt; die beiden im Umfang schmalen Romane sind derzeit leider nicht mehr als Taschenbuch-Ausgaben erhältlich.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Stricker] - Johann Peter Hebels »Schatzkästlein des rheinländischen Hausfreunds« (1811) I
- Teacher
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday on odd weeks 4th double period to 5th double period ABS/1-01 In-person - Description
-
Seit nunmehr über 200 Jahren behaupten die Kalendergeschichten aus Hebels »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds« (1811) nicht nur ihren festen Platz in schulischen Lesefibeln, sondern erfreuen sich auch andauernder Beliebtheit bei Leser:innen jeden Alters. Immer wieder aber muss sich Hebels Erzählkunst auch gegen das Vorurteil der Biederkeit behaupten. Bei näherer Betrachtung seiner vordergründig auf eine moralische Pointe zielenden Kurztexte zeigt sich jedoch schnell die Abgründigkeit von Hebels Prosa-stücken: »Sie haben alle einen doppelten Boden«, wie Walter Benjamin feststellte. Nicht zufällig beruft sich daher eine Vielzahl deutschsprachiger Autoren des 20. Jahrhunderts auf Hebel als Vorbild, darunter neben Benjamin etwa auch Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Elias Canetti, Franz Kafka, Patrick Roth, W.G. Sebald oder Arnold Stadler.
Im Seminar wollen wir uns mit Hebels Texten zum einen im Modus eines intensiven close reading befassen, d.h. ihre stilistischen und rhetorischen Qualitäten einer möglichst genauen Analyse unterziehen, um die Ambiguität herauszuarbeiten, durch die sie sich der Erwartung einfacher Moraldidaxe widersetzen. Zum anderen wollen wir die sogenan¬nten ›Kalender-geschichten‹ medien- und sozialhistorisch kontextualisieren, indem wir sie zur Geschichte des Kalenders als erstem populären Massenmedium in Beziehung setzen. Ziel soll es sein, der Faszination, die diese Texte bis heute auf eine moderne Leser:innen- und Autor:innenschaft ausüben, auf den Grund zu gehen. - Literature
- Referenzausgabe zur eigenen Anschaffung: Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Hrsg. von Winfried Theiss. Stuttgart: Reclam 1999. [Neupreis ca. 11,80 €]
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
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Seminar – [NDL – Stricker] - Johann Peter Hebels »Schatzkästlein des rheinländischen Hausfreunds« (1811) II
- Teacher
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday on even weeks 4th double period to 5th double period ABS/1-01 In-person - Description
-
Seit nunmehr über 200 Jahren behaupten die Kalendergeschichten aus Hebels »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds« (1811) nicht nur ihren festen Platz in schulischen Lesefibeln, sondern erfreuen sich auch andauernder Beliebtheit bei Leser:innen jeden Alters. Immer wieder aber muss sich Hebels Erzählkunst auch gegen das Vorurteil der Biederkeit behaupten. Bei näherer Betrachtung seiner vordergründig auf eine moralische Pointe zielenden Kurztexte zeigt sich jedoch schnell die Abgründigkeit von Hebels Prosa-stücken: »Sie haben alle einen doppelten Boden«, wie Walter Benjamin feststellte. Nicht zufällig beruft sich daher eine Vielzahl deutschsprachiger Autoren des 20. Jahrhunderts auf Hebel als Vorbild, darunter neben Benjamin etwa auch Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Elias Canetti, Franz Kafka, Patrick Roth, W.G. Sebald oder Arnold Stadler.
Im Seminar wollen wir uns mit Hebels Texten zum einen im Modus eines intensiven close reading befassen, d.h. ihre stilistischen und rhetorischen Qualitäten einer möglichst genauen Analyse unterziehen, um die Ambiguität herauszuarbeiten, durch die sie sich der Erwartung einfacher Moraldidaxe widersetzen. Zum anderen wollen wir die sogenan¬nten ›Kalender-geschichten‹ medien- und sozialhistorisch kontextualisieren, indem wir sie zur Geschichte des Kalenders als erstem populären Massenmedium in Beziehung setzen. Ziel soll es sein, der Faszination, die diese Texte bis heute auf eine moderne Leser:innen- und Autor:innenschaft ausüben, auf den Grund zu gehen. - Literature
- Referenzausgabe zur eigenen Anschaffung: Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Hrsg. von Winfried Theiss. Stuttgart: Reclam 1999. [Neupreis ca. 11,80 €]
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Teufel] - Klassikerverfilmungen – Filmklassiker?
- Teacher
-
- Dr. Annette Teufel
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period HSZ/E03 In-person - Description
-
Das Seminar wendet sich einer Gruppe von Filmen zu, der Publikum und Kritik vielfach mit Skepsis und/oder Ressentiment begegnen: der filmischen Adaption kanonischer literarischer Texte. Der stehende Vorwurf lautet, dass diese so genannten „Verfilmungen“ ihre literarischen Vorlagen nicht „werkgetreu“ widerspiegelten, sie verfälschten – oder schlicht an ihnen scheiterten. Was aber wäre „werkgetreu“ – und ist „Werktreue“ überhaupt ein Kriterium zur Bewertung der Filme, die ja eigenständige Kunstwerke sind? Welche Methoden und Verfahren ermöglichen einen Vergleich zwischen den Filmen und ihren Vorlagen – und womöglich eine Bewertung der Interpretationsleistung, die der Medienwechsel erbringt?
U.a. diesen Fragen widmet sich das Seminar, das sich zum Ziel setzt, die mit dem Medienwechsel verbundenen Veränderungen von erzählten Inhalten und erzählerischen Verfahren zu erarbeiten und beschreibbar zu machen – anhand exemplarischer kanonischer Texte, die „verfilmt“ wurden. Gegenstand der Betrachtungen sind Adaptionen von Märchen, Jurek Becker, Max Frisch, Erich Kästner und Franz Kafka.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte und Filme unerlässlich. – Der vorherige Besuch des Seminars „Einführung in die Filmanalyse“ ist empfehlenswert, wenn auch keine Bedingung.
Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2025 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2025/26. - Literature
-
- Als einführende Lektüre wird empfohlen:
- von Hagen, Kirsten: Literaturverfilmung. In: Handbuch Medien der Literatur. Hg. v. Natalie Binczek, Till Dembeck u. Jörgen Schäfer. Berlin [u.a.]: De Gruyter 2013, S. 394-403.
- Hans Krah: Performativität und Literaturverfilmung. Aspekte des Medienwechsels am Beispiel von Franz Kafkas „Der Prozeß“ (1925), Orson Welles' „Der Prozeß“ (1962) und Steven Soderberghs „Kafka“ (1991). In: "Der Rest ist - Staunen": Literatur und Performativität. Hg. v. Erika Hammer u. Edina Sándorfi. Wien: Praesens-Verl. 2006, S. 144-187.
- Ulrike Schwab: Erzähltext und Spielfilm. Zur Ästhetik und Analyse der Filmadaption. Berlin: LIT Verlag 2006.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Teacher
-
- Dr. Annette Teufel
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period HSZ/101 In-person - Description
-
In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. - Literature
-
- Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen:
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Tarbuk] - Sorge(arbeit) und realistisches Erzählen
- Teacher
-
- Lara Tarbuk
- Max attendee capacity
- 24
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/2-13 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Tarbuk] - Drama und Theater der Weimarer Republik
- Teacher
-
- Lara Tarbuk
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 6th double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
SLK-BA-G-2V-SPR
(Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur)
-
Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Sprachtypologie trifft kontrastive Linguistik. Deutsch im europäischen Vergleich
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period ABS/0E04/U In-person - Description
-
Deutsch und Niederländisch, Deutsch und Friesisch, Deutsch und Englisch – so ähnlich und doch so anders? Immer wieder werden die Ähnlichkeiten zwischen den germanischen, v. a. westgermanischen Sprachen betont. Die Übereinstimmungen im Wortschatz und in der Grammatik sind bei manchen Sprachenpaaren (z. B. Deutsch und Niederländisch) so groß, dass Sprecher:innen der einen Sprache die der anderen mit vergleichsweise geringem Aufwand verstehen lernen können. Trotzdem ist es mehr als verständlich, dass das aktive Benutzen einer anderen germanischen Sprache nicht durch muttersprachliche Kenntnisse des Deutschen gewährleistet ist.
In dieser Lehrveranstaltung sollen die typologischen Besonderheiten der europäischen Sprachen – mit einem besonderen Fokus auf den germanistischen Sprachen – im Vergleich besprochen werden. Dies soll hauptsächlich aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik erfolgen. Am Anfang der Veranstaltung wird deswegen ein Überblick über die grundlegenden Begriffe und Methoden des Sprachvergleichs gegeben. Es sollen dann die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Deutschen und der anderen modernen europäischen (v. a. germanischen) Sprachen in Orthographie, Phonetik, Morphologie, Syntax und Lexik ermittelt werden. Spezifische Probleme werden an ausgewählten Beispielen vertiefend behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Kategorien liegen, die in einer der Vergleichssprachen keinen grammatischen Ausdruck finden und deren Bedeutung in einer Übersetzungssituation durch Ausdrucksmittel verschiedener Sprachebenen wiedergegeben werden muss.
Am Ende der Veranstaltung werden erfolgreiche Teilnehmer:innen in der Lage sein, aktuelle wissenschaftliche Texte auf dem Gebiet der kontrastiven Linguistik zu verstehen, zu analysieren, kritisch zu beurteilen und für ihre Analysen zu verwenden. Sie werden fähig sein, spezifische Fragestellungen auf dem Fachgebiet dieses Seminars wissenschaftlich zu bearbeiten, empirische Untersuchungen durchzuführen und die Ergebnisse ihrer Untersuchung schriftlich zu formulieren.
Zu den Leistungsanforderungen gehören Übernahme eines Referats, begleitende Lektüre und aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten) oder eine alternative Prüfungsform.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Hansesprache oder Mittelniederdeutsch als Fremdsprache
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 3rd double period W48/0001/U In-person - Description
-
In diesem Seminar werden Grundzüge der sprachlichen Strukturen des Mittelniederdeutschen behandelt. Anhand von ausgewählten literarischen und sachbezogenen Textzeugnissen werden die Grundlagen der mittelniederdeutschen Grammatik, Lexik, Lautung und Schreibung vermittelt, die den Studierenden zur Lektüre, Übersetzung, sprach- und literaturwissenschaftlichen Analyse mittelniederdeutscher Texte befähigen sollen. Erarbeitet werden u. a. Aspekte der Formen und Konsequenzen der historischen Mehrsprachigkeit (Latein, Mittelniederdeutsch, Frühneuhochdeutsch), der räumlichen Variation sowie der sprachlichen Existenzformen des Mittelniederdeutschen (Schriftsprache, Mundart, Verkehrssprache). Hauptlernziel der Lehrveranstaltung ist es, Grundkenntnisse der mittelniederdeutschen Sprache und Literatur zu verschaffen, aber auch Basis- und Überblickwissen über die mittelalterliche und frühneuzeitliche Kultur des norddeutschen Raumes zu entwickeln. Auf diese Weise wird die Grundlage für eine weitere Beschäftigung mit der Literatur der mittleren Sprachstufe des Niederdeutschen gelegt. Auszüge aus den wichtigsten Textzeugen des Mittelniederdeutschen werden im Seminar als elektronische Ressource über OPAL zur Verfügung gestellt (Sachsenspiegel, Des dodes dantz, Reynke de vos, Dat Narrenschyp, Redentiner Osterspiel u. a. m.).
NB! Aktive oder passive Kenntnisse des Niederdeutschen (Plattdeutsch) sind von Vorteil, aber nicht erforderlich. Ebenso gut können Vorkenntnisse aus dem Kurs „Grundlagen der Mediävistik“ oder einer Einführung in das Mittelhochdeutsche nutzbringend eingebracht werden.
Als Leistungsnachweise dienen begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse und Übersetzung sprachlicher Belege und das erfolgreiche Bestehen einer Abschlussklausur.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Wortgeschichten. Grundzüge der historischen Semantik
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period ABS/CON2/U In-person - Description
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Die historische Semantik beschäftigt sich mit dem geschichtlichen Wandel in der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Ziel der Veranstaltung ist es zum einen, linguistische Beschreibungsstrategien für die Erfassung solcher Phänomene vorzustellen. Zum anderen sollen anhand prägnanter Fallbeispiele typische Formen des Bedeutungswandels beschrieben werden; hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, den historischen Einfluss mittelalterlicher Fach‐ und Sondersprachen (Sprache der Kirche, Sprache des Hofes, Sprache des Rechts, Sprache der Jagd, Sprache der Mystik, Hansesprache) auf das gegenwärtige Deutsch nachzuzeichnen. Auf diese Weise wird gleichzeitig ein Einblick in die historische Schichtung des deutschen Wortschatzes geboten.
Zu den Leistungsanforderungen gehören begleitende Lektüre und aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten) oder eine alternative Prüfungsform.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Sahlbach] - Verben
- Teacher
-
- Veronika Sahlbach
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 6th double period W48/0101/U In-person - Description
-
Verben übernehmen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Handlungen, Zustände oder Prozesse sprachlich zu strukturieren und Bedeutung zu transportieren. Ihre Form und Funktion variieren je nach Sprachsystem, grammatischem Kontext und kommunikativer Absicht, wodurch sie ein breites Spektrum an linguistischen Fragestellungen eröffnen. Ob als Träger von Tempus, Aspekt oder Modus, ob in idiomatischen Wendungen oder als Teil komplexer Prädikatsstrukturen – Verben sind ein Schlüssel zur Analyse sprachlicher Dynamik und Variation.
Im Seminar untersuchen wir Verben aus verschiedenen linguistischen Perspektiven. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Valenz, Aspekt und Tempus, wobei sowohl synchrone als auch diachrone Ansätze berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden die Verwendungen von Verben in unterschiedlichen Sprachsystemen und ihre Bedeutung in der Grammatikschreibung und -vermittlung thematisiert. Im Rahmen von Diskussionsrunden und praxisorientierten Aufgaben widmen wir uns außerdem der Frage, wie komplexe sprachliche Phänomene, insbesondere solche im Zusammenhang mit Verben, didaktisch aufbereitet und im Schulkontext vermittelt werden können.
Das Seminar richtet sich sowohl an Fachstudierende als auch an Lehramtsstudierende und bietet Raum, die theoretischen Grundlagen auf eigene, praxisorientierte Fragestellungen anzuwenden. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Vielschichtigkeit von Verben zu erlangen und deren zentrale Rolle für Sprache und Kommunikation in verschiedenen Kontexten zu erschließen. - Literature
-
- •Bredel, Ursula/Lohnstein, Horst (2001): Zur Ableitung von Tempus und Modus in der deutschen Verbflexion. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 20 (2), S. 218–250. https://doi.org/10.1515/zfsw.2001.20.2.218.
- •Bredel, Ursula/Töpler, Cäcilia (2007): Verb. In: Handbuch der deutschen Wortarten (= De Gruyter Lexikon). Berlin/Boston: De Gruyter. S. 823–904. https://doi.org/10.1515/9783110217087.
- •Dürscheid, Christa (2012): Syntax: Grundlagen und Theorien (= UTB Sprachwissenschaften 3319). 6., aktualisierte Auflage. Göttingen Bristol: Vandenhoeck & Ruprecht.
- •Vogel, Petra M. ; Thieroff (2009): Flexion (= Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik ; 7). Heidelberg: Winter.
- •Welke, Klaus (2011): Valenzgrammatik des Deutschen: Eine Einführung. De Gruyter.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Teachers
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Dr. Dalibor Zeman
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Date Clock time Place Event format to – Online to – Online - Description
-
Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literature
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
SLK-BA-G-3A-LIT
(Ausbaumodul: Literatur und Kultur)
-
Lecture – [ÄDL - Münkler] - Erzählmuster. Konstruktionsmuster von Narrativen und ihre Geschichte
- Teacher
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Max attendee capacity
- 100
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 5th double period – Online - Description
- Um ihre Vorstellung von der Ordnung der Welt, der Geschichte, aber auch ihrer eigenen Biographie auszudrücken, verwenden Menschen in der Regel Narrative, d.h. sie konstruieren und erschließen sich die Welt durch bestimmte Erzählmuster. Solche Erzählmuster bilden die Grundlage von Wirklichkeitswahrnehmungen. Weil Narrative als Erzählmuster und nicht als konkrete Erzählungen verstanden werden müssen, sind sie überaus anpassungsfähig und können immer wieder auf neue Situationen und Konstellationen angewendet werden. Folglich lassen sie sich sowohl auf der Ebene des Biographischen als auch in Geschichtskonstruktionen finden. Das gilt etwa für Konversionsnarrative, die zu den biographischen Narrativen gehören und das eigene Leben als Bruch oder Umkehr inszenieren, für Verschwörungsnarrative, die als Erklärung für negative Erfahrungen fungieren oder für Apokalypsenarrative, die ein dramatisches Weltende beschwören, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Vorlesung will die Konstruktionsmuster von Narrativen erläutern, ihren geschichtlichen Transformationen nachgehen und damit eines der wichtigsten literatur- und kulturwissenschaftlichen Themen der letzten Jahre eingehend erörtern.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Die Kunst zu lieben – auf Mittelhochdeutsch
- Teacher
-
- Dr. Antje Sablotny
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Date Clock time Place Event format – In-person - Description
-
Die Minnelyrik des Mittelalters ist ein enorm artifizielles Phänomen und gemacht für die höfische Elite der mittelalterlichen Gesellschaft. Gleichwohl stellt sie immer wieder neu die Frage, die uns noch heute – freilich unter ganz anderen historischen und sozialen Voraussetzungen – interessiert: „Saget mir ieman, waz ist minne?“
Im Seminar werden wir uns zentrale Lieder aus der mittelhochdeutschen Minnelyrik von der frühen bis zur späten Phase – etwa Reinmars des Alten, Walthers von der Vogelweide, Neidharts, Gottfrieds von Neifen u.a. – sowie entsprechende Forschungsbeiträge erarbeiten und diese unter folgenden Schwerpunkten diskutieren: Konzepte der Liebe mit ihren Spannungen und Ambiguitäten, Liebe als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium, Gattungsvielfalt, Performanz und Performativität, Emotionalität, Konstruktionen des Weiblichen und Männlichen, Artifizialität durch Sprache und Form, Kann man Lyrik übersetzen? sowie: ‚unfeste‘ Texte – Herausforderungen durch divergierende Überlieferungen. - Literature
- Die Lektüretexte werden rechtzeitig auf der OPAL-Seite zur Verfügung gestellt. Lesen Sie zur Vorbereitung den Beitrag von Manuel Braun: Geschichte(n) des Minnesangs, in: Kellner, Beate/Reichlin, Susanne/Rudolph, Alexander: Handbuch Minnesang, Berlin/Boston: De Gruyter 2021, S. 465–506. (Handbuch als E-Book über SLUB-Zugang verfügbar: https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1676961143)
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Bothe] - J.M.R. Lenz
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 5th double period BSS/149 In-person - Description
- Goethe erwähnt J.M.R. Lenz (1751-1792) in seinem berühmten oft abwertend (und damit für Lenz' Schriften folgenreich) zitierten Diktum in Dichtung und Wahrheit als bloß »vorübergehendes Meteor«, Lenz »[…] zog nur augenblicklich über den Horizont der deutschen Literatur hin und verschwand plötzlich, ohne im Leben eine Spur zu hinterlassen.« An Herder schrieb der letztlich für völlig ›verrückt‹ erklärte Lenz über sich selbst, er sei sogar »seinen Freunden ein Rätsel«. Die Beurteilungen seiner Zeit reichen von »bürgerlicher Wolf« (Böttiger) bis »leidender Heiliger« (Röderer) und später bis hin zur bereits historisierenden Sicht Lenz' als »jammervollste aller Literaturleichen« (Bleibtreu, 1868). So wurde Lenz zwar »vornehm […] in der Literaturgeschichte als Nachahmer Goethes bestattet« (Luserke), konnte aber als Verkannter zu Beginn der 1990er Jahre von der Forschung umso intensiver wiederentdeckt werden. Unter zwei verschlungenen Perspektiven, Dramenpoetologie und Sexualitätsdiskurs, will das Seminar epochennah in Autor und Werk einführen. Lenz kann exemplarisch als Autor gelten, der – Aufklärung der Aufklärung betreibend – mit dem avantgardistischen Anspruch auftritt, anders zu sein und sich programmatisch Normen durchbrechend über Gattungsgrenzen hinwegsetzt. Gelesen werden sollen unter anderem die durch Goethes Bemühungen erschienenen Anmerkungen übers Theater, »die eigenartigste und eigenwilligste Schrift, die sich in der deutschen Literatur mit der Theorie […] des Dramas beschäftigt« (F. Martini), sowie Lenz' erstes Drama, Der Hofmeister, welches an die ›Anmerkungen‹ praktisch anknüpft und das z.B. die Fünfaktigkeit gleichzeitig beibehält und unterläuft, sowie die Kollision von Lustemanzipation mit gesellschaftlichen Forderungen für Liebesbeziehungen, die in der Kastration gipfelt, vorführt. Weitere Texte: Die Soldaten. Die Reclam-Ausgaben Die Soldaten und Der Hofmeister können angeschafft werden.
- Literature
-
- J.M.R. Lenz, Anmerkungen übers Theater nebst angehängten übersetzten Stück Shakespears, (Leipzig: Weygandsche Buchhandlung, 1774), in: Werke in zwölf Bänden, Faksimiles der Erstausgaben seiner zu Lebzeiten selbständig erschienenen Texte, hg. v. Christoph Weiß, St. Ingbert: Röhrig 2001, Bd. 5, S. 1-56.
- Mathias Luserke/ Reiner Marx, »Die Anti-Läuffer. Thesen zur SuD-Forschung oder Gedanken neben dem Totenkopf auf der Toilette des Denkers«, Lenz-Jahrbuch. Sturm-und-Drang-Studien 2 (1992), S. 126-150.
- Roy Pascal, »Die Sturm-und-Drang-Bewegung« (1952), in: Manfred Wacker (Hg.), Sturm und Drang, Darmstadt 1985, S. 25-66.
- Fritz Martini, »Die Einheit der Konzeption in J.M.R Lenz' ›Anmerkungen übers Theater‹« (1970), in: Matthias Luserke (Hg.), Jakob Michael Reinhold Lenz im Spiegel der Forschung, Hildesheim u.a. 1995, S. 233-256 (= Olms Studien Bd. 42).
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [SLKW - Barthold] Krabat: Der ‚sorbische Faust‘?
- Teacher
-
- Dr. Willi Wolfgang Barthold
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
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- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/103 In-person - Description
-
Der Zauberer Krabat gilt als bedeutendste und bekannteste sorbische Sagenfigur, durch die sorbische Mythen auch über die Grenzen der Lausitz hinweg bekannt wurden. Der Zauberlehrling, der den schwarzen Müller und die Macht seiner geheimnisvollen schwarzen Mühle bezwingt, fasziniert nicht zuletzt in den bekannten Roman- und Jugendbuchfassungen von Ottfried Preußler und Jurij Brězan sowie im 2008 veröffentlichten Film von Marco Kreuzpaintner ein großes Publikum. Krabat wird dabei im öffentlichen Diskurs häufig als ein ‚sorbischer Faust‘ bezeichnet, eine für die Sorben zentrale Reflexionsfigur, anhand derer sich nicht nur kulturelle Identität, sondern ebenso zentrale Problemstellungen verhandeln lassen, die im Zuge der Konfrontation der kleinen slawischen Minderheit mit einer sich seit dem 19. Jahrhundert rasch modernisierenden und transformierenden Lebenswelt virulent werden. Über den ähnlichen Ursprung in einer Sagentradition bis hin zum Motiv des Teufelspakts scheint ein solcher Vergleich zwischen Krabat und Faust zunächst evident; die mit ihm verbundenen Erkenntnismöglichkeiten und die Grenzen dieser Analogie werden dabei allerdings selten ausreichend reflektiert. Im Seminar wollen wir uns dieser Aufgabe annehmen und nach einer anfänglichen kurzen und ausschnitthaften (Re-)Lektüre von Goethes Faust und Beschäftigung mit dem Faust-Stoff die Krabat-Sage und ihre modernen literarischen und medialen Bearbeitungen intensiv in den Blick nehmen. Dabei sollen neben den Faust-Parallelen ebenso Fragen der sorbischen kulturellen Selbst- und Fremdbeschreibung sowie die Funktionen und Potentiale der Krabat-Figur im interkulturellen Zwischenraum der deutschen und sorbischen Literatur im Zentrum stehen. Die jeweiligen Adaptionen und Bearbeitungen des Krabat-Stoffs sollen dabei stets unter Berücksichtigung ihres (literatur-)historischen Kontexts auf ihren ideologischen Gehalt befragt und mit Blick auf aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen (etwa bzgl. Machtstrukturen, Gender, Alterität, Ökonomie, Medialität etc.) kritisch gedeutet und analysiert werden.
• Das Seminar richtet sich sowohl an Studierende der Slawistik- als auch der Germanistik/Deutsch-Lehramt-Studiengänge. Behandelt werden ausschließlich deutschsprachige Texte, daher sind Sorbischkenntnisse zur Seminarteilnahme nicht erforderlich. Das Seminar ist lektüreintensiv und setzt die Bereitschaft zur ausgiebigen und kontinuierlichen Beschäftigung mit den gelesenen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminargespräch voraus. Die behandelte Primär- und Sekundärliteratur wird am Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Als Teil des Seminars ist eine Exkursion zur „Krabat-Mühle“ in Schwarzkollm inklusive Führung geplant. - Literature
-
- Vollständig gelesen werden voraussichtlich folgende Texte: Martin Nowak-Neumann: Meister Krabat der gute sorbische Zauberer (1954); Jurij Brězan: Die Schwarze Mühle (1968); Ottfried Preußler: Krabat (1971)
- In Auszügen gelesen werden voraussichtlich folgende Texte: Johann Wolfgang von Goethe: Faust I & II (1808, 1832); Jurij Brězan: Krabat oder Die Verwandlung der Welt (1976); Jurij Brězan: Krabat oder Die Bewahrung der Welt (1995)
- Hinzukommen voraussichtlich kürzere Sagen-Texte bzw. ältere Fassungen der Krabat-Sage, kürzere Texte zum Sagenursprung und zur Bedeutung der Krabat-Figur in der neueren deutschen und sorbischen Literatur sowie weitere ausgewählte Sekundärliteratur.
- Behandelt wird außerdem der Film Krabat (Deutschland, 2008, Marco Kreuzpaintner) sowie ggf. noch weitere mediale Adaptionen des Krabat-Stoffs.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Gerigk] - Kindheiten: Poetik/Wissen 19. Jahrhundert
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period W48/1.01 In-person - Description
- Kindheit als eigene Welt und Entwicklungsphase hat sich erst in einem längeren Prozess gegen Ende des 18. Jahrhunderts herausgebildet, wie Philippe Ariès in seiner Studie zur „Geschichte der Kindheit“ (1960) darlegt. Dieses moderne Wissen verschränkt sich mit den literarischen Strömungen im Übergang zum 19. Jahrhundert, u.a. mit dem ersten Entwicklungsroman, den psychologisch erzählten frühen Jahren des „Anton Reiser“ (1785/86). Danach hat die Romantik eine Poetisierung des Kindlichen betrieben, ohne in vormoderne Idealisierungen zu verfallen und ohne Konflikte aufgrund realer Verhältnisse zu ignorieren. Diesen Zwiespalt verarbeitet etwa E.T.A. Hoffmanns populäres Kunstmärchen „Nußknacker und Mausekönig“ (1816). Mit den realistischen Formen und Schreibweisen verschieben sich die Akzente erneut: Der Einstieg zur Novelle „Die Judenbuche“ (1842) von Droste-Hülshoff durchdringt nahezu soziografisch das Umfeld des heranwachsenden Individuums als „Sittengemälde“ aus der westfälischen Region. Einblicke in die kindliche Existenz im Unterschied zum Erwachsenenalter finden sich außerdem bei Adalbert Stifter, besonders eindringlich in den ersten beiden Kapiteln zur Erzählung „Das Haidedorf“ (1840/44). Weitere Primärlektüren, z.B. Ausschnitte über die Kinderzeit aus Wilhelm Raabes Roman „Die Akten des Vogelsangs“ (1896), können im Kurs oder in den Seminararbeiten herangezogen werden.
- Literature
- Beispielhaft für die neuere literaturwissenschaftliche Forschung steht der Sammelband „Kindheit und Literatur. Konzepte – Poetik – Wissen“ (2018); daneben sind Standardwerke und Handbücher zu Theorien und Kontexten der Kindheit(en) nützliche Quellen.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Gerigk] - „34 Sätze über meinen Großvater“: Bobrowskis Prosa
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period W48/0.04 In-person - Description
- Sätze von Johannes Bobrowski zeigen Standpunkt und Perspektive, sie finden eine Sprache für die sinnlich wahrgenommene Umgebung und machen bewusst, dass auch im Kleinen, Ländlichen die keineswegs weltfernen Geschichten erst vor einem historischen Horizont erzählbar werden, der bis an die Gegenwart heranreicht. Die Modernität von Bobrowskis Prosa hat sowohl die damalige Literatur angeregt als auch die nachfolgenden Generationen in Ost und West. Im Rahmen des Seminars bieten seine Werke vielfältige Anknüpfungspunkte für aktuelle Forschungsrichtungen: Narration und Ethik (z.B. die Verantwortung des Erzählens), Interkulturalität in allen Facetten (hier osteuropäisch geprägt), die kulturwissenschaftliche Hinwendung zum Ruralen statt Urbanen sowie das Interesse an Tiergestalten. Daraus erwachsen Zugänge zu den beiden Romanen des ebenso als Lyriker bekannten Autors: „Levins Mühle“ (1964, Untertitel: „34 Sätze über meinen Großvater“) und „Litauische Claviere“ (1965). Diese letzte Veröffentlichung verschränkt mindestens zwei Zeitebenen – 1936/1775 – über eine dichterisch inspirierte Opern-Komposition. Aus den Bänden mit kürzerer Prosa können Texte (z.B. „Mäusefest“, „Lipmanns Leib“, „Der Mahner“) vergleichend darauf untersucht werden, wie typische Motivkomplexe oder Erzählverfahren variiert werden.
- Literature
- Die Lektüren werden über OPAL zur Verfügung gestellt; die beiden im Umfang schmalen Romane sind derzeit leider nicht mehr als Taschenbuch-Ausgaben erhältlich.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Lecture – [NDL – Koch, L.] - Narrative der Kultur
- Teacher
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Max attendee capacity
- 50
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 4th double period – Online - Description
- Der Mensch als „homo narrans“ ist auf die Kulturtechnik des Erzählens angewiesen, um sich zur Wirklichkeit in ein Verhältnis zu setzen. Das Erzählen wird ihm dabei zu einem Medium, um sich aus dem Absolutismus der Wirklichkeit zu emanzipieren. Von dieser Grundüberlegung ausgehend, fragt die Vorlesung nach unterschiedlichen Narrationstypen und der Herstellung von sozialem Sinn in unterschiedlichen Narrativen. In einem methodenorientierten Teil wird es darum gehen, die Leistungsfähigkeit einer Narratologie der Kultur zu diskutieren. Daran anschließend rekonstruiert die Vorlesung materialorientiert zentrale Narrative der Kultur – allen voran das der Apokalypse, der Rettung, des Verfalls, des Fortschritts und der Feindschaft – und fragt nach den politischen Kontexten und Konsequenzen ihrer spektakulären (Re-)inszenierung in unterschiedlichen historischen Situationen und differierenden Medienkonstellationen.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Koch, L.] - Michael Haneke und seine Filme: Gesellschaft, Gewalt, Subjektivierung
- Teacher
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period to 3rd double period BSS/109 und BSS/117 In-person - Description
-
Das Kino Michael Hanekes zielt auf die Schmerzpunkte der modernen Gesellschaft. Es fragt nach der Gewaltsamkeit des Sozialen und den daraus resultierenden Deformationen moderner Subjektivität. Das Seminar will in Form von close screenings Hanekes Filme als Form einer ästhetischen Analyse der Spätmoderne profilieren und danach fragen, welche Kampfzonen hier zu besichtigen sind. Gegenstand des gemeinsamen Nachdenkens wird Hanekes Politik der Form sein, die eine filmische Kritik der Gewalt realisiert.
Hinweis auf sensible Inhalte: Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich mit schwierigen, oftmals schockierenden Momenten filmischer Gewalt zu konfrontieren und diese in ihrer filmischen Drastik und Deutlichkeit zu analysieren. Es wird u.a. um Themen wie Suizid, Amok, Pornografie, Sadismus, Ausbeutung und Sterben gehen. Darüber hinaus ist das Seminar kultur- und gesellschaftstheoretisch orientiert. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Stricker] - Johann Peter Hebels »Schatzkästlein des rheinländischen Hausfreunds« (1811) I
- Teacher
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
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- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday on odd weeks 4th double period to 5th double period ABS/1-01 In-person - Description
-
Seit nunmehr über 200 Jahren behaupten die Kalendergeschichten aus Hebels »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds« (1811) nicht nur ihren festen Platz in schulischen Lesefibeln, sondern erfreuen sich auch andauernder Beliebtheit bei Leser:innen jeden Alters. Immer wieder aber muss sich Hebels Erzählkunst auch gegen das Vorurteil der Biederkeit behaupten. Bei näherer Betrachtung seiner vordergründig auf eine moralische Pointe zielenden Kurztexte zeigt sich jedoch schnell die Abgründigkeit von Hebels Prosa-stücken: »Sie haben alle einen doppelten Boden«, wie Walter Benjamin feststellte. Nicht zufällig beruft sich daher eine Vielzahl deutschsprachiger Autoren des 20. Jahrhunderts auf Hebel als Vorbild, darunter neben Benjamin etwa auch Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Elias Canetti, Franz Kafka, Patrick Roth, W.G. Sebald oder Arnold Stadler.
Im Seminar wollen wir uns mit Hebels Texten zum einen im Modus eines intensiven close reading befassen, d.h. ihre stilistischen und rhetorischen Qualitäten einer möglichst genauen Analyse unterziehen, um die Ambiguität herauszuarbeiten, durch die sie sich der Erwartung einfacher Moraldidaxe widersetzen. Zum anderen wollen wir die sogenan¬nten ›Kalender-geschichten‹ medien- und sozialhistorisch kontextualisieren, indem wir sie zur Geschichte des Kalenders als erstem populären Massenmedium in Beziehung setzen. Ziel soll es sein, der Faszination, die diese Texte bis heute auf eine moderne Leser:innen- und Autor:innenschaft ausüben, auf den Grund zu gehen. - Literature
- Referenzausgabe zur eigenen Anschaffung: Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Hrsg. von Winfried Theiss. Stuttgart: Reclam 1999. [Neupreis ca. 11,80 €]
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Stricker] - Johann Peter Hebels »Schatzkästlein des rheinländischen Hausfreunds« (1811) II
- Teacher
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday on even weeks 4th double period to 5th double period ABS/1-01 In-person - Description
-
Seit nunmehr über 200 Jahren behaupten die Kalendergeschichten aus Hebels »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds« (1811) nicht nur ihren festen Platz in schulischen Lesefibeln, sondern erfreuen sich auch andauernder Beliebtheit bei Leser:innen jeden Alters. Immer wieder aber muss sich Hebels Erzählkunst auch gegen das Vorurteil der Biederkeit behaupten. Bei näherer Betrachtung seiner vordergründig auf eine moralische Pointe zielenden Kurztexte zeigt sich jedoch schnell die Abgründigkeit von Hebels Prosa-stücken: »Sie haben alle einen doppelten Boden«, wie Walter Benjamin feststellte. Nicht zufällig beruft sich daher eine Vielzahl deutschsprachiger Autoren des 20. Jahrhunderts auf Hebel als Vorbild, darunter neben Benjamin etwa auch Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Elias Canetti, Franz Kafka, Patrick Roth, W.G. Sebald oder Arnold Stadler.
Im Seminar wollen wir uns mit Hebels Texten zum einen im Modus eines intensiven close reading befassen, d.h. ihre stilistischen und rhetorischen Qualitäten einer möglichst genauen Analyse unterziehen, um die Ambiguität herauszuarbeiten, durch die sie sich der Erwartung einfacher Moraldidaxe widersetzen. Zum anderen wollen wir die sogenan¬nten ›Kalender-geschichten‹ medien- und sozialhistorisch kontextualisieren, indem wir sie zur Geschichte des Kalenders als erstem populären Massenmedium in Beziehung setzen. Ziel soll es sein, der Faszination, die diese Texte bis heute auf eine moderne Leser:innen- und Autor:innenschaft ausüben, auf den Grund zu gehen. - Literature
- Referenzausgabe zur eigenen Anschaffung: Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Hrsg. von Winfried Theiss. Stuttgart: Reclam 1999. [Neupreis ca. 11,80 €]
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Teufel] - Klassikerverfilmungen – Filmklassiker?
- Teacher
-
- Dr. Annette Teufel
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period HSZ/E03 In-person - Description
-
Das Seminar wendet sich einer Gruppe von Filmen zu, der Publikum und Kritik vielfach mit Skepsis und/oder Ressentiment begegnen: der filmischen Adaption kanonischer literarischer Texte. Der stehende Vorwurf lautet, dass diese so genannten „Verfilmungen“ ihre literarischen Vorlagen nicht „werkgetreu“ widerspiegelten, sie verfälschten – oder schlicht an ihnen scheiterten. Was aber wäre „werkgetreu“ – und ist „Werktreue“ überhaupt ein Kriterium zur Bewertung der Filme, die ja eigenständige Kunstwerke sind? Welche Methoden und Verfahren ermöglichen einen Vergleich zwischen den Filmen und ihren Vorlagen – und womöglich eine Bewertung der Interpretationsleistung, die der Medienwechsel erbringt?
U.a. diesen Fragen widmet sich das Seminar, das sich zum Ziel setzt, die mit dem Medienwechsel verbundenen Veränderungen von erzählten Inhalten und erzählerischen Verfahren zu erarbeiten und beschreibbar zu machen – anhand exemplarischer kanonischer Texte, die „verfilmt“ wurden. Gegenstand der Betrachtungen sind Adaptionen von Märchen, Jurek Becker, Max Frisch, Erich Kästner und Franz Kafka.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte und Filme unerlässlich. – Der vorherige Besuch des Seminars „Einführung in die Filmanalyse“ ist empfehlenswert, wenn auch keine Bedingung.
Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2025 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2025/26. - Literature
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- Als einführende Lektüre wird empfohlen:
- von Hagen, Kirsten: Literaturverfilmung. In: Handbuch Medien der Literatur. Hg. v. Natalie Binczek, Till Dembeck u. Jörgen Schäfer. Berlin [u.a.]: De Gruyter 2013, S. 394-403.
- Hans Krah: Performativität und Literaturverfilmung. Aspekte des Medienwechsels am Beispiel von Franz Kafkas „Der Prozeß“ (1925), Orson Welles' „Der Prozeß“ (1962) und Steven Soderberghs „Kafka“ (1991). In: "Der Rest ist - Staunen": Literatur und Performativität. Hg. v. Erika Hammer u. Edina Sándorfi. Wien: Praesens-Verl. 2006, S. 144-187.
- Ulrike Schwab: Erzähltext und Spielfilm. Zur Ästhetik und Analyse der Filmadaption. Berlin: LIT Verlag 2006.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Teacher
-
- Dr. Annette Teufel
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period HSZ/101 In-person - Description
-
In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. - Literature
-
- Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen:
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Groß] - Theodor W. Adornos „Minima Moralia“
- Teacher
-
- Hendrik Groß
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 4th double period to 5th double period BSS/E41 In-person - Description
-
Termine:
- 08.04.25, 4. DS
- 15.04.-13.05.25, jeweils 4./5. DS
- 27.05.25, 4./5. DS
- 03.06.25, 4. DS
Geschrieben wurden die "Minima Moralia" unter den Bedingungen des Exils und dem Eindruck der nationalsozialistischen Herrschaft. Als Theodor W. Adorno, der heute wohl prominenteste Vertreter der Kritischen Theorie, nach Deutschland zurückkehrte und sie veröffentlichte, wurden sie zu einem Bestseller. Dennoch sind sie auch über 70 Jahre nach ihrem Erscheinen wenig erforscht. Das mag an ihrer inhaltlichen wie formalen Nähe zur Literatur liegen, durch die den "Reflexionen aus dem beschädigten Leben", so ihr Untertitel, auch in Adornos Werk eine Eigenständigkeit zukommt. Zum einen gehen die Reflexionen, die den Umbruch gesellschaftlicher Formen thematisieren, inhaltlich von subjektiver Erfahrung und belletristischer Lektüre aus, anstatt der Philosophie oder Theorie einen Vorrang einzuräumen. Zum anderen setzt die aphoristische Darstellungsform dieser Gesellschaftskritik auf den „schönen Ausdruck“ und stellt ihr Loses und Unverbindliches aus, anstatt es durch expliziten theoretischen Zusammenhang abzusichern.
Das Seminar möchte den in den "Minima Moralia" formulierten Gesellschaftsdiagnosen, ihrer Darstellungsform und ihrem Verhältnis zur Literatur nachspüren. In Close Readings verfolgen wir die Literaturzitate in den Aphorismen zu ihren Quellentexten – wie etwa Heinrich Hoffmanns "Struwwelpeter", Erzählungen von Guy de Maupassant oder Balladen Friedrich Hebbels – und setzen sie ins Verhältnis zu den gesellschaftskritischen Reflexionen. Gleichermaßen untersuchen wir die Literarizität der "Minima Moralia" selbst und diskutieren die spezifische Erkenntnisfähigkeit ihrer Form für die Kritik. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Tarbuk] - Sorge(arbeit) und realistisches Erzählen
- Teacher
-
- Lara Tarbuk
- Max attendee capacity
- 24
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/2-13 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Tarbuk] - Drama und Theater der Weimarer Republik
- Teacher
-
- Lara Tarbuk
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 6th double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
SLK-BA-G-3A-SPR
(Ausbaumodul: Sprache und Kultur)
-
Seminar – [DAF - Binanzer] - Experimentelle Mehrsprachigkeitsforschung
- Teacher
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 6th double period W48/004 In-person - Description
-
Inhalt
Wie funktioniert ein sprachwissenschaftliches Experiment? Was haben Eyetracking, Priming oder Reaktionszeitmessung mit Mehrsprachigkeit zu tun? Welche sprachlichen Verstehens- und Produktionsprozesse mehrsprachiger Lerner:innen können dadurch erfasst und untersucht werden?
Das forschungsorientierte Seminar, das die gleichnamige, vom Language & Multilingualism Lab veranstaltete Gastvortragsreihe „Experimentelle Mehrsprachigkeitsforschung“ flankiert, geht diesen Fragestellungen und damit Experimentaltechniken und -paradigmen der Mehrsprachigkeitsforschung nach. Auf eine allgemeine Einführung in das sprachwissenschaftliche Experimentieren folgen Gastvorträge von Forscher:innen der experimentellen Mehrsprachigkeitsforschung, die ausgewählte Forschungsfragen und -methoden am Beispiel selbst durchgeführter Studien mit Lerner:innen des Deutschen als Zweit- oder Fremdsprache vertiefen. Die Studierenden gewinnen dadurch besonders forschungsnahe Einblicke, welche Verfahren zur Erhebung, Aufbereitung, Beschreibung und Analyse in der experimentellen Mehrsprachigkeitsforschung verwendet werden.
Die hochschulöffentliche Gastvortragsreihe besteht aus insgesamt fünf Gastvorträgen. Diese werden im Seminar in den Seminarsitzungen, die den Gastvorträgen vorangehen, inhaltlich vorentlastet. Dazu finden sich die Studierenden in Expertengruppen zusammen, wobei sich die unterschiedlichen Expertengruppen auf die Fragestellungen und Experimentaltechnik eines Gastvortrags spezialisieren und sich (mit Unterstützung der Seminarleitung) gegenseitig auf die Gastvorträge vorbereiten.
Der Rahmen der hochschulöffentlichen Gastvortragsreihe eröffnet den Studierenden zudem die Möglichkeit, mit den Referent:innen selbst in Kontakt zu treten und wissenschaftstypische social/professional skills einzuüben, indem sie die Vorstellung der Referent:innen und die Moderation der sich den Gastvorträgen anschließenden wissenschaftlichen Diskussion übernehmen.
Lehrformat
Seminar in Präsenz
Voraussetzungen
Die Basismodule Sprachwissenschaft/Sprachgeschichte (GES) und DaZ/DaF sollten bereits absolviert worden sein. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Sprachtypologie trifft kontrastive Linguistik. Deutsch im europäischen Vergleich
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period ABS/0E04/U In-person - Description
-
Deutsch und Niederländisch, Deutsch und Friesisch, Deutsch und Englisch – so ähnlich und doch so anders? Immer wieder werden die Ähnlichkeiten zwischen den germanischen, v. a. westgermanischen Sprachen betont. Die Übereinstimmungen im Wortschatz und in der Grammatik sind bei manchen Sprachenpaaren (z. B. Deutsch und Niederländisch) so groß, dass Sprecher:innen der einen Sprache die der anderen mit vergleichsweise geringem Aufwand verstehen lernen können. Trotzdem ist es mehr als verständlich, dass das aktive Benutzen einer anderen germanischen Sprache nicht durch muttersprachliche Kenntnisse des Deutschen gewährleistet ist.
In dieser Lehrveranstaltung sollen die typologischen Besonderheiten der europäischen Sprachen – mit einem besonderen Fokus auf den germanistischen Sprachen – im Vergleich besprochen werden. Dies soll hauptsächlich aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik erfolgen. Am Anfang der Veranstaltung wird deswegen ein Überblick über die grundlegenden Begriffe und Methoden des Sprachvergleichs gegeben. Es sollen dann die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Deutschen und der anderen modernen europäischen (v. a. germanischen) Sprachen in Orthographie, Phonetik, Morphologie, Syntax und Lexik ermittelt werden. Spezifische Probleme werden an ausgewählten Beispielen vertiefend behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Kategorien liegen, die in einer der Vergleichssprachen keinen grammatischen Ausdruck finden und deren Bedeutung in einer Übersetzungssituation durch Ausdrucksmittel verschiedener Sprachebenen wiedergegeben werden muss.
Am Ende der Veranstaltung werden erfolgreiche Teilnehmer:innen in der Lage sein, aktuelle wissenschaftliche Texte auf dem Gebiet der kontrastiven Linguistik zu verstehen, zu analysieren, kritisch zu beurteilen und für ihre Analysen zu verwenden. Sie werden fähig sein, spezifische Fragestellungen auf dem Fachgebiet dieses Seminars wissenschaftlich zu bearbeiten, empirische Untersuchungen durchzuführen und die Ergebnisse ihrer Untersuchung schriftlich zu formulieren.
Zu den Leistungsanforderungen gehören Übernahme eines Referats, begleitende Lektüre und aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten) oder eine alternative Prüfungsform.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Hansesprache oder Mittelniederdeutsch als Fremdsprache
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 3rd double period W48/0001/U In-person - Description
-
In diesem Seminar werden Grundzüge der sprachlichen Strukturen des Mittelniederdeutschen behandelt. Anhand von ausgewählten literarischen und sachbezogenen Textzeugnissen werden die Grundlagen der mittelniederdeutschen Grammatik, Lexik, Lautung und Schreibung vermittelt, die den Studierenden zur Lektüre, Übersetzung, sprach- und literaturwissenschaftlichen Analyse mittelniederdeutscher Texte befähigen sollen. Erarbeitet werden u. a. Aspekte der Formen und Konsequenzen der historischen Mehrsprachigkeit (Latein, Mittelniederdeutsch, Frühneuhochdeutsch), der räumlichen Variation sowie der sprachlichen Existenzformen des Mittelniederdeutschen (Schriftsprache, Mundart, Verkehrssprache). Hauptlernziel der Lehrveranstaltung ist es, Grundkenntnisse der mittelniederdeutschen Sprache und Literatur zu verschaffen, aber auch Basis- und Überblickwissen über die mittelalterliche und frühneuzeitliche Kultur des norddeutschen Raumes zu entwickeln. Auf diese Weise wird die Grundlage für eine weitere Beschäftigung mit der Literatur der mittleren Sprachstufe des Niederdeutschen gelegt. Auszüge aus den wichtigsten Textzeugen des Mittelniederdeutschen werden im Seminar als elektronische Ressource über OPAL zur Verfügung gestellt (Sachsenspiegel, Des dodes dantz, Reynke de vos, Dat Narrenschyp, Redentiner Osterspiel u. a. m.).
NB! Aktive oder passive Kenntnisse des Niederdeutschen (Plattdeutsch) sind von Vorteil, aber nicht erforderlich. Ebenso gut können Vorkenntnisse aus dem Kurs „Grundlagen der Mediävistik“ oder einer Einführung in das Mittelhochdeutsche nutzbringend eingebracht werden.
Als Leistungsnachweise dienen begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse und Übersetzung sprachlicher Belege und das erfolgreiche Bestehen einer Abschlussklausur.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Wortgeschichten. Grundzüge der historischen Semantik
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period ABS/CON2/U In-person - Description
-
Die historische Semantik beschäftigt sich mit dem geschichtlichen Wandel in der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Ziel der Veranstaltung ist es zum einen, linguistische Beschreibungsstrategien für die Erfassung solcher Phänomene vorzustellen. Zum anderen sollen anhand prägnanter Fallbeispiele typische Formen des Bedeutungswandels beschrieben werden; hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, den historischen Einfluss mittelalterlicher Fach‐ und Sondersprachen (Sprache der Kirche, Sprache des Hofes, Sprache des Rechts, Sprache der Jagd, Sprache der Mystik, Hansesprache) auf das gegenwärtige Deutsch nachzuzeichnen. Auf diese Weise wird gleichzeitig ein Einblick in die historische Schichtung des deutschen Wortschatzes geboten.
Zu den Leistungsanforderungen gehören begleitende Lektüre und aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten) oder eine alternative Prüfungsform.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Sahlbach] - Verben
- Teacher
-
- Veronika Sahlbach
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 6th double period W48/0101/U In-person - Description
-
Verben übernehmen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Handlungen, Zustände oder Prozesse sprachlich zu strukturieren und Bedeutung zu transportieren. Ihre Form und Funktion variieren je nach Sprachsystem, grammatischem Kontext und kommunikativer Absicht, wodurch sie ein breites Spektrum an linguistischen Fragestellungen eröffnen. Ob als Träger von Tempus, Aspekt oder Modus, ob in idiomatischen Wendungen oder als Teil komplexer Prädikatsstrukturen – Verben sind ein Schlüssel zur Analyse sprachlicher Dynamik und Variation.
Im Seminar untersuchen wir Verben aus verschiedenen linguistischen Perspektiven. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Valenz, Aspekt und Tempus, wobei sowohl synchrone als auch diachrone Ansätze berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden die Verwendungen von Verben in unterschiedlichen Sprachsystemen und ihre Bedeutung in der Grammatikschreibung und -vermittlung thematisiert. Im Rahmen von Diskussionsrunden und praxisorientierten Aufgaben widmen wir uns außerdem der Frage, wie komplexe sprachliche Phänomene, insbesondere solche im Zusammenhang mit Verben, didaktisch aufbereitet und im Schulkontext vermittelt werden können.
Das Seminar richtet sich sowohl an Fachstudierende als auch an Lehramtsstudierende und bietet Raum, die theoretischen Grundlagen auf eigene, praxisorientierte Fragestellungen anzuwenden. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Vielschichtigkeit von Verben zu erlangen und deren zentrale Rolle für Sprache und Kommunikation in verschiedenen Kontexten zu erschließen. - Literature
-
- •Bredel, Ursula/Lohnstein, Horst (2001): Zur Ableitung von Tempus und Modus in der deutschen Verbflexion. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 20 (2), S. 218–250. https://doi.org/10.1515/zfsw.2001.20.2.218.
- •Bredel, Ursula/Töpler, Cäcilia (2007): Verb. In: Handbuch der deutschen Wortarten (= De Gruyter Lexikon). Berlin/Boston: De Gruyter. S. 823–904. https://doi.org/10.1515/9783110217087.
- •Dürscheid, Christa (2012): Syntax: Grundlagen und Theorien (= UTB Sprachwissenschaften 3319). 6., aktualisierte Auflage. Göttingen Bristol: Vandenhoeck & Ruprecht.
- •Vogel, Petra M. ; Thieroff (2009): Flexion (= Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik ; 7). Heidelberg: Winter.
- •Welke, Klaus (2011): Valenzgrammatik des Deutschen: Eine Einführung. De Gruyter.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Zhang] - Soziolinguistik und Mehrsprachigkeit
- Teacher
-
- Dr. Bin Zhang
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/2-09/U In-person - Description
- Das Wort „Soziolinguistik“ wurde Anfang der 1960er Jahre noch mit einem Bindestrich geschrieben. Dies zeigt, dass der soziale Aspekt der sprachlichen Ausdrücke damals noch als eine nicht-langlebige Ad-hoc-Wortbildung betrachtet wurde. Durch die Aufhebung des Bindestrichs erklärt sich die sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen mittlerweile als etabliert. Das Seminar verfolgt den Versuch, das soziolinguistische Phänomen in einer mehrsprachigen gesellschaftlichen Konstellation zu betrachten und die aktuelle mehrsprachige Debatte aus soziolinguistischer Perspektive zu thematisieren. Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
- Literature
-
- Grundliteratur
- Jürgen, Spitzmüller (2022): Soziolinguistik. Eine Einführung. Stuttgart: J.B. Metzler.
- Joachim Schlabach, Constanze Bradlaw & Britta Hufeisen (Hrsg.) (2024): Mehrsprachenlernen in gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten. Tübingen: Narr.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Teacher
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period SLUB TextLab/T3 In-person - Description
-
Im Service-Learning-Seminar “Barrierefreie Kommunikation” widmen wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH der Frage, wie neue Möglichkeiten der Text- und Video- wie Sprachgenese die Anliegen barrierefreier Kommunikation unterstützen. Dafür ist zum einen in die Grundsätze der einfachen Sprache einzuführen (u.a. auf der Basis der DIN ISO 24495 "Einfache Sprache") und zum zweiten in die Möglichkeiten, die sich durch Textgeneratoren im Hinblick auf barrierefreie Kommunikation eröffnen. Zum dritten wird eine Umsetzung an verschiedenen Praxisprojekten angestrebt.
Zentrale Kommunikationsplattform für das Seminar ist eine MATRIX-Gruppe (Link folgt). Die Präsentation (*.PDF) zum Kurs wird online zur Verfügung gestellt. Die Inputphase des Seminars wird auf Youtube live gestreamt und steht danach als Aufzeichnung zur Verfügung. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Lasch] - Alles Text? Sprache und Spiel
- Teacher
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period SLUB TextLab/T3 In-person - Description
-
Der "Text" ist eine grundlegende Kategorie für Literatur- wie Sprachwissenschaft. Im Seminar gehen wir auf der Basis von Forschungsarbeiten zur "Textgrammatik" und "Textpragmatik" der Frage nach, wie spezifische Textmerkale pragmatisch funktionalisiert werden, und wie wir unterschiedliche (und häufig multimodale) Textformen analysieren können. Im Mittelpunkt wird der Zusammenhang von „Sprache und Spiel“ stehen; ein Thema, das in der gleichnamigen Vorlesung im WiSe 2024 (erstmals) Gegenstand einer Einführung im Bereich der germanistischen Linguistik war.
Fragen in „Alles Text? Sprache und Spiel“ können sein: Wie stehen Sprache und (Bewegt-)Bild in in Relation? Sind inszenierte Dialoge in Point-and-Click-Adventures als Texte aufzufassen? Welche Rolle spielt das Textlayout für unsere Wahrnehmung von Texten? Können wir die Vernetzung von Online-Kommentaren ‚in einem Text‘ abbilden? Wie viele (und welche) Texte bilden einen Diskurs (über ein Spiel)? Wann ist ein Text ungrammatisch, aber pragmatisch funktional? Im ersten Teil des Seminars wird in die grundlegenden systematischen Beschreibungskategorien eingeführt: Textgrammatik, Textpragmatik und die Grundlagen des digitalen Spiels. In einem zweiten Teil werden aus exemplarischen Spielen Texte und Textverbünde nach ihrer kommunikativen Funktion ausgewählt und hinsichtlich ihrer Spezifik untersucht. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Lecture – [GLS - Lasch] - Sprache und Religion
- Teacher
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Max attendee capacity
- 100
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Friday 2nd double period ABS/0E08/H In-person - Description
-
Den Zusammenhang von Sprache und Religion als Ideenlehre nimmt die „Religionslinguistik“ in den Blick. Sie versteht religiöse Kommunikation als einen Prozess, der die Beziehung einer Gemeinschaft zur Transzendenz gestaltet, stabilisiert und erfahrbar macht. Um diese Beziehung analysieren zu können, wird eine Kommunikationstypologie (für monotheistische Glaubenspraktiken) genutzt, die drei zentrale Handlungsformen umfasst: Verkündigung, Verehrung und Vergegenwärtigung. Verkündigung bezieht sich auf die Verbreitung der Glaubenslehre und die Vermittlung von Glaubensinhalten -- Verehrung ist die Antwort darauf. Sie dient der Stabilisierung der durch die Verkündigung ausgelösten Wahrnehmung von Paradoxien, die im Glauben auftreten können. Die Vergegenwärtigung zielt darauf ab, die in der Glaubenslehre verkündete Transzendenz im Hier und Jetzt erfahrbar zu machen. Religiöse Sprache ist vor diesem Hintergrund eine funktionale Varietät, die sich durch spezifische Gegenstände, Methoden und Kommunikationsformen auszeichnet. In der Vorlesung werden Möglichkeiten und Begrenzungen des Mediums Sprache in diesem spezifischen Sinne im Vordergrund stehen.
Zentrale Kommunikationsplattform für die Vorlesung ist eine MATRIX-Gruppe (Link folgt). Die Präsentation (*.PDF) zur Vorlesung wird auf Zenodo zur Verfügung gestellt. Die Vorlesung wird auf Youtube live gestreamt und steht danach als Aufzeichnung zur Verfügung. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Teachers
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Dr. Dalibor Zeman
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Date Clock time Place Event format to – Online to – Online - Description
-
Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literature
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
SLK-BA-G-3S-LIT
(Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur)
-
Seminar – [ÄDL - Münkler] - Nibelungenlied
- Teacher
-
- Prof. Dr. Marina Münkler
- Max attendee capacity
- 0
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 5th double period W48/001 In-person - Description
-
Das Nibelungenlied ist nach dem Hildebrandslied das früheste schriftlich überlieferte deutsche Heldenepos. Von der höfischen Epik unterscheidet sich die Heldenepik durch strophische Gliederung, anonyme Autorschaft und mündlichen Ursprung sowie den germanischen Stoff. Der Nibelungenstoff stammt aus der Völkerwanderungszeit und wurde zwischen 1180 und 1210 verschriftlicht. Überliefert sind 11 annähernd vollständige Handschriften und über 20 Fragmente aus dem 13. - 16. Jh.
Gegliedert sind die über 2370 vierzeiligen Strophen (= mehr als 9480 Verse) des NL in zwei Teile mit 39 âventiuren. Der erste Teil (âventiure 1-19) erzählt von der Aufnahme und Ermordung des Königssohns Sîvrit (Siegfried) am Wormser Hof der Burgundenkönige Gunther, Gernot und Giselher. Der zweite Teil erzählt von der Rache seiner Ehefrau Kriemhild an ihren Brüdern und deren Vasall Hagen, der zum Untergang der Burgunden führt. Anders als im höfischen Roman steht im Zentrum des Nibelungenlieds nicht ein Held, sondern ein Personenverband, die Konflikte um Ehre und triuwe sowie die Vorstellungen von heroischem Handeln. Ziel des Seminars ist es, das Nibelungenlied unter verschiedenen Aspekten (Mündlichkeit-Schriftlichkeit, heroisch vs. höfisch, Familienverband und Herrschaftsverband, Konstruktionen von Geschlecht, triuwe, Verrat und Waffenbrüderschaft) zu untersuchen. - Literature
- Verbindliche Textgrundlage: Das Nibelungenlied, Mittelhochdt. /Neuhochdt. Nach der Handschrift B herausgegeben von Ursula Schulze. Ins Neuhochdeutsche übersetzt von Siegfried Grosse, Stuttgart: Reclam, 2018. Die Kenntnis des Textes wird zu Beginn des Semesters vorausgesetzt. Zur Einführung lesen Sie daneben bitte: Jan-Dirk Müller, Das Nibelungenlied, 2. durchges. u. erw. Auflage, Berlin 2009.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [ÄDL - Sablotny] - Die Kunst zu lieben – auf Mittelhochdeutsch
- Teacher
-
- Dr. Antje Sablotny
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From
- Appointments
-
Date Clock time Place Event format – In-person - Description
-
Die Minnelyrik des Mittelalters ist ein enorm artifizielles Phänomen und gemacht für die höfische Elite der mittelalterlichen Gesellschaft. Gleichwohl stellt sie immer wieder neu die Frage, die uns noch heute – freilich unter ganz anderen historischen und sozialen Voraussetzungen – interessiert: „Saget mir ieman, waz ist minne?“
Im Seminar werden wir uns zentrale Lieder aus der mittelhochdeutschen Minnelyrik von der frühen bis zur späten Phase – etwa Reinmars des Alten, Walthers von der Vogelweide, Neidharts, Gottfrieds von Neifen u.a. – sowie entsprechende Forschungsbeiträge erarbeiten und diese unter folgenden Schwerpunkten diskutieren: Konzepte der Liebe mit ihren Spannungen und Ambiguitäten, Liebe als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium, Gattungsvielfalt, Performanz und Performativität, Emotionalität, Konstruktionen des Weiblichen und Männlichen, Artifizialität durch Sprache und Form, Kann man Lyrik übersetzen? sowie: ‚unfeste‘ Texte – Herausforderungen durch divergierende Überlieferungen. - Literature
- Die Lektüretexte werden rechtzeitig auf der OPAL-Seite zur Verfügung gestellt. Lesen Sie zur Vorbereitung den Beitrag von Manuel Braun: Geschichte(n) des Minnesangs, in: Kellner, Beate/Reichlin, Susanne/Rudolph, Alexander: Handbuch Minnesang, Berlin/Boston: De Gruyter 2021, S. 465–506. (Handbuch als E-Book über SLUB-Zugang verfügbar: https://katalog.slub-dresden.de/id/0-1676961143)
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Bothe] - J.M.R. Lenz
- Teacher
-
- Dr. Thorsten Bothe
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 5th double period BSS/149 In-person - Description
- Goethe erwähnt J.M.R. Lenz (1751-1792) in seinem berühmten oft abwertend (und damit für Lenz' Schriften folgenreich) zitierten Diktum in Dichtung und Wahrheit als bloß »vorübergehendes Meteor«, Lenz »[…] zog nur augenblicklich über den Horizont der deutschen Literatur hin und verschwand plötzlich, ohne im Leben eine Spur zu hinterlassen.« An Herder schrieb der letztlich für völlig ›verrückt‹ erklärte Lenz über sich selbst, er sei sogar »seinen Freunden ein Rätsel«. Die Beurteilungen seiner Zeit reichen von »bürgerlicher Wolf« (Böttiger) bis »leidender Heiliger« (Röderer) und später bis hin zur bereits historisierenden Sicht Lenz' als »jammervollste aller Literaturleichen« (Bleibtreu, 1868). So wurde Lenz zwar »vornehm […] in der Literaturgeschichte als Nachahmer Goethes bestattet« (Luserke), konnte aber als Verkannter zu Beginn der 1990er Jahre von der Forschung umso intensiver wiederentdeckt werden. Unter zwei verschlungenen Perspektiven, Dramenpoetologie und Sexualitätsdiskurs, will das Seminar epochennah in Autor und Werk einführen. Lenz kann exemplarisch als Autor gelten, der – Aufklärung der Aufklärung betreibend – mit dem avantgardistischen Anspruch auftritt, anders zu sein und sich programmatisch Normen durchbrechend über Gattungsgrenzen hinwegsetzt. Gelesen werden sollen unter anderem die durch Goethes Bemühungen erschienenen Anmerkungen übers Theater, »die eigenartigste und eigenwilligste Schrift, die sich in der deutschen Literatur mit der Theorie […] des Dramas beschäftigt« (F. Martini), sowie Lenz' erstes Drama, Der Hofmeister, welches an die ›Anmerkungen‹ praktisch anknüpft und das z.B. die Fünfaktigkeit gleichzeitig beibehält und unterläuft, sowie die Kollision von Lustemanzipation mit gesellschaftlichen Forderungen für Liebesbeziehungen, die in der Kastration gipfelt, vorführt. Weitere Texte: Die Soldaten. Die Reclam-Ausgaben Die Soldaten und Der Hofmeister können angeschafft werden.
- Literature
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- J.M.R. Lenz, Anmerkungen übers Theater nebst angehängten übersetzten Stück Shakespears, (Leipzig: Weygandsche Buchhandlung, 1774), in: Werke in zwölf Bänden, Faksimiles der Erstausgaben seiner zu Lebzeiten selbständig erschienenen Texte, hg. v. Christoph Weiß, St. Ingbert: Röhrig 2001, Bd. 5, S. 1-56.
- Mathias Luserke/ Reiner Marx, »Die Anti-Läuffer. Thesen zur SuD-Forschung oder Gedanken neben dem Totenkopf auf der Toilette des Denkers«, Lenz-Jahrbuch. Sturm-und-Drang-Studien 2 (1992), S. 126-150.
- Roy Pascal, »Die Sturm-und-Drang-Bewegung« (1952), in: Manfred Wacker (Hg.), Sturm und Drang, Darmstadt 1985, S. 25-66.
- Fritz Martini, »Die Einheit der Konzeption in J.M.R Lenz' ›Anmerkungen übers Theater‹« (1970), in: Matthias Luserke (Hg.), Jakob Michael Reinhold Lenz im Spiegel der Forschung, Hildesheim u.a. 1995, S. 233-256 (= Olms Studien Bd. 42).
- Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [SLKW - Barthold] Krabat: Der ‚sorbische Faust‘?
- Teacher
-
- Dr. Willi Wolfgang Barthold
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/103 In-person - Description
-
Der Zauberer Krabat gilt als bedeutendste und bekannteste sorbische Sagenfigur, durch die sorbische Mythen auch über die Grenzen der Lausitz hinweg bekannt wurden. Der Zauberlehrling, der den schwarzen Müller und die Macht seiner geheimnisvollen schwarzen Mühle bezwingt, fasziniert nicht zuletzt in den bekannten Roman- und Jugendbuchfassungen von Ottfried Preußler und Jurij Brězan sowie im 2008 veröffentlichten Film von Marco Kreuzpaintner ein großes Publikum. Krabat wird dabei im öffentlichen Diskurs häufig als ein ‚sorbischer Faust‘ bezeichnet, eine für die Sorben zentrale Reflexionsfigur, anhand derer sich nicht nur kulturelle Identität, sondern ebenso zentrale Problemstellungen verhandeln lassen, die im Zuge der Konfrontation der kleinen slawischen Minderheit mit einer sich seit dem 19. Jahrhundert rasch modernisierenden und transformierenden Lebenswelt virulent werden. Über den ähnlichen Ursprung in einer Sagentradition bis hin zum Motiv des Teufelspakts scheint ein solcher Vergleich zwischen Krabat und Faust zunächst evident; die mit ihm verbundenen Erkenntnismöglichkeiten und die Grenzen dieser Analogie werden dabei allerdings selten ausreichend reflektiert. Im Seminar wollen wir uns dieser Aufgabe annehmen und nach einer anfänglichen kurzen und ausschnitthaften (Re-)Lektüre von Goethes Faust und Beschäftigung mit dem Faust-Stoff die Krabat-Sage und ihre modernen literarischen und medialen Bearbeitungen intensiv in den Blick nehmen. Dabei sollen neben den Faust-Parallelen ebenso Fragen der sorbischen kulturellen Selbst- und Fremdbeschreibung sowie die Funktionen und Potentiale der Krabat-Figur im interkulturellen Zwischenraum der deutschen und sorbischen Literatur im Zentrum stehen. Die jeweiligen Adaptionen und Bearbeitungen des Krabat-Stoffs sollen dabei stets unter Berücksichtigung ihres (literatur-)historischen Kontexts auf ihren ideologischen Gehalt befragt und mit Blick auf aktuelle literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen (etwa bzgl. Machtstrukturen, Gender, Alterität, Ökonomie, Medialität etc.) kritisch gedeutet und analysiert werden.
• Das Seminar richtet sich sowohl an Studierende der Slawistik- als auch der Germanistik/Deutsch-Lehramt-Studiengänge. Behandelt werden ausschließlich deutschsprachige Texte, daher sind Sorbischkenntnisse zur Seminarteilnahme nicht erforderlich. Das Seminar ist lektüreintensiv und setzt die Bereitschaft zur ausgiebigen und kontinuierlichen Beschäftigung mit den gelesenen Texten sowie zur aktiven Mitarbeit im Seminargespräch voraus. Die behandelte Primär- und Sekundärliteratur wird am Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Als Teil des Seminars ist eine Exkursion zur „Krabat-Mühle“ in Schwarzkollm inklusive Führung geplant. - Literature
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- Vollständig gelesen werden voraussichtlich folgende Texte: Martin Nowak-Neumann: Meister Krabat der gute sorbische Zauberer (1954); Jurij Brězan: Die Schwarze Mühle (1968); Ottfried Preußler: Krabat (1971)
- In Auszügen gelesen werden voraussichtlich folgende Texte: Johann Wolfgang von Goethe: Faust I & II (1808, 1832); Jurij Brězan: Krabat oder Die Verwandlung der Welt (1976); Jurij Brězan: Krabat oder Die Bewahrung der Welt (1995)
- Hinzukommen voraussichtlich kürzere Sagen-Texte bzw. ältere Fassungen der Krabat-Sage, kürzere Texte zum Sagenursprung und zur Bedeutung der Krabat-Figur in der neueren deutschen und sorbischen Literatur sowie weitere ausgewählte Sekundärliteratur.
- Behandelt wird außerdem der Film Krabat (Deutschland, 2008, Marco Kreuzpaintner) sowie ggf. noch weitere mediale Adaptionen des Krabat-Stoffs.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Gerigk] - Kindheiten: Poetik/Wissen 19. Jahrhundert
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period W48/1.01 In-person - Description
- Kindheit als eigene Welt und Entwicklungsphase hat sich erst in einem längeren Prozess gegen Ende des 18. Jahrhunderts herausgebildet, wie Philippe Ariès in seiner Studie zur „Geschichte der Kindheit“ (1960) darlegt. Dieses moderne Wissen verschränkt sich mit den literarischen Strömungen im Übergang zum 19. Jahrhundert, u.a. mit dem ersten Entwicklungsroman, den psychologisch erzählten frühen Jahren des „Anton Reiser“ (1785/86). Danach hat die Romantik eine Poetisierung des Kindlichen betrieben, ohne in vormoderne Idealisierungen zu verfallen und ohne Konflikte aufgrund realer Verhältnisse zu ignorieren. Diesen Zwiespalt verarbeitet etwa E.T.A. Hoffmanns populäres Kunstmärchen „Nußknacker und Mausekönig“ (1816). Mit den realistischen Formen und Schreibweisen verschieben sich die Akzente erneut: Der Einstieg zur Novelle „Die Judenbuche“ (1842) von Droste-Hülshoff durchdringt nahezu soziografisch das Umfeld des heranwachsenden Individuums als „Sittengemälde“ aus der westfälischen Region. Einblicke in die kindliche Existenz im Unterschied zum Erwachsenenalter finden sich außerdem bei Adalbert Stifter, besonders eindringlich in den ersten beiden Kapiteln zur Erzählung „Das Haidedorf“ (1840/44). Weitere Primärlektüren, z.B. Ausschnitte über die Kinderzeit aus Wilhelm Raabes Roman „Die Akten des Vogelsangs“ (1896), können im Kurs oder in den Seminararbeiten herangezogen werden.
- Literature
- Beispielhaft für die neuere literaturwissenschaftliche Forschung steht der Sammelband „Kindheit und Literatur. Konzepte – Poetik – Wissen“ (2018); daneben sind Standardwerke und Handbücher zu Theorien und Kontexten der Kindheit(en) nützliche Quellen.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Gerigk] - „34 Sätze über meinen Großvater“: Bobrowskis Prosa
- Teacher
-
- Dr. Anja Gerigk
- Max attendee capacity
- 35
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period W48/0.04 In-person - Description
- Sätze von Johannes Bobrowski zeigen Standpunkt und Perspektive, sie finden eine Sprache für die sinnlich wahrgenommene Umgebung und machen bewusst, dass auch im Kleinen, Ländlichen die keineswegs weltfernen Geschichten erst vor einem historischen Horizont erzählbar werden, der bis an die Gegenwart heranreicht. Die Modernität von Bobrowskis Prosa hat sowohl die damalige Literatur angeregt als auch die nachfolgenden Generationen in Ost und West. Im Rahmen des Seminars bieten seine Werke vielfältige Anknüpfungspunkte für aktuelle Forschungsrichtungen: Narration und Ethik (z.B. die Verantwortung des Erzählens), Interkulturalität in allen Facetten (hier osteuropäisch geprägt), die kulturwissenschaftliche Hinwendung zum Ruralen statt Urbanen sowie das Interesse an Tiergestalten. Daraus erwachsen Zugänge zu den beiden Romanen des ebenso als Lyriker bekannten Autors: „Levins Mühle“ (1964, Untertitel: „34 Sätze über meinen Großvater“) und „Litauische Claviere“ (1965). Diese letzte Veröffentlichung verschränkt mindestens zwei Zeitebenen – 1936/1775 – über eine dichterisch inspirierte Opern-Komposition. Aus den Bänden mit kürzerer Prosa können Texte (z.B. „Mäusefest“, „Lipmanns Leib“, „Der Mahner“) vergleichend darauf untersucht werden, wie typische Motivkomplexe oder Erzählverfahren variiert werden.
- Literature
- Die Lektüren werden über OPAL zur Verfügung gestellt; die beiden im Umfang schmalen Romane sind derzeit leider nicht mehr als Taschenbuch-Ausgaben erhältlich.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
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Seminar – [NDL – Koch, L.] - Michael Haneke und seine Filme: Gesellschaft, Gewalt, Subjektivierung
- Teacher
-
- Prof. Dr. Lars Koch
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period to 3rd double period BSS/109 und BSS/117 In-person - Description
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Das Kino Michael Hanekes zielt auf die Schmerzpunkte der modernen Gesellschaft. Es fragt nach der Gewaltsamkeit des Sozialen und den daraus resultierenden Deformationen moderner Subjektivität. Das Seminar will in Form von close screenings Hanekes Filme als Form einer ästhetischen Analyse der Spätmoderne profilieren und danach fragen, welche Kampfzonen hier zu besichtigen sind. Gegenstand des gemeinsamen Nachdenkens wird Hanekes Politik der Form sein, die eine filmische Kritik der Gewalt realisiert.
Hinweis auf sensible Inhalte: Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich mit schwierigen, oftmals schockierenden Momenten filmischer Gewalt zu konfrontieren und diese in ihrer filmischen Drastik und Deutlichkeit zu analysieren. Es wird u.a. um Themen wie Suizid, Amok, Pornografie, Sadismus, Ausbeutung und Sterben gehen. Darüber hinaus ist das Seminar kultur- und gesellschaftstheoretisch orientiert. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
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Seminar – [NDL – Stricker] - Johann Peter Hebels »Schatzkästlein des rheinländischen Hausfreunds« (1811) I
- Teacher
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday on odd weeks 4th double period to 5th double period ABS/1-01 In-person - Description
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Seit nunmehr über 200 Jahren behaupten die Kalendergeschichten aus Hebels »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds« (1811) nicht nur ihren festen Platz in schulischen Lesefibeln, sondern erfreuen sich auch andauernder Beliebtheit bei Leser:innen jeden Alters. Immer wieder aber muss sich Hebels Erzählkunst auch gegen das Vorurteil der Biederkeit behaupten. Bei näherer Betrachtung seiner vordergründig auf eine moralische Pointe zielenden Kurztexte zeigt sich jedoch schnell die Abgründigkeit von Hebels Prosa-stücken: »Sie haben alle einen doppelten Boden«, wie Walter Benjamin feststellte. Nicht zufällig beruft sich daher eine Vielzahl deutschsprachiger Autoren des 20. Jahrhunderts auf Hebel als Vorbild, darunter neben Benjamin etwa auch Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Elias Canetti, Franz Kafka, Patrick Roth, W.G. Sebald oder Arnold Stadler.
Im Seminar wollen wir uns mit Hebels Texten zum einen im Modus eines intensiven close reading befassen, d.h. ihre stilistischen und rhetorischen Qualitäten einer möglichst genauen Analyse unterziehen, um die Ambiguität herauszuarbeiten, durch die sie sich der Erwartung einfacher Moraldidaxe widersetzen. Zum anderen wollen wir die sogenan¬nten ›Kalender-geschichten‹ medien- und sozialhistorisch kontextualisieren, indem wir sie zur Geschichte des Kalenders als erstem populären Massenmedium in Beziehung setzen. Ziel soll es sein, der Faszination, die diese Texte bis heute auf eine moderne Leser:innen- und Autor:innenschaft ausüben, auf den Grund zu gehen. - Literature
- Referenzausgabe zur eigenen Anschaffung: Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Hrsg. von Winfried Theiss. Stuttgart: Reclam 1999. [Neupreis ca. 11,80 €]
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Stricker] - Johann Peter Hebels »Schatzkästlein des rheinländischen Hausfreunds« (1811) II
- Teacher
-
- Dr. Bernhard Stricker
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday on even weeks 4th double period to 5th double period ABS/1-01 In-person - Description
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Seit nunmehr über 200 Jahren behaupten die Kalendergeschichten aus Hebels »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds« (1811) nicht nur ihren festen Platz in schulischen Lesefibeln, sondern erfreuen sich auch andauernder Beliebtheit bei Leser:innen jeden Alters. Immer wieder aber muss sich Hebels Erzählkunst auch gegen das Vorurteil der Biederkeit behaupten. Bei näherer Betrachtung seiner vordergründig auf eine moralische Pointe zielenden Kurztexte zeigt sich jedoch schnell die Abgründigkeit von Hebels Prosa-stücken: »Sie haben alle einen doppelten Boden«, wie Walter Benjamin feststellte. Nicht zufällig beruft sich daher eine Vielzahl deutschsprachiger Autoren des 20. Jahrhunderts auf Hebel als Vorbild, darunter neben Benjamin etwa auch Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Elias Canetti, Franz Kafka, Patrick Roth, W.G. Sebald oder Arnold Stadler.
Im Seminar wollen wir uns mit Hebels Texten zum einen im Modus eines intensiven close reading befassen, d.h. ihre stilistischen und rhetorischen Qualitäten einer möglichst genauen Analyse unterziehen, um die Ambiguität herauszuarbeiten, durch die sie sich der Erwartung einfacher Moraldidaxe widersetzen. Zum anderen wollen wir die sogenan¬nten ›Kalender-geschichten‹ medien- und sozialhistorisch kontextualisieren, indem wir sie zur Geschichte des Kalenders als erstem populären Massenmedium in Beziehung setzen. Ziel soll es sein, der Faszination, die diese Texte bis heute auf eine moderne Leser:innen- und Autor:innenschaft ausüben, auf den Grund zu gehen. - Literature
- Referenzausgabe zur eigenen Anschaffung: Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds. Hrsg. von Winfried Theiss. Stuttgart: Reclam 1999. [Neupreis ca. 11,80 €]
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Teufel] - Klassikerverfilmungen – Filmklassiker?
- Teacher
-
- Dr. Annette Teufel
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period HSZ/E03 In-person - Description
-
Das Seminar wendet sich einer Gruppe von Filmen zu, der Publikum und Kritik vielfach mit Skepsis und/oder Ressentiment begegnen: der filmischen Adaption kanonischer literarischer Texte. Der stehende Vorwurf lautet, dass diese so genannten „Verfilmungen“ ihre literarischen Vorlagen nicht „werkgetreu“ widerspiegelten, sie verfälschten – oder schlicht an ihnen scheiterten. Was aber wäre „werkgetreu“ – und ist „Werktreue“ überhaupt ein Kriterium zur Bewertung der Filme, die ja eigenständige Kunstwerke sind? Welche Methoden und Verfahren ermöglichen einen Vergleich zwischen den Filmen und ihren Vorlagen – und womöglich eine Bewertung der Interpretationsleistung, die der Medienwechsel erbringt?
U.a. diesen Fragen widmet sich das Seminar, das sich zum Ziel setzt, die mit dem Medienwechsel verbundenen Veränderungen von erzählten Inhalten und erzählerischen Verfahren zu erarbeiten und beschreibbar zu machen – anhand exemplarischer kanonischer Texte, die „verfilmt“ wurden. Gegenstand der Betrachtungen sind Adaptionen von Märchen, Jurek Becker, Max Frisch, Erich Kästner und Franz Kafka.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Texte und Filme unerlässlich. – Der vorherige Besuch des Seminars „Einführung in die Filmanalyse“ ist empfehlenswert, wenn auch keine Bedingung.
Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie für Ihre Studienjahresplanung, dass dieses Seminar nur im Sommersemester 2025 angeboten wird, nicht aber im Wintersemester 2025/26. - Literature
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- Als einführende Lektüre wird empfohlen:
- von Hagen, Kirsten: Literaturverfilmung. In: Handbuch Medien der Literatur. Hg. v. Natalie Binczek, Till Dembeck u. Jörgen Schäfer. Berlin [u.a.]: De Gruyter 2013, S. 394-403.
- Hans Krah: Performativität und Literaturverfilmung. Aspekte des Medienwechsels am Beispiel von Franz Kafkas „Der Prozeß“ (1925), Orson Welles' „Der Prozeß“ (1962) und Steven Soderberghs „Kafka“ (1991). In: "Der Rest ist - Staunen": Literatur und Performativität. Hg. v. Erika Hammer u. Edina Sándorfi. Wien: Praesens-Verl. 2006, S. 144-187.
- Ulrike Schwab: Erzähltext und Spielfilm. Zur Ästhetik und Analyse der Filmadaption. Berlin: LIT Verlag 2006.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
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Seminar – [NDL – Teufel] - Einführung in die Filmanalyse
- Teacher
-
- Dr. Annette Teufel
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period HSZ/101 In-person - Description
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In der Konkurrenz der Künste etablieren sich die audiovisuellen Medien zunehmend als Leitmedien unserer Kultur. Der Film als Generator von Bildern erzählt Geschichten, die Welt deuten, Welt-Bilder und Mythen schaffen. Indem er dabei jedoch in der Regel seine eigene Materialität, seinen Inszenierungscharakter und die hinter ihm stehenden Institutionen unsichtbar zu machen bestrebt ist, gelingt es dem Film zugleich, den Eindruck zu schaffen, er zeige nicht Bilder der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit selbst. In unserer medial geprägten Wirklichkeit treten filmische Wahrnehmungen darum zugleich zunehmend in eine Konkurrenzbeziehung zu anderen, nicht medial vermittelten Wahrnehmungsformen.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in die Filmanalyse, die Kompetenzen im Umgang mit dem Zeichensystem der Filmkunst schulen soll. Es geht also zunächst um die Aneignung geeigneter Kategorien zur Beschreibung von filmischen Darstellungsstrategien; darauf aufbauend sollen Formen und Konventionen des filmischen ‚Erzählens’ analysiert werden. Die Auswahl der Filme soll dabei zugleich einen Einblick in filmische Genres und in die Entwicklung des Mediums Film ermöglichen.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zu intensiver Lektüre, unabhängig von der jeweiligen Prüfungsleistung. Insbesondere ist die Kenntnis der zu besprechenden Filme unerlässlich.
Genauere Informationen sowie Materialien zur Vorbereitung werden rechtzeitig auf OPAL zur Verfügung gestellt. - Literature
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- Als einführende Lektüre, die im Buch-Semesterapparat finden ist, wird empfohlen:
- Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. 4., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler 2007.
- Michaela Krützen: Dramaturgie des Films. Wie Hollywood erzählt. Frankfurt a. Main: Fischer 2006.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Groß] - Theodor W. Adornos „Minima Moralia“
- Teacher
-
- Hendrik Groß
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 4th double period to 5th double period BSS/E41 In-person - Description
-
Termine:
- 08.04.25, 4. DS
- 15.04.-13.05.25, jeweils 4./5. DS
- 27.05.25, 4./5. DS
- 03.06.25, 4. DS
Geschrieben wurden die "Minima Moralia" unter den Bedingungen des Exils und dem Eindruck der nationalsozialistischen Herrschaft. Als Theodor W. Adorno, der heute wohl prominenteste Vertreter der Kritischen Theorie, nach Deutschland zurückkehrte und sie veröffentlichte, wurden sie zu einem Bestseller. Dennoch sind sie auch über 70 Jahre nach ihrem Erscheinen wenig erforscht. Das mag an ihrer inhaltlichen wie formalen Nähe zur Literatur liegen, durch die den "Reflexionen aus dem beschädigten Leben", so ihr Untertitel, auch in Adornos Werk eine Eigenständigkeit zukommt. Zum einen gehen die Reflexionen, die den Umbruch gesellschaftlicher Formen thematisieren, inhaltlich von subjektiver Erfahrung und belletristischer Lektüre aus, anstatt der Philosophie oder Theorie einen Vorrang einzuräumen. Zum anderen setzt die aphoristische Darstellungsform dieser Gesellschaftskritik auf den „schönen Ausdruck“ und stellt ihr Loses und Unverbindliches aus, anstatt es durch expliziten theoretischen Zusammenhang abzusichern.
Das Seminar möchte den in den "Minima Moralia" formulierten Gesellschaftsdiagnosen, ihrer Darstellungsform und ihrem Verhältnis zur Literatur nachspüren. In Close Readings verfolgen wir die Literaturzitate in den Aphorismen zu ihren Quellentexten – wie etwa Heinrich Hoffmanns "Struwwelpeter", Erzählungen von Guy de Maupassant oder Balladen Friedrich Hebbels – und setzen sie ins Verhältnis zu den gesellschaftskritischen Reflexionen. Gleichermaßen untersuchen wir die Literarizität der "Minima Moralia" selbst und diskutieren die spezifische Erkenntnisfähigkeit ihrer Form für die Kritik. - Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Tarbuk] - Sorge(arbeit) und realistisches Erzählen
- Teacher
-
- Lara Tarbuk
- Max attendee capacity
- 24
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/2-13 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
-
Seminar – [NDL – Tarbuk] - Drama und Theater der Weimarer Republik
- Teacher
-
- Lara Tarbuk
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Enrollment deadline
- From to
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 6th double period W48/0.01 In-person - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-LIT – Vertiefungsmodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3A-LIT – Ausbaumodul: Literatur und Kultur
- SLK-BA-G-3S-LIT – Spezialisierungsmodul: Literatur und Kultur
SLK-BA-G-3S-SPR
(Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur)
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Seminar – [DAF - Binanzer] - Experimentelle Mehrsprachigkeitsforschung
- Teacher
-
- Prof. Dr. Anja Binanzer
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 6th double period W48/004 In-person - Description
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Inhalt
Wie funktioniert ein sprachwissenschaftliches Experiment? Was haben Eyetracking, Priming oder Reaktionszeitmessung mit Mehrsprachigkeit zu tun? Welche sprachlichen Verstehens- und Produktionsprozesse mehrsprachiger Lerner:innen können dadurch erfasst und untersucht werden?
Das forschungsorientierte Seminar, das die gleichnamige, vom Language & Multilingualism Lab veranstaltete Gastvortragsreihe „Experimentelle Mehrsprachigkeitsforschung“ flankiert, geht diesen Fragestellungen und damit Experimentaltechniken und -paradigmen der Mehrsprachigkeitsforschung nach. Auf eine allgemeine Einführung in das sprachwissenschaftliche Experimentieren folgen Gastvorträge von Forscher:innen der experimentellen Mehrsprachigkeitsforschung, die ausgewählte Forschungsfragen und -methoden am Beispiel selbst durchgeführter Studien mit Lerner:innen des Deutschen als Zweit- oder Fremdsprache vertiefen. Die Studierenden gewinnen dadurch besonders forschungsnahe Einblicke, welche Verfahren zur Erhebung, Aufbereitung, Beschreibung und Analyse in der experimentellen Mehrsprachigkeitsforschung verwendet werden.
Die hochschulöffentliche Gastvortragsreihe besteht aus insgesamt fünf Gastvorträgen. Diese werden im Seminar in den Seminarsitzungen, die den Gastvorträgen vorangehen, inhaltlich vorentlastet. Dazu finden sich die Studierenden in Expertengruppen zusammen, wobei sich die unterschiedlichen Expertengruppen auf die Fragestellungen und Experimentaltechnik eines Gastvortrags spezialisieren und sich (mit Unterstützung der Seminarleitung) gegenseitig auf die Gastvorträge vorbereiten.
Der Rahmen der hochschulöffentlichen Gastvortragsreihe eröffnet den Studierenden zudem die Möglichkeit, mit den Referent:innen selbst in Kontakt zu treten und wissenschaftstypische social/professional skills einzuüben, indem sie die Vorstellung der Referent:innen und die Moderation der sich den Gastvorträgen anschließenden wissenschaftlichen Diskussion übernehmen.
Lehrformat
Seminar in Präsenz
Voraussetzungen
Die Basismodule Sprachwissenschaft/Sprachgeschichte (GES) und DaZ/DaF sollten bereits absolviert worden sein. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
-
Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Sprachtypologie trifft kontrastive Linguistik. Deutsch im europäischen Vergleich
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 3rd double period ABS/0E04/U In-person - Description
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Deutsch und Niederländisch, Deutsch und Friesisch, Deutsch und Englisch – so ähnlich und doch so anders? Immer wieder werden die Ähnlichkeiten zwischen den germanischen, v. a. westgermanischen Sprachen betont. Die Übereinstimmungen im Wortschatz und in der Grammatik sind bei manchen Sprachenpaaren (z. B. Deutsch und Niederländisch) so groß, dass Sprecher:innen der einen Sprache die der anderen mit vergleichsweise geringem Aufwand verstehen lernen können. Trotzdem ist es mehr als verständlich, dass das aktive Benutzen einer anderen germanischen Sprache nicht durch muttersprachliche Kenntnisse des Deutschen gewährleistet ist.
In dieser Lehrveranstaltung sollen die typologischen Besonderheiten der europäischen Sprachen – mit einem besonderen Fokus auf den germanistischen Sprachen – im Vergleich besprochen werden. Dies soll hauptsächlich aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik erfolgen. Am Anfang der Veranstaltung wird deswegen ein Überblick über die grundlegenden Begriffe und Methoden des Sprachvergleichs gegeben. Es sollen dann die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Deutschen und der anderen modernen europäischen (v. a. germanischen) Sprachen in Orthographie, Phonetik, Morphologie, Syntax und Lexik ermittelt werden. Spezifische Probleme werden an ausgewählten Beispielen vertiefend behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Kategorien liegen, die in einer der Vergleichssprachen keinen grammatischen Ausdruck finden und deren Bedeutung in einer Übersetzungssituation durch Ausdrucksmittel verschiedener Sprachebenen wiedergegeben werden muss.
Am Ende der Veranstaltung werden erfolgreiche Teilnehmer:innen in der Lage sein, aktuelle wissenschaftliche Texte auf dem Gebiet der kontrastiven Linguistik zu verstehen, zu analysieren, kritisch zu beurteilen und für ihre Analysen zu verwenden. Sie werden fähig sein, spezifische Fragestellungen auf dem Fachgebiet dieses Seminars wissenschaftlich zu bearbeiten, empirische Untersuchungen durchzuführen und die Ergebnisse ihrer Untersuchung schriftlich zu formulieren.
Zu den Leistungsanforderungen gehören Übernahme eines Referats, begleitende Lektüre und aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten) oder eine alternative Prüfungsform.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Hansesprache oder Mittelniederdeutsch als Fremdsprache
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 3rd double period W48/0001/U In-person - Description
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In diesem Seminar werden Grundzüge der sprachlichen Strukturen des Mittelniederdeutschen behandelt. Anhand von ausgewählten literarischen und sachbezogenen Textzeugnissen werden die Grundlagen der mittelniederdeutschen Grammatik, Lexik, Lautung und Schreibung vermittelt, die den Studierenden zur Lektüre, Übersetzung, sprach- und literaturwissenschaftlichen Analyse mittelniederdeutscher Texte befähigen sollen. Erarbeitet werden u. a. Aspekte der Formen und Konsequenzen der historischen Mehrsprachigkeit (Latein, Mittelniederdeutsch, Frühneuhochdeutsch), der räumlichen Variation sowie der sprachlichen Existenzformen des Mittelniederdeutschen (Schriftsprache, Mundart, Verkehrssprache). Hauptlernziel der Lehrveranstaltung ist es, Grundkenntnisse der mittelniederdeutschen Sprache und Literatur zu verschaffen, aber auch Basis- und Überblickwissen über die mittelalterliche und frühneuzeitliche Kultur des norddeutschen Raumes zu entwickeln. Auf diese Weise wird die Grundlage für eine weitere Beschäftigung mit der Literatur der mittleren Sprachstufe des Niederdeutschen gelegt. Auszüge aus den wichtigsten Textzeugen des Mittelniederdeutschen werden im Seminar als elektronische Ressource über OPAL zur Verfügung gestellt (Sachsenspiegel, Des dodes dantz, Reynke de vos, Dat Narrenschyp, Redentiner Osterspiel u. a. m.).
NB! Aktive oder passive Kenntnisse des Niederdeutschen (Plattdeutsch) sind von Vorteil, aber nicht erforderlich. Ebenso gut können Vorkenntnisse aus dem Kurs „Grundlagen der Mediävistik“ oder einer Einführung in das Mittelhochdeutsche nutzbringend eingebracht werden.
Als Leistungsnachweise dienen begleitende Lektüre, aktive Mitarbeit bei der Analyse und Übersetzung sprachlicher Belege und das erfolgreiche Bestehen einer Abschlussklausur.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Tsapaeva] - Wortgeschichten. Grundzüge der historischen Semantik
- Teacher
-
- Dr. Sabina Tsapaeva
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 2nd double period ABS/CON2/U In-person - Description
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Die historische Semantik beschäftigt sich mit dem geschichtlichen Wandel in der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Ziel der Veranstaltung ist es zum einen, linguistische Beschreibungsstrategien für die Erfassung solcher Phänomene vorzustellen. Zum anderen sollen anhand prägnanter Fallbeispiele typische Formen des Bedeutungswandels beschrieben werden; hierbei liegt der Schwerpunkt darauf, den historischen Einfluss mittelalterlicher Fach‐ und Sondersprachen (Sprache der Kirche, Sprache des Hofes, Sprache des Rechts, Sprache der Jagd, Sprache der Mystik, Hansesprache) auf das gegenwärtige Deutsch nachzuzeichnen. Auf diese Weise wird gleichzeitig ein Einblick in die historische Schichtung des deutschen Wortschatzes geboten.
Zu den Leistungsanforderungen gehören begleitende Lektüre und aktive Mitarbeit bei der Analyse sprachlicher Belege. Als Leistungsnachweis dient je nach Studiengang bzw. Modul eine schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten) oder eine alternative Prüfungsform.
Hinweis zur Teilnahme: Studierende, die die erste Seminarsitzung unentschuldigt versäumen, werden am Ende der ersten Woche der Vorlesungszeit von der Veranstaltung abgemeldet. Auf diese Weise stehen die frei werdenden Seminarplätze interessierten Studierenden auf der Warteliste zur Verfügung. - Literature
- Literatur und Materialien werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben bzw. auf OPAL zur Verfügung gestellt.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Sahlbach] - Verben
- Teacher
-
- Veronika Sahlbach
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Tuesday 6th double period W48/0101/U In-person - Description
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Verben übernehmen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Handlungen, Zustände oder Prozesse sprachlich zu strukturieren und Bedeutung zu transportieren. Ihre Form und Funktion variieren je nach Sprachsystem, grammatischem Kontext und kommunikativer Absicht, wodurch sie ein breites Spektrum an linguistischen Fragestellungen eröffnen. Ob als Träger von Tempus, Aspekt oder Modus, ob in idiomatischen Wendungen oder als Teil komplexer Prädikatsstrukturen – Verben sind ein Schlüssel zur Analyse sprachlicher Dynamik und Variation.
Im Seminar untersuchen wir Verben aus verschiedenen linguistischen Perspektiven. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Valenz, Aspekt und Tempus, wobei sowohl synchrone als auch diachrone Ansätze berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden die Verwendungen von Verben in unterschiedlichen Sprachsystemen und ihre Bedeutung in der Grammatikschreibung und -vermittlung thematisiert. Im Rahmen von Diskussionsrunden und praxisorientierten Aufgaben widmen wir uns außerdem der Frage, wie komplexe sprachliche Phänomene, insbesondere solche im Zusammenhang mit Verben, didaktisch aufbereitet und im Schulkontext vermittelt werden können.
Das Seminar richtet sich sowohl an Fachstudierende als auch an Lehramtsstudierende und bietet Raum, die theoretischen Grundlagen auf eigene, praxisorientierte Fragestellungen anzuwenden. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der Vielschichtigkeit von Verben zu erlangen und deren zentrale Rolle für Sprache und Kommunikation in verschiedenen Kontexten zu erschließen. - Literature
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- •Bredel, Ursula/Lohnstein, Horst (2001): Zur Ableitung von Tempus und Modus in der deutschen Verbflexion. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 20 (2), S. 218–250. https://doi.org/10.1515/zfsw.2001.20.2.218.
- •Bredel, Ursula/Töpler, Cäcilia (2007): Verb. In: Handbuch der deutschen Wortarten (= De Gruyter Lexikon). Berlin/Boston: De Gruyter. S. 823–904. https://doi.org/10.1515/9783110217087.
- •Dürscheid, Christa (2012): Syntax: Grundlagen und Theorien (= UTB Sprachwissenschaften 3319). 6., aktualisierte Auflage. Göttingen Bristol: Vandenhoeck & Ruprecht.
- •Vogel, Petra M. ; Thieroff (2009): Flexion (= Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik ; 7). Heidelberg: Winter.
- •Welke, Klaus (2011): Valenzgrammatik des Deutschen: Eine Einführung. De Gruyter.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Zhang] - Soziolinguistik und Mehrsprachigkeit
- Teacher
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- Dr. Bin Zhang
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/2-09/U In-person - Description
- Das Wort „Soziolinguistik“ wurde Anfang der 1960er Jahre noch mit einem Bindestrich geschrieben. Dies zeigt, dass der soziale Aspekt der sprachlichen Ausdrücke damals noch als eine nicht-langlebige Ad-hoc-Wortbildung betrachtet wurde. Durch die Aufhebung des Bindestrichs erklärt sich die sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen mittlerweile als etabliert. Das Seminar verfolgt den Versuch, das soziolinguistische Phänomen in einer mehrsprachigen gesellschaftlichen Konstellation zu betrachten und die aktuelle mehrsprachige Debatte aus soziolinguistischer Perspektive zu thematisieren. Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
- Literature
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- Grundliteratur
- Jürgen, Spitzmüller (2022): Soziolinguistik. Eine Einführung. Stuttgart: J.B. Metzler.
- Joachim Schlabach, Constanze Bradlaw & Britta Hufeisen (Hrsg.) (2024): Mehrsprachenlernen in gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten. Tübingen: Narr.
- Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Lasch] - Barrierefreie Kommunikation
- Teacher
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- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 2nd double period SLUB TextLab/T3 In-person - Description
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Im Service-Learning-Seminar “Barrierefreie Kommunikation” widmen wir uns zusammen mit der VERSO gGmbH der Frage, wie neue Möglichkeiten der Text- und Video- wie Sprachgenese die Anliegen barrierefreier Kommunikation unterstützen. Dafür ist zum einen in die Grundsätze der einfachen Sprache einzuführen (u.a. auf der Basis der DIN ISO 24495 "Einfache Sprache") und zum zweiten in die Möglichkeiten, die sich durch Textgeneratoren im Hinblick auf barrierefreie Kommunikation eröffnen. Zum dritten wird eine Umsetzung an verschiedenen Praxisprojekten angestrebt.
Zentrale Kommunikationsplattform für das Seminar ist eine MATRIX-Gruppe (Link folgt). Die Präsentation (*.PDF) zum Kurs wird online zur Verfügung gestellt. Die Inputphase des Seminars wird auf Youtube live gestreamt und steht danach als Aufzeichnung zur Verfügung. - Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Lasch] - Alles Text? Sprache und Spiel
- Teacher
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- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Max attendee capacity
- 30
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Day of the week Clock time Place Event format Thursday 3rd double period SLUB TextLab/T3 In-person - Description
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Der "Text" ist eine grundlegende Kategorie für Literatur- wie Sprachwissenschaft. Im Seminar gehen wir auf der Basis von Forschungsarbeiten zur "Textgrammatik" und "Textpragmatik" der Frage nach, wie spezifische Textmerkale pragmatisch funktionalisiert werden, und wie wir unterschiedliche (und häufig multimodale) Textformen analysieren können. Im Mittelpunkt wird der Zusammenhang von „Sprache und Spiel“ stehen; ein Thema, das in der gleichnamigen Vorlesung im WiSe 2024 (erstmals) Gegenstand einer Einführung im Bereich der germanistischen Linguistik war.
Fragen in „Alles Text? Sprache und Spiel“ können sein: Wie stehen Sprache und (Bewegt-)Bild in in Relation? Sind inszenierte Dialoge in Point-and-Click-Adventures als Texte aufzufassen? Welche Rolle spielt das Textlayout für unsere Wahrnehmung von Texten? Können wir die Vernetzung von Online-Kommentaren ‚in einem Text‘ abbilden? Wie viele (und welche) Texte bilden einen Diskurs (über ein Spiel)? Wann ist ein Text ungrammatisch, aber pragmatisch funktional? Im ersten Teil des Seminars wird in die grundlegenden systematischen Beschreibungskategorien eingeführt: Textgrammatik, Textpragmatik und die Grundlagen des digitalen Spiels. In einem zweiten Teil werden aus exemplarischen Spielen Texte und Textverbünde nach ihrer kommunikativen Funktion ausgewählt und hinsichtlich ihrer Spezifik untersucht. - Assignments
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- Modular
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- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur
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Seminar – [GLS - Zeman] Variation und Sprachwandel im Deutschen
- Teachers
-
- Prof. Dr. Alexander Lasch
- Dr. Dalibor Zeman
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
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Date Clock time Place Event format to – Online to – Online - Description
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Deutsch ist eine Sprache, die eine weitgehende regionale Inhomogenität und und insofern eine sehr hohe Variation aufweist. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die diatopische Variationsbreite der deutschen Sprache aus der Perspektive der Variationslinguistik anschaulich zu thematisieren und sie in ihrer synchron wie auch diachron überaus dynamischen Ausprägungsstruktur zu beschreiben.
Gegenstand des Seminars sind vor allem die hochsprachlichen Varianten des Deutschen in den deutschsprachigen Ländern des geschlossenen Sprachgebiets, also vornehmlich in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in der Schweiz, die anhand der wissenschaftlichen Literatur und anhand von Primärtexten erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den Ergebnissen aktueller Forschungsprojekte wird die Variation und der Wandel von Sprachgebrauchsphänomenen mit einem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die phonetisch-phonologische Ebene, die morphologische Ebene, die syntaktische Ebene, die lexikalische Ebene und die phraseologische bzw. die pragmatische Ebene gerichtet.
In einem nächsten Schritt werden die nationalen, sozialen und ethnolektalen Varietäten des Deutschen dargestellt, wobei versucht wird, die gesellschaftlich-situativen Implikationen, insbesondere die wesentlichen gesellschaftlichen Einflussfaktoren, auf Gebrauch sprachlicher Varietäten kurz zu umreißen.
Darüber hinaus finden historische Aspekte Berücksichtigung. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf das österreichische Deutsch. Die Herkunft seiner Eigenart wird in die Geschichte zurückverfolgt und da besonders die Entwicklung der Schriftsprache in Österreich seit dem 16. Jahrhundert beleuchtet. - Literature
-
- AMMON, U. et al. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin, New York: de Gruyter.
- ELSPAß, S. – DÜRSCHEID, Ch. (2015): Variantengrammatik des Standarddeutschen. In: Kehrein, R. et. al (eds.): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 563-584.
- HUNDT M. – KLEENE, A. – PLEWNIA, A. – SAUER, V. (2020): Regiolekte. Objektive Sprachdaten und subjektive Sprachwahrnehmung. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- KEHREIN, R. – LAMELI, A. – RABANUS, S. (2015): Regionale Variation des Deutschen. Projekte und Perspektiven. Berlin: Walter de Gruyter.
- NIEHAUS, K. (2015): Areale Variation in der Syntax des Standarddeutschen. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band LXXXII, Heft 2. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 133-168.
- PATOCKA, F. (1997): Satzgliedstellung in den bairischen Dialekten Österreichs (Schriften zur deutschen Sprache in Österreich 20). Frankfurt am Main/Berlin/New York/Paris/Wien: Peter Lang.
- POLENZ, P. von (1987): Nationale Varianten der deutschen Sprache. Podiumsdiskussion auf der 8. Internationalen Deutschlehrertagung in Bern. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15/1987, S. 101-103, 1987.
- POLENZ, P. von (1988): ‚Binnendeutsch‘ oder plurizentrische Sprachkultur? Ein Plädoyer für Normalisierung in der Frage der ‚nationalen‘ Varianten. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 16, S. 198-218, 1988.
- SCHMIDT, J. E. – HERRGEN, J. (2011): Sprachdynamik. Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung. Berlin: Erich Schmidt Verlag.
- SCHUPPENER, Georg (2020): Basiswissen Varietäten des Deutschen. Leipzig: Edition Hamouda.
- WIESINGER, P. (2014): Das österreichische Deutsch in Gegenwart und Geschichte. Wien: LIT Verlag. (Austria: Forschung und Wissenschaft – Literatur, Band 2). Berlin – Wien: Lit Verlag.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-BA-G-2V-SPR – Vertiefungsmodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3A-SPR – Ausbaumodul: Sprache und Kultur
- SLK-BA-G-3S-SPR – Spezialisierungsmodul: Sprache und Kultur