Kommentierte Lehrveranstaltungen
Gesamtansicht – Sommersemester 2026
SLK-BA-KP-SÜ1
(Antike Sprachübung I)
- Übung – [KPH - Diebold] D-Latein 1
- Lehrperson
-
- Salvador Diebold
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 3. Doppelstunde BSS/0E41/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Übung baut auf der Einführung in die lateinische Sprache auf und führt die Lehre vom einfachen Satz fort. Darüber hinaus werden die ersten Grundlagen des zusammengesetzten Satzes erarbeitet. Die Eigenschaften der lateinischen Grammatik werden durch die Orientierung an und die Auseinandersetzung mit dem ersten Buch von Caesars Bellum Gallicum vertieft und gefestigt.
Die Übung wird von einem Tutorium begleitet: Franz Ziegenbalg; Montag, 11:10-12:40 Uhr, BSS/0117 - Literatur
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- Rubenbauer, Hans, und Johann Baptist Hofmann. 1995. Lateinische Grammatik. 12., korr. Aufl. Bamberg: Buchner.
- Hering, Wolfgang, Hrsg. 1987. C. Iulius Caesar. Vol. I. Bellum Gallicum. Leipzig: Teubner. [Oder eine andere einsprachige Ausgabe des Bellum Gallicum]
- Vollständige Wortkunde zu Caesar, Bellum Gallicum I 1–29 [zu Beginn des Semesters vom Institut erhältlich].
- Übung – [KPH-Patten] GR 1a
- Lehrperson
-
- Dr. Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 8
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
- Gegenstand der Übung ist neben der Wiederholung der Formenlehre und der Erarbeitung bzw. Festigung des Wortschatzes die Syntax des einfachen Satzes (etwa: Kasuslehre, Artikelgebrauch, Kongruenz, Pronomina) auf der Grundlage von Passagen aus dem ersten Buch von Xenophons Anabasis. Weitere Details zur Umsetzung werden im Zusammenhang mit der Einschreibung auf OPAL bekannt gegeben. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 10. April dort einzuschreiben. N.b.: Die Veranstaltung beginnt erst am 20. April.
- Literatur
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- Grammatik:
- Bornemann, Eduard and Risch, Ernst. 1978. Griechische Grammatik. 2. Aufl. Frankfurt am Main: Diesterweg Moritz.
- Textausgabe:
- Empfohlen sei: Marchant, E.C. (Hrsg.). 1904. Xenophontis opera omnia. Tomus III: Expeditio Cyri. Oxford: Oxford University Press.
- Wortkunde:
- Vollständige Wortkunde zu Xenophons Anabasis I 1–5 (zu Beginn des Semesters zum Herstellungspreis vom Institut erhältlich).
SLK-BA-KP-V-P
(Vertiefungsmodul: Antike Literatur – Prosa)
- Vorlesung – [KPH - Feddern Prosa] Die römische Rhetorik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/003 In Präsenz - Beschreibung
- Die antike Rhetorik ist eine von denjenigen Disziplinen, die bereits in der Antike ein hohes Maß an Verwissenschaftlichung vorgewiesen hat und seit der Antike über alle Jahrhunderte nachgewirkt hat. Dabei lassen sich viele Stationen beobachten, in denen die Theorie der Rede weiterentwickelt wurde, aber auch Zustände, die einem Scheitern an dem elaborierten antiken Regelwerk gleichkommen. In dieser Vorlesung wird nach einem Blick auf die griechischen Vorbilder die klassische römische Rhetorik in Theorie und Praxis beleuchtet. Dabei werden wir nicht nur die große öffentliche Redekunst verfolgen, wie sie auf dem Forum und im Senat gepflegt wurde bzw. wofür die rhetorischen Vorschriften angefertigt wurden. Auch die römische Schulrhetorik wird präsentiert werden, indem die wesentlichen Übungen und Handbücher vorgestellt werden, die über die Progymnasmata (die vorbereitenden Rhetorik-Übungen) und die Deklamation (fiktionale Reden zu Übungszwecken, aber auch als Schaureden) in Theorie und Praxis informieren.
- Literatur
- Wesentliche Autoren und Werke, die in dieser Vorlesung behandelt werden, sind: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Ein Blick auf die Rezeption der antiken Rhetorik wird diese Vorlesung abrunden.
- Vorlesung – [KPH - Baumann] Antike Ökologie? Natur, Mensch und Kultur in der griechisch-römischen Welt
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde HSZ/204 In Präsenz - Beschreibung
- Für jede Beschäftigung mit einer bestimmten Epoche oder Kultur ist die Frage nach dem Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt von zentraler Bedeutung. Natürliche Umgebungsbedingungen wie Klima, Landschaft, Flora und Fauna prägen die Menschen und ihre Gemeinschaften, und umgekehrt wirken die Menschen mit ihrer Lebensweise und ihren Kulturtechniken auf ihre Umwelt zurück. Für die griechisch-römische Antike ist eine solche Perspektive gleich doppelt interessant: Zum einen nämlich sind uns aus dieser Zeit eine Fülle von außerordentlich spannenden Darstellungen, Auseinandersetzungen und Reflexionen zum Verhältnis von Natur, Mensch und Kultur erhalten. So erzählen antike Mythen vom goldenen Zeitalter, in dem die Menschen noch ganz in und mit der Natur lebten und von ihr ohne jeden Einsatz von Ackerbau oder anderer Technik alles erhielten, was sie zum Leben brauchten. Epische Dichter schildern, was es heißt, wenn die Menschen seit der Argo, dem ersten Schiff, von dem die alten Erzählungen berichten, nun das Meer befahren und in diese ihnen eigentlich fremde Welt vordringen. Antike Geschichtsschreiber wiederum zeigen ein waches Bewusstsein von der Bedeutung natürlicher Schätze und Ressourcen, wie sie zum Beispiel der Bergbau gewinnen kann, für den Reichtum und die Macht politischer Gemeinschaften. Philosophen denken über Begriffe von Natur nach (griech. φύσις/phýsis, lat. natura) und diskutieren die naturphilosophischen wie ethischen Konsequenzen solcher Konzepte. Antike Künstler schaffen vielfältige und bis heute faszinierende Bilder von Naturwesen und -räumen, während Architekten Häuser und ganze Siedlungen so gestalten, dass sich Kultur und Natur verbinden und durchdringen, oft aber auch bekämpfen und übertrumpfen: Gärten zum Beispiel sind eine Kulturtechnik, die genau an der Schnittstelle zwischen Natürlichem und menschlich Geformtem steht und gerade deswegen in der Antike hoch geschätzt wurde.
Zum anderen lädt eine Betrachtung des Verhältnisses von Natur, Mensch und Kultur in der Antike zu einem Vergleich mit unseren eigenen Vorstellungen ein, über die wir so noch einmal ganz neu nachdenken können: Was heißt es eigentlich, wenn die antiken Menschen sich jeden Landschaftsraum als von göttlichen Wesen bewohnt, ja geradezu die Natur selbst als etwas Göttliches vorgestellt haben? Können wir dann überhaupt einen modernen Begriff wie „Ökologie“ auf die Antike anwenden oder brauchen wir dafür ganz andere Konzepte? Und gab es in der Antike schon eine Vorstellung von Umweltverschmutzung und Umweltschutz, Problemen, die uns heute so sehr beschäftigen? Die Vorlesung wird all diesen Phänomenen und Fragen in einem bewusst breit angelegten Durchgang durch die Epochen der Antike nachspüren, von der archaischen Zeit bis zur christlich geprägten Spätantike. Die Texte und Bilder, mit denen wir uns beschäftigen, werden uns vielfältige, oft überraschende, immer jedoch interessante und anregende Einblicke in die Alte Welt und in zugleich ganz aktuelle Themen geben.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen.
- Übung – [KPH - Peglau] Josephus, Auszug aus seinen Werken (Lektüre Prosa)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 5
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde Z21/0242/U In Präsenz - Beschreibung
- Vita, Contra Apionem, Bellum Iudaicum, Antiquitates Iudaicae
- Literatur
- Friedrich Rehkopf, Iosephus, Münster, 2. Aufl. 1990 (Textausgabe)
- Übung – [KPH-Wildner] Seneca minor, De Consolatione ad Marciam
- Lehrperson
-
- Lea Maria Wildner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 4. Doppelstunde W48/003 In Präsenz - Beschreibung
- (Lektüre Anfänger Prosa mit Tutorium)
Drei Jahre lang trauert Marcia, Tochter des römischen Geschichtsschreibers Aulus Cremutius Cordus, schon um ihren früh verstorbenen Sohn Metilius. Seneca meint: Das reicht jetzt! Mit seiner Schrift De consolatio ad Marciam, einem Aufsatz in Form eines persönlichen Briefes, will er Marcias Trauer endlich ein Ende setzen. Hierfür nutzt er sowohl weibliche (insbesondere Octavia Minor und Livia) als auch männliche exempla der römischen Geschichte und argumentiert im Sinne der stoischen Philosophie für ein Leben über die Trauer hinaus. Die Lektüre dieses Briefes wird uns im Laufe des Semesters nicht nur in die Gattung der consolatio und in stoische Lebens- und Todesvorstellungen einführen, sondern auch Fragen zu Geschlecht und Gender beim Trauern aufwerfen – etwa: Was macht weibliche und männliche Trauer aus? Und wird eine Frau durch eine bestimmte Art des Trauerns zum Mann?
Zum Schluss noch ein Zitat zur Einstimmung:
Quis autem dixerit naturam maligne cum mulierum ingeniis egisse et virtutes illarum in artum retraxisse? Par illis, mihi crede, vigor, par ad honesta, dum libeat, facultas est; dolorem laboremque ex aequo, si consuevere, patiuntur. (Sen. Marc. 16)
„Doch wer wollte behaupten, die Natur habe die Frauen mit Geistesgaben nur kärglich bedacht und ihren Fähigkeiten enge Grenzen gesteckt? Gleich ist, das glaube mir, bei ihnen die Energie, gleich, wenn sie nur wollen, die Kraft, das Rechte zu tun. Leid und Plage ertragen sie gleichermaßen, wenn sie daran gewöhnt sind.“ (Übersetzung: Fink)
Tutorium: Charlotte Hochberger, Mittwoch 11:10-12:40 Uhr, BSS/0149 - Literatur
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- Textkritische Ausgabe: Haase, Fridericus, L. Annaei Senecae Opera quae supersunt, Vol. 1, Leipzig 1902.
- Kommentar: Tutrone, Fabio, Healing Grief. A commentary on Seneca’s ‚Consolatio ad Marciam‘, Berlin/Boston 2022.
- Übersetzung: Fink, Gerhard, Seneca. Schriften zur Ethik. Die kleinen Dialoge, Düsseldorf 2008.
- Weiterführende Literatur:
- Manning, C. E., On Seneca’s ‚Ad Marciam‘, Berlin / Boston 2018.
- Bellemore, Jane (1992), The Dating of Seneca’s Ad Marciam De Consolatione, in: The Classical Quarterly 42, S. 219-234, URL: https://www.jstor.org/stable/639157?seq=1.
- Caro, Marcela Alejandra, Zapata, Patricia del Carmen (2014), La dimensión trágica y filosófica de las mujeres en Séneca. Análisis de Medea, Ad Marciam de Consolatione y Ad Helviam de Consolatione, in: Informes Científicos Técnicos 6, S. 22-38, URL: http://dx.doi.org/10.22305/ict-unpa.v6i3.101.
SLK-BA-KP-SÜ2
(Antike Sprachübung II)
- Übung – [KPH-Patten] Deutsch-Latein 2
- Lehrperson
-
- Dr. Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde SE2/0102/U In Präsenz - Beschreibung
- Behandelt werden weitere Kapitel der Satzlehre auf der Grundlage der zweiten Hälfte des ersten Buches von Caesars Bellum Gallicum. Kenntnisse der ersten Hälfte werden vorausgesetzt. Interessenten werden gebeten, sich auf OPAL bis zum 10. April. für den Kurs einzuschreiben.
- Literatur
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- Grammatik:
- Rubenbauer, Hans and Johann Baptist Hofmann. 1995. Lateinische Grammatik. 12., korr. Aufl. Bamberg.
- Textausgabe:
- Sie benötigen eine einsprachige Ausgabe des Bellum Gallicum. Empfohlen sei: Hering, Wolfgang, Hrsg. 1987. C. Iulius Caesar. Vol. I. Bellum Gallicum. Berlin: De Gruyter.
- Wortkunde:
- Wortkunde für Fortgeschrittene zu Caesar, Bellum Gallicum I 30–54 (zu Beginn des Semesters zum Herstellungspreis vom Institut erhältlich).
SLK-BA-KP-V-D
(Vertiefungsmodul: Antike Literatur – Dichtung)
- Vorlesung – [KPH - Baumann] Antike Ökologie? Natur, Mensch und Kultur in der griechisch-römischen Welt
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde HSZ/204 In Präsenz - Beschreibung
- Für jede Beschäftigung mit einer bestimmten Epoche oder Kultur ist die Frage nach dem Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt von zentraler Bedeutung. Natürliche Umgebungsbedingungen wie Klima, Landschaft, Flora und Fauna prägen die Menschen und ihre Gemeinschaften, und umgekehrt wirken die Menschen mit ihrer Lebensweise und ihren Kulturtechniken auf ihre Umwelt zurück. Für die griechisch-römische Antike ist eine solche Perspektive gleich doppelt interessant: Zum einen nämlich sind uns aus dieser Zeit eine Fülle von außerordentlich spannenden Darstellungen, Auseinandersetzungen und Reflexionen zum Verhältnis von Natur, Mensch und Kultur erhalten. So erzählen antike Mythen vom goldenen Zeitalter, in dem die Menschen noch ganz in und mit der Natur lebten und von ihr ohne jeden Einsatz von Ackerbau oder anderer Technik alles erhielten, was sie zum Leben brauchten. Epische Dichter schildern, was es heißt, wenn die Menschen seit der Argo, dem ersten Schiff, von dem die alten Erzählungen berichten, nun das Meer befahren und in diese ihnen eigentlich fremde Welt vordringen. Antike Geschichtsschreiber wiederum zeigen ein waches Bewusstsein von der Bedeutung natürlicher Schätze und Ressourcen, wie sie zum Beispiel der Bergbau gewinnen kann, für den Reichtum und die Macht politischer Gemeinschaften. Philosophen denken über Begriffe von Natur nach (griech. φύσις/phýsis, lat. natura) und diskutieren die naturphilosophischen wie ethischen Konsequenzen solcher Konzepte. Antike Künstler schaffen vielfältige und bis heute faszinierende Bilder von Naturwesen und -räumen, während Architekten Häuser und ganze Siedlungen so gestalten, dass sich Kultur und Natur verbinden und durchdringen, oft aber auch bekämpfen und übertrumpfen: Gärten zum Beispiel sind eine Kulturtechnik, die genau an der Schnittstelle zwischen Natürlichem und menschlich Geformtem steht und gerade deswegen in der Antike hoch geschätzt wurde.
Zum anderen lädt eine Betrachtung des Verhältnisses von Natur, Mensch und Kultur in der Antike zu einem Vergleich mit unseren eigenen Vorstellungen ein, über die wir so noch einmal ganz neu nachdenken können: Was heißt es eigentlich, wenn die antiken Menschen sich jeden Landschaftsraum als von göttlichen Wesen bewohnt, ja geradezu die Natur selbst als etwas Göttliches vorgestellt haben? Können wir dann überhaupt einen modernen Begriff wie „Ökologie“ auf die Antike anwenden oder brauchen wir dafür ganz andere Konzepte? Und gab es in der Antike schon eine Vorstellung von Umweltverschmutzung und Umweltschutz, Problemen, die uns heute so sehr beschäftigen? Die Vorlesung wird all diesen Phänomenen und Fragen in einem bewusst breit angelegten Durchgang durch die Epochen der Antike nachspüren, von der archaischen Zeit bis zur christlich geprägten Spätantike. Die Texte und Bilder, mit denen wir uns beschäftigen, werden uns vielfältige, oft überraschende, immer jedoch interessante und anregende Einblicke in die Alte Welt und in zugleich ganz aktuelle Themen geben.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen.
- Übung – [KPH-Kürzinger] Plautus, Persa (Lektüre Anfänger Dichtung)
- Lehrperson
-
- Anton Kürzinger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 4. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
- Titus Maccius Plautus (ca. 254–184 v. Chr.) gilt als der bedeutendste römische Komödiendichter und prägte die Palliata, die römische Adaption der griechischen Nea (der Neuen Komödie). Die Komödie Persa („Der Perser“), die der späten Schaffensphase des Plautus (um 190 v. Chr.) zugeordnet wird, nimmt innerhalb seines Œuvres eine besondere Stellung ein. Im Zentrum steht eine Intrigenhandlung, in der ungewöhnlicherweise nicht ein junger Bürger, sondern ein Sklave durch List und Verkleidung den Freikauf seiner Geliebten erwirkt. In Anlehnung an die Umkehrungslogik der römischen Saturnalien führen die Sklaven sich als Herren auf, während der Kuppler Dordalus zum gedemütigten Opfer der Täuschung wird. Hinter der burlesken Komik und dem teils derben Humor bleiben Fragen nach Moral, Recht und sozialer Ordnung bewusst offen, sodass der komische Triumph der Sklaven eine ethisch ambivalente Note behält.
Im Kurs steht die gemeinsame Lektüre des lateinischen Textes im Mittelpunkt. Untersucht werden Plautus’ Sprachwitz, seine metrische Gestaltung sowie die dramaturgischen Eigenheiten des Stückes, ergänzt durch eine Einordnung in den literarischen und historischen Kontext.
Um Anmeldung wird bis zum 12. April 2026 über OPAL gebeten. Für die erste Sitzung ist noch kein Textpensum vorzubereiten. Sprachkenntnisse auf Latinumsniveau werden vorausgesetzt. - Literatur
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- Textausgabe:
- W. M. Lindsay (Hg.): T. Macci Plauti Comoediae, Bd. 2 (Oxford Classical Texts), Oxford 1905.
- Online-Zugang mit VPN: http://doi.org/10.1093/actrade/9780198146292.book.1
- Übersetzungen und Kommentare Auswahl):
- J. Conlon: Plautus’ Persa. Introduction and Commentary (Studia Comica, Bd. 26), Göttingen 2025.
- P. Nixon (Übers.): Plautus. The merchant. The braggart warrior. The haunted house. The persian, Bd. 3 (Loeb Classical Library), Cambridge/MA repr1995.
- P. Rau (Hg. & Übers.): Plautus. Komödien. Lateinisch und deutsch, Bd. 4 (Edition Antike), Darmstadt 2008.
- E. Woytek: T. Maccius Plautus. Persa. Einleitung, Text und Kommentar (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, Sitzungsberichte, Bd. 385), Wien 1982.
SLK-BA-KP-SÜ3
(Antike Sprachübung III)
- Übung – [KPH-Peglau] Deutsch-Latein 3
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
- Anspruchsvolle Themen der lateinischen Syntax
- Literatur
- Rubenbauer/Hofmann; z.T. H. Menge
SLK-BA-KP-A-P
(Ausbaumodul: Antike Literatur – Prosa)
- Vorlesung – [KPH - Feddern Prosa] Die römische Rhetorik
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde W48/003 In Präsenz - Beschreibung
- Die antike Rhetorik ist eine von denjenigen Disziplinen, die bereits in der Antike ein hohes Maß an Verwissenschaftlichung vorgewiesen hat und seit der Antike über alle Jahrhunderte nachgewirkt hat. Dabei lassen sich viele Stationen beobachten, in denen die Theorie der Rede weiterentwickelt wurde, aber auch Zustände, die einem Scheitern an dem elaborierten antiken Regelwerk gleichkommen. In dieser Vorlesung wird nach einem Blick auf die griechischen Vorbilder die klassische römische Rhetorik in Theorie und Praxis beleuchtet. Dabei werden wir nicht nur die große öffentliche Redekunst verfolgen, wie sie auf dem Forum und im Senat gepflegt wurde bzw. wofür die rhetorischen Vorschriften angefertigt wurden. Auch die römische Schulrhetorik wird präsentiert werden, indem die wesentlichen Übungen und Handbücher vorgestellt werden, die über die Progymnasmata (die vorbereitenden Rhetorik-Übungen) und die Deklamation (fiktionale Reden zu Übungszwecken, aber auch als Schaureden) in Theorie und Praxis informieren.
- Literatur
- Wesentliche Autoren und Werke, die in dieser Vorlesung behandelt werden, sind: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Ein Blick auf die Rezeption der antiken Rhetorik wird diese Vorlesung abrunden.
- Vorlesung – [KPH - Baumann] Antike Ökologie? Natur, Mensch und Kultur in der griechisch-römischen Welt
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde HSZ/204 In Präsenz - Beschreibung
- Für jede Beschäftigung mit einer bestimmten Epoche oder Kultur ist die Frage nach dem Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt von zentraler Bedeutung. Natürliche Umgebungsbedingungen wie Klima, Landschaft, Flora und Fauna prägen die Menschen und ihre Gemeinschaften, und umgekehrt wirken die Menschen mit ihrer Lebensweise und ihren Kulturtechniken auf ihre Umwelt zurück. Für die griechisch-römische Antike ist eine solche Perspektive gleich doppelt interessant: Zum einen nämlich sind uns aus dieser Zeit eine Fülle von außerordentlich spannenden Darstellungen, Auseinandersetzungen und Reflexionen zum Verhältnis von Natur, Mensch und Kultur erhalten. So erzählen antike Mythen vom goldenen Zeitalter, in dem die Menschen noch ganz in und mit der Natur lebten und von ihr ohne jeden Einsatz von Ackerbau oder anderer Technik alles erhielten, was sie zum Leben brauchten. Epische Dichter schildern, was es heißt, wenn die Menschen seit der Argo, dem ersten Schiff, von dem die alten Erzählungen berichten, nun das Meer befahren und in diese ihnen eigentlich fremde Welt vordringen. Antike Geschichtsschreiber wiederum zeigen ein waches Bewusstsein von der Bedeutung natürlicher Schätze und Ressourcen, wie sie zum Beispiel der Bergbau gewinnen kann, für den Reichtum und die Macht politischer Gemeinschaften. Philosophen denken über Begriffe von Natur nach (griech. φύσις/phýsis, lat. natura) und diskutieren die naturphilosophischen wie ethischen Konsequenzen solcher Konzepte. Antike Künstler schaffen vielfältige und bis heute faszinierende Bilder von Naturwesen und -räumen, während Architekten Häuser und ganze Siedlungen so gestalten, dass sich Kultur und Natur verbinden und durchdringen, oft aber auch bekämpfen und übertrumpfen: Gärten zum Beispiel sind eine Kulturtechnik, die genau an der Schnittstelle zwischen Natürlichem und menschlich Geformtem steht und gerade deswegen in der Antike hoch geschätzt wurde.
Zum anderen lädt eine Betrachtung des Verhältnisses von Natur, Mensch und Kultur in der Antike zu einem Vergleich mit unseren eigenen Vorstellungen ein, über die wir so noch einmal ganz neu nachdenken können: Was heißt es eigentlich, wenn die antiken Menschen sich jeden Landschaftsraum als von göttlichen Wesen bewohnt, ja geradezu die Natur selbst als etwas Göttliches vorgestellt haben? Können wir dann überhaupt einen modernen Begriff wie „Ökologie“ auf die Antike anwenden oder brauchen wir dafür ganz andere Konzepte? Und gab es in der Antike schon eine Vorstellung von Umweltverschmutzung und Umweltschutz, Problemen, die uns heute so sehr beschäftigen? Die Vorlesung wird all diesen Phänomenen und Fragen in einem bewusst breit angelegten Durchgang durch die Epochen der Antike nachspüren, von der archaischen Zeit bis zur christlich geprägten Spätantike. Die Texte und Bilder, mit denen wir uns beschäftigen, werden uns vielfältige, oft überraschende, immer jedoch interessante und anregende Einblicke in die Alte Welt und in zugleich ganz aktuelle Themen geben.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen.
- Seminar – [KPH - Feddern] Die römische Rhetorik. La retorica romana (HS Prosa)
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Freitag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Dies ist ein internationales Seminar zur Rhetorik, in dem eine Lehr- mit einer Forschungsperspektive verknüpft wird. Zum einen werden wir uns intensiv mit denjenigen Themen und Texten auseinandersetzen, die in der Vorlesung eher überblickshaft präsentiert werden: Ciceros Reden und rhetorische Werke; die Deklamationssammlungen von Seneca dem Älteren und (Pseudo-)Quintilian; Quintilians Institutio oratoria; die Progymnasmata-Handbücher. Zum anderen wird dieses Seminar mit einem Workshop an der TUD vom 7. bis zum 9. Mai 2026 (am 7. Mai nachmittags; am 8. Mai ganztägig; am 9. Mai vormittags) verschränkt, zu dem eine Gruppe von Student:innen und Kolleg:innen der Universität Genua (Italien) anreisen wird. Daher wird dieses Seminar nur in der ersten Semesterhälfte jeden Freitag stattfinden und bereits Ende Mai oder Anfang Juni zu Ende gehen. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit, um an einem internationalen Seminar teilzunehmen (und kommen Sie, wenn Fragen bestehen, gerne zur Sprechstunde)! In der ersten Sitzung am 17. April werden wir das Programm und den Ablauf besprechen. Es ist vorgesehen, dass im Sommersemester 2027 ein weiteres internationales Seminar zur Rhetorik, dann in Genua, vonstattengehen wird.
- Übung – [KPH - Peglau] Josephus, Auszug aus seinen Werken (Lektüre Prosa)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 5
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde Z21/0242/U In Präsenz - Beschreibung
- Vita, Contra Apionem, Bellum Iudaicum, Antiquitates Iudaicae
- Literatur
- Friedrich Rehkopf, Iosephus, Münster, 2. Aufl. 1990 (Textausgabe)
- Übung – [KPH-Patten] Quintilian, Institutio oratoria (Lektüre Fortg. Prosa)
- Lehrperson
-
- Dr. Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 5. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
- Als erster öffentlich besoldeter Rhetorikprofessor der europäischen Bildungsgeschichte übte Marcus Fabius Quintilianus (ca. 35–ca. 96) einen wichtigen Einfluß auf die lateinische Literatur der Nachklassik; zu seinen Schülern zählten der Briefautor Plinius minor, der Dichter Iuvenal und sehr wahrscheinlich der Historiker Tacitus. Die zwölf Bücher der Institutio oratoria, wörtlich die »rednerische Unterweisung«, entstanden in den Jahren zwischen 92 und 95 und beschreiben ein Gesamtprogramm für die Ausbildung eines angehenden Redners. Die Lektüre wird sich mit den ersten beiden Büchern befassen, in denen Quintilian den ersten grammatischen und rhetorischen Unterricht des jungen Römers erörtert. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 10. April auf OPAL für den Kurs einzuschreiben. N.b.: Die Veranstaltung beginnt erst am 20. April. Zur ersten Sitzung bereiten Sie bitte den Widmungsbrief an Tryphon und aus dem Prooemium die Abschnitte 1–8 vor.
- Literatur
-
- Ausgabe (benötigt):
- Winterbottom, Michael, Hrsg. 1970. M. Fabi Quintiliani institutionis oratoriae libri duodecim. Bd. 1: Libri I–VI. Oxford Classical Texts. Oxford: Oxford University Press. (Online verfügbar über die SLUB.)
- Kommentare:
- Colson, F. H., Hrsg. 1924. M. Fabii Quintiliani Institutionis oratoriae liber I. Cambridge: Cambridge University Press. (Online verfügbar auf archive.org.)
- Reinhardt, Tobias, und Michael Winterbottom, Hrsg. 2017. Quintilian, Institutio oratoria: Book 2. Oxford: Oxford University Press. (Online verfügbar über die SLUB.)
- Seminar – [KPH-Patten] Cicero, Tusculanae disputationes I (PS Prosa)
- Lehrperson
-
- Dr. Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 4. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Cicero schrieb seine Gespräche in Tusculum im Jahre 45 v.Chr. nach dem Tod seiner geliebten Tochter Tullia. Das erste Buch enthält eine lange, nur streckenweise als Dialog gekleidete Meditation über den Tod und dessen Bedeutung für die Lebenden. Im Vordergrund steht die Frage, ob der Tod ein Übel sei oder nicht, aber zu den weiteren Themen gehören die Unsterblichkeit der Seele, die Kritik mythologischer Vorstellungen vom Jenseits, sowie der Imperativ, angesichts des heranrückenden Todes tugendhaft zu leben. Das Proseminar wird sich mit Form und Überlieferung sowie mit der Argumentation und Gedankenwelt des Textes beschäftigten; Interessenten werden gebeten, sich bis zum 10. April auf OPAL für den Kurs einzuschreiben. Für die erste Sitzung am 16. April übersetzen Sie bitte aus Giustas praefatio die Seiten VII–IX (bis praetermisi) sowie Seite XV (ab Quin)–XVI (bis resituunt).
- Literatur
-
- Ausgabe (benötigt):
- Giusta, Michelangelo, Hrsg. 1984. Marcus Tullius Cicero: Tusculanae disputationes. Corpus scriptorum Latinorum Paravianum. Turin: Paravia. (Die praefatio und Buch I werden auf OPAL zur Verfugung gestellt.)
- Kommentar:
- Douglas, A. E., Hrsg. 1985. Cicero: Tusculan Disputations: Book I. Aris & Phillips Classical Texts. Aris & Phillips.
SLK-BA-KP-A-D
(Ausbaumodul: Antike Literatur – Dichtung)
- Vorlesung – [KPH - Baumann] Antike Ökologie? Natur, Mensch und Kultur in der griechisch-römischen Welt
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde HSZ/204 In Präsenz - Beschreibung
- Für jede Beschäftigung mit einer bestimmten Epoche oder Kultur ist die Frage nach dem Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt von zentraler Bedeutung. Natürliche Umgebungsbedingungen wie Klima, Landschaft, Flora und Fauna prägen die Menschen und ihre Gemeinschaften, und umgekehrt wirken die Menschen mit ihrer Lebensweise und ihren Kulturtechniken auf ihre Umwelt zurück. Für die griechisch-römische Antike ist eine solche Perspektive gleich doppelt interessant: Zum einen nämlich sind uns aus dieser Zeit eine Fülle von außerordentlich spannenden Darstellungen, Auseinandersetzungen und Reflexionen zum Verhältnis von Natur, Mensch und Kultur erhalten. So erzählen antike Mythen vom goldenen Zeitalter, in dem die Menschen noch ganz in und mit der Natur lebten und von ihr ohne jeden Einsatz von Ackerbau oder anderer Technik alles erhielten, was sie zum Leben brauchten. Epische Dichter schildern, was es heißt, wenn die Menschen seit der Argo, dem ersten Schiff, von dem die alten Erzählungen berichten, nun das Meer befahren und in diese ihnen eigentlich fremde Welt vordringen. Antike Geschichtsschreiber wiederum zeigen ein waches Bewusstsein von der Bedeutung natürlicher Schätze und Ressourcen, wie sie zum Beispiel der Bergbau gewinnen kann, für den Reichtum und die Macht politischer Gemeinschaften. Philosophen denken über Begriffe von Natur nach (griech. φύσις/phýsis, lat. natura) und diskutieren die naturphilosophischen wie ethischen Konsequenzen solcher Konzepte. Antike Künstler schaffen vielfältige und bis heute faszinierende Bilder von Naturwesen und -räumen, während Architekten Häuser und ganze Siedlungen so gestalten, dass sich Kultur und Natur verbinden und durchdringen, oft aber auch bekämpfen und übertrumpfen: Gärten zum Beispiel sind eine Kulturtechnik, die genau an der Schnittstelle zwischen Natürlichem und menschlich Geformtem steht und gerade deswegen in der Antike hoch geschätzt wurde.
Zum anderen lädt eine Betrachtung des Verhältnisses von Natur, Mensch und Kultur in der Antike zu einem Vergleich mit unseren eigenen Vorstellungen ein, über die wir so noch einmal ganz neu nachdenken können: Was heißt es eigentlich, wenn die antiken Menschen sich jeden Landschaftsraum als von göttlichen Wesen bewohnt, ja geradezu die Natur selbst als etwas Göttliches vorgestellt haben? Können wir dann überhaupt einen modernen Begriff wie „Ökologie“ auf die Antike anwenden oder brauchen wir dafür ganz andere Konzepte? Und gab es in der Antike schon eine Vorstellung von Umweltverschmutzung und Umweltschutz, Problemen, die uns heute so sehr beschäftigen? Die Vorlesung wird all diesen Phänomenen und Fragen in einem bewusst breit angelegten Durchgang durch die Epochen der Antike nachspüren, von der archaischen Zeit bis zur christlich geprägten Spätantike. Die Texte und Bilder, mit denen wir uns beschäftigen, werden uns vielfältige, oft überraschende, immer jedoch interessante und anregende Einblicke in die Alte Welt und in zugleich ganz aktuelle Themen geben.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen.
- Übung – [KPH - Feddern] Senecas Tragödien (Lektüreübung Fortgeschrittene Dichtung)
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde Z21/038 In Präsenz - Beschreibung
- Der jüngere Seneca hat nicht nur philosophische Schriften in Prosa verfasst, sondern auch Tragödien. Diese Stücke sind die einzigen uns aus der Antike erhaltenen lateinischen Tragödien. Hieraus werden wir eine Auswahl lesen, uns dabei aber auf eine Tragödie konzentrieren, auf die wir uns verständigen werden (ich werde die Medea vorschlagen, ein beliebtes Tragödiensujet in der Antike und darüber hinaus). Als Textausgabe sei die Oxford-Ausgabe von Zwierlein (1986) empfohlen. Der Kommentar von Boyle (2014), der über Oxford Scholarly Editions online (2016) verfügbar ist, hilft Ihnen bei der Vorbereitung.
- Literatur
- Als Textausgabe sei die Oxford-Ausgabe von Zwierlein (1986) empfohlen. Der Kommentar von Boyle (2014), der über Oxford Scholarly Editions online (2016) verfügbar ist, hilft Ihnen bei der Vorbereitung.
- Seminar – [KPH - Feddern] Catull (PS Dichtung)
- Lehrperson
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- Prof. Dr. Stefan Feddern
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde BSS/0E41 In Präsenz - Beschreibung
- Catull ist der Autor einer ganz eigenen Gedichtsammlung der späten römischen Republik, in der ganz verschiedene kleine Gedichtformen zusammengestellt sind. Aus dieser Sammlung werden wir eine Auswahl im Kurs behandeln, wobei individuelle Wünsche gerne berücksichtigt werden. Die schulrelevante Catullische Kleindichtung an sich wird im Vordergrund stehen, aber wir werden auch einen Blick auf die griechischen Vorbilder und auf die Catull-Rezeption von der Antike bis in die Moderne werfen.
- Literatur
- Die bibliographischen Hilfsmittel werden wir in der ersten Sitzung besprechen. Neben vielen Oxford- und Teubner-Ausgaben sei v.a. der digitale catullusonline.org empfohlen.
- Seminar – [KPH - Peglau] Vergil, Aeneis (HS Dichtung)
- Lehrperson
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- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 3. Doppelstunde TOE/0315/U In Präsenz - Beschreibung
- Bücher VII und VIII
- Literatur
- R.A.B. Mynors, P. Vergili Maronis Opera, Oxford 1969 (bzw. Nachdr.)
SLK-BA-KP-I
(Interpretation)
- Übung – [KPH-Patten] Interpretation
- Lehrperson
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- Dr. Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde BSS/0149 In Präsenz - Beschreibung
- Was heißt es, einen antiken literarischen Text zu »interpretieren«? Was unterscheidet eine »gute« Interpretation von einer »schlechten«? Gibt es mehrere gleichwertige Interpretationen eines und desselben Textes? Welche Rolle spielen Faktoren wie die Intention des Autors oder die Reaktionen historischer Leser? Diese und verwandte Fragen, deren Würzeln in bereits antiken Reflexionen über Literatur und Literarizität liegen, werden in der modernen Literatur- und Kulturwissenschaft spätestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts kontrovers diskutiert und haben zur Entwicklung einer breiten Vielfalt an methodischen Ansätzen und Modellen des literaturwissenschaftlichen Verstehens geführt. Die Übung soll eine Einführung in diese Diskusion sowie in einige interpretorische Zugänge geben, deren Ergiebigkeit und Tragweite in eigener Arbeit an einem Corpus heterogener antiker Texte erprobt werden sollen. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 10. April auf OPAL für den Kurs einzuschreiben. Zur ersten Sitzung am 16. April lesen Sie bitte das erste Kapitel, »Was ist Theorie?«, in Culler, Jonathan. 2017. Literaturtheorie: Eine kurze Einführung. 3. Aufl. Stuttgart: Reclam (wird auf OPAL bereitgestellt).
- Literatur
- Wird in der ersten Sitzung besprochen.
Erweiterungsangebot
- Übung – [KPH-Kürzinger] Übung
- Lehrperson
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- Anton Kürzinger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 7. Doppelstunde bis 8. Doppelstunde W48 In Präsenz