Annotated courses
Overall view – summer semester 2025
SLK-SEGY-GR-VLit
(Vertiefung griechische Literatur)
-
Seminar – [KPH-Baumann] Mythos in der Antike
- Teacher
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Max attendee capacity
- 20
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 3rd double period W48/101 In-person - Description
- Ein Mythos ist, einfach gesagt, eine Erzählung – allerdings eine von besonderer Art: Während wir sonst bei Erzählungen in der Regel die Person benennen können, von der sie stammt, ist dies bei einem Mythos gerade nicht der Fall: Er lässt sich nicht auf einen Autor/eine Autorin zurückführen und ist insofern scheinbar einfach „da“, lässt sich zugleich aber gerade deswegen erstaunlich flexibel in immer neue Kontexte überführen und lädt somit zu immer wieder neuen Erzählungen und Aneignungen ein. Für die Antike ist dieses Phänomen von enormer Bedeutung, und eben hier hakt das Seminar ein: Es bietet Raum, nicht nur die Vielzahl mythischer „stories“ aus dem griechisch-römischen Kulturbereich zu entdecken und zu diskutieren, sondern auch der Frage nachzugehen, wer eigentlich in der Antike in welchem Kontext und mit welchen Interessen Mythen erzählt und in welcher Form dies geschieht. Dabei gibt das Seminar bewusst viel Gelegenheit, Ihre eigenen Interessen einzubringen und nicht zuletzt gemeinsam zu überlegen, was diese Art des mythischen Erzählens für uns heute bedeutet. Auch fachfremde Studierende sind, Begeisterung für die Antike und für Literatur vorausgesetzt, im Kurs willkommen.
- Assignments
-
- Modular
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- SLK-SEGY-GR-VLit – Vertiefung griechische Literatur
- SLK-SEGY-GR-SLitP – Spezialisierung griechische Literatur – Prosa
- SLK-SEGY-GR-SLitD – Spezialisierung griechische Literatur – Dichtung
SLK-SEGY-GR-SLitP
(Spezialisierung griechische Literatur – Prosa)
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Lecture – [KPH - Baumann] Pantheon. Die olympischen Götter in der antiken Literatur
- Teacher
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Max attendee capacity
- 45
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/0E011 In-person - Description
-
Die klassischen Götter des Olymp, meist zu einer Zahl von zwölf Gottheiten zusammengefasst, spielen in der antiken Literatur eine herausragende Rolle: Nach alter Vorstellung sind Gottheiten wie Apollon und die Musen die Quelle von Literatur, indem sie die Dichter zu ihren Stoffen und Gesängen inspirieren. Die Götter sind außerdem vielfach die unmittelbaren Adressaten von Texten verschiedene Genres, zumal natürlich von Gebeten und Hymnen. Vor allem aber treten Götter in Erzählungen und Dramen immer wieder als Akteure auf, die in starken, oft erstaunlich menschenähnlich gezeichneten Rollen Handlungen vorantreiben oder stoppen, mit den Menschen kommunizieren und interagieren und dabei immer machtvoll, oft eigenwillig und mit zum Teil ganz überraschenden Effekten vorgehen. Zu ihrem Handlungs- und Wirkungsspektrum gehört dabei Unheimliches und Grausiges ebenso wie Rührendes und Komisches, was die antiken Texte gleichermaßen gekonnt in Szene setzen.
In der Vorlesung werden wir dieser Vielfalt von literarische Götterbildern und -rollen anhand von besonders anschaulichen und spannenden Beispielen nachgehen, wobei zwei Perspektiven zusammenkommen: Zum einen wird Kurs einen breiten zeitlichen Bogen von den frühen Anfängen der europäischen Literatur im alten Griechenland bis hin zur hoch entwickelten Buchkultur der römischen Kaiserzeit schlagen. Zum anderen zielt die Vorlesung aber auch ganz einfach darauf ab, die antiken Götter vorzustellen: Dazu wird in jeder Sitzung eine Gottheit im Zentrum stehen, die in ihren Funktionen und Eigenschaften plastisch hervortreten soll. Neben berühmten und dem Namen nach allen bekannten Olympiern wie Zeus/Jupiter, Athene/Minerva oder Aphrodite/Venus werden auch einige besondere Fälle eine Rolle spielen – in einer Sitzung werden wir uns mit der Göttin Isis sogar in einen ursprünglich ägyptischen Kontext bewegen, der nichtsdestoweniger große Bedeutung im römischen Reich entfaltete.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen. - Assignments
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- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-SLitP – Spezialisierung griechische Literatur – Prosa
- SLK-SEGY-GR-SLitD – Spezialisierung griechische Literatur – Dichtung
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Seminar – [KPH-Baumann] Mythos in der Antike
- Teacher
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Max attendee capacity
- 20
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 3rd double period W48/101 In-person - Description
- Ein Mythos ist, einfach gesagt, eine Erzählung – allerdings eine von besonderer Art: Während wir sonst bei Erzählungen in der Regel die Person benennen können, von der sie stammt, ist dies bei einem Mythos gerade nicht der Fall: Er lässt sich nicht auf einen Autor/eine Autorin zurückführen und ist insofern scheinbar einfach „da“, lässt sich zugleich aber gerade deswegen erstaunlich flexibel in immer neue Kontexte überführen und lädt somit zu immer wieder neuen Erzählungen und Aneignungen ein. Für die Antike ist dieses Phänomen von enormer Bedeutung, und eben hier hakt das Seminar ein: Es bietet Raum, nicht nur die Vielzahl mythischer „stories“ aus dem griechisch-römischen Kulturbereich zu entdecken und zu diskutieren, sondern auch der Frage nachzugehen, wer eigentlich in der Antike in welchem Kontext und mit welchen Interessen Mythen erzählt und in welcher Form dies geschieht. Dabei gibt das Seminar bewusst viel Gelegenheit, Ihre eigenen Interessen einzubringen und nicht zuletzt gemeinsam zu überlegen, was diese Art des mythischen Erzählens für uns heute bedeutet. Auch fachfremde Studierende sind, Begeisterung für die Antike und für Literatur vorausgesetzt, im Kurs willkommen.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-VLit – Vertiefung griechische Literatur
- SLK-SEGY-GR-SLitP – Spezialisierung griechische Literatur – Prosa
- SLK-SEGY-GR-SLitD – Spezialisierung griechische Literatur – Dichtung
SLK-SEGY-GR-SLitD
(Spezialisierung griechische Literatur – Dichtung)
-
Lecture – [KPH - Baumann] Pantheon. Die olympischen Götter in der antiken Literatur
- Teacher
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Max attendee capacity
- 45
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 4th double period ABS/0E011 In-person - Description
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Die klassischen Götter des Olymp, meist zu einer Zahl von zwölf Gottheiten zusammengefasst, spielen in der antiken Literatur eine herausragende Rolle: Nach alter Vorstellung sind Gottheiten wie Apollon und die Musen die Quelle von Literatur, indem sie die Dichter zu ihren Stoffen und Gesängen inspirieren. Die Götter sind außerdem vielfach die unmittelbaren Adressaten von Texten verschiedene Genres, zumal natürlich von Gebeten und Hymnen. Vor allem aber treten Götter in Erzählungen und Dramen immer wieder als Akteure auf, die in starken, oft erstaunlich menschenähnlich gezeichneten Rollen Handlungen vorantreiben oder stoppen, mit den Menschen kommunizieren und interagieren und dabei immer machtvoll, oft eigenwillig und mit zum Teil ganz überraschenden Effekten vorgehen. Zu ihrem Handlungs- und Wirkungsspektrum gehört dabei Unheimliches und Grausiges ebenso wie Rührendes und Komisches, was die antiken Texte gleichermaßen gekonnt in Szene setzen.
In der Vorlesung werden wir dieser Vielfalt von literarische Götterbildern und -rollen anhand von besonders anschaulichen und spannenden Beispielen nachgehen, wobei zwei Perspektiven zusammenkommen: Zum einen wird Kurs einen breiten zeitlichen Bogen von den frühen Anfängen der europäischen Literatur im alten Griechenland bis hin zur hoch entwickelten Buchkultur der römischen Kaiserzeit schlagen. Zum anderen zielt die Vorlesung aber auch ganz einfach darauf ab, die antiken Götter vorzustellen: Dazu wird in jeder Sitzung eine Gottheit im Zentrum stehen, die in ihren Funktionen und Eigenschaften plastisch hervortreten soll. Neben berühmten und dem Namen nach allen bekannten Olympiern wie Zeus/Jupiter, Athene/Minerva oder Aphrodite/Venus werden auch einige besondere Fälle eine Rolle spielen – in einer Sitzung werden wir uns mit der Göttin Isis sogar in einen ursprünglich ägyptischen Kontext bewegen, der nichtsdestoweniger große Bedeutung im römischen Reich entfaltete.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen. - Assignments
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- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-SLitP – Spezialisierung griechische Literatur – Prosa
- SLK-SEGY-GR-SLitD – Spezialisierung griechische Literatur – Dichtung
-
Seminar – [KPH-Baumann] Mythos in der Antike
- Teacher
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Max attendee capacity
- 20
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Wednesday 3rd double period W48/101 In-person - Description
- Ein Mythos ist, einfach gesagt, eine Erzählung – allerdings eine von besonderer Art: Während wir sonst bei Erzählungen in der Regel die Person benennen können, von der sie stammt, ist dies bei einem Mythos gerade nicht der Fall: Er lässt sich nicht auf einen Autor/eine Autorin zurückführen und ist insofern scheinbar einfach „da“, lässt sich zugleich aber gerade deswegen erstaunlich flexibel in immer neue Kontexte überführen und lädt somit zu immer wieder neuen Erzählungen und Aneignungen ein. Für die Antike ist dieses Phänomen von enormer Bedeutung, und eben hier hakt das Seminar ein: Es bietet Raum, nicht nur die Vielzahl mythischer „stories“ aus dem griechisch-römischen Kulturbereich zu entdecken und zu diskutieren, sondern auch der Frage nachzugehen, wer eigentlich in der Antike in welchem Kontext und mit welchen Interessen Mythen erzählt und in welcher Form dies geschieht. Dabei gibt das Seminar bewusst viel Gelegenheit, Ihre eigenen Interessen einzubringen und nicht zuletzt gemeinsam zu überlegen, was diese Art des mythischen Erzählens für uns heute bedeutet. Auch fachfremde Studierende sind, Begeisterung für die Antike und für Literatur vorausgesetzt, im Kurs willkommen.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-VLit – Vertiefung griechische Literatur
- SLK-SEGY-GR-SLitP – Spezialisierung griechische Literatur – Prosa
- SLK-SEGY-GR-SLitD – Spezialisierung griechische Literatur – Dichtung
SLK-SEGY-GR-LektA
(Griechische Lektüre für Anfänger)
-
Exercise – [KPH-Peglau] Polybios (Lektüreübung Prosa GR)
- Teacher
-
- Dr. Markus Peglau
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Not specified
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/002 In-person - Description
-
Polybios (ca. 200-120 v. Chr.), ein hellenistischer Historiker, von dessen Werk wir noch beträchtliche Teile besitzen, enstammte einer hellenistischen Familie aus Megalopolis. Bereits sein Vater Lykortas war Stratege des achaiischen Bundes und versuchte, zwischen den Großmächten Rom und Makedonien die Unabhängigkeit zu wahren. Nach der Schlacht von Pydna (168 v. Chr.) freilich kam Polybios, 169/68 Hipparch des Bundes, als Geisel nach Rom, wo er allerdings - wahrscheinlich auch wegen seiner maßgeblichen militärwissenschaftlichen Schrift - gut behandelt wurde, sogar zum Freund und Mentor des Scipio avancierte und die Zerstörung Karthagos miterlebte. Nach dem fast gleichzeitig niedergeschlagenen Aufstand von Korinth konnte er Milderungen bei den Römern durchsetzen. Sein zu etwa einem Drittel erhaltenes Hauptwerk, die Historien, umfaßt die Jahre 220-167 bzw. 146/44. In den Büchern 1-5 wird Universalgeschichte nach westlichen und östlichen Schauplätzen gesondert behandelt. Das ändert sich ab dem Jahr 216/15 v. Chr.; seitdem werden die Ereignisse annalistisch (nach Olympiaden) zusammengefaßt. Die verheerende Niederlage der Römer bei Cannae liefert dem Historiographen den Anlaß, im sechsten Buch den Kreislauf der Verfassungen zu erörtern und die römische Mischform als besonders stabil zu charakterisieren, was die Römer zur Weltherrschaft befähige.
Ähnlich wie Thukydides sieht Polybios die Aufgabe seiner pragmatischen Geschichtsschreibung, die auf Quellenstudium, Autopsie und militärisch-politischer Erfahrung gründet, in der Erforschung der tieferen Ursachen (im Unterschied zu Anfängen und Anlässen) und der daraus resultierenden Belehrung. Dagegen rügt er die pathetische Abhandlung eines Phylarch, aber auch die Kritiksucht des Timaios. Auf fiktive Reden verzichtet er weitgehend. Die nüchterne Koine hat man als Kanzleistil bezeichnet. Sein eigener hoher Wahrheitsanspruch, der ihm ein großes Maß an Glaubwürdigkeit eintrug, hält ihn indes nicht davon ab, zuweilen das delectare zu berücksichtigen, den achaiischen Patriotismus beizubehalten oder andere Historiker zu sehr zu tadeln. Neben dem Planen des Menschen erkennt er die irrationale Tyche als Wirkungsmacht an. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-LektA – Griechische Lektüre für Anfänger
- SLK-SEGY-GR-LektF – Griechische Lektüre für Fortgeschrittene
-
Seminar – [KPH-Peglau] Hesiod, Theogonie bzw. Werke und Tage (Lektüreübung Dichtung GR)
- Teacher
-
- Dr. Markus Peglau
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Not specified
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 1st double period W48/102 In-person - Description
-
In Hesiod aus Askra in Böotien haben wir neben Homer den ältesten uns bekannten Dichter des Abendlandes (um 700 v. Chr.). Nach einem Hymnus auf die Musen handelt er in der 'Theogonie' mit rhapsodischer Meisterschaft, die mit genau abgestimmten Textproportionen und - bezügen arbeitet, die Sukzession der Göttergenerationen ab, welche - "am Anfang war das Chaos" - in den Olympiern mit der Herrschaftsergreifung des Zeus gipfeln. Dabei geht es nicht immer friedlich zu.
Auch kosmogonisch ist das Werk als mythologische Quelle einzigartig, es schildert die Entstehung der vier Weltteile Erde, Tartaros, Meer und Himmel.
Die ebenfalls sorgfältig u.a. durch Paränesen und Bilder gegliederten 'Werke und Tage' haben ihren Ursprung in einem Rechtsstreit des Dichters mit seinem Bruder Perses. Hesiod ruft dabei Zeus, dessen Weltordnung für ihn gerecht ist, als Richter und Schlichter an. Dieser habe auch die Notwendigkeit der sich in einem bestimmten Jahres- und Monatsablauf (den "Tagen") vollziehenden Arbeit geschaffen und könne erhöhen und erniedrigen. Dies wird durch den abschreckenden Prometheus-Mythos illustriert. Es folgen die Zeitalter mit dem Ausblick auf den drohenden Untergang des gegenwärtigen eisernen Geschlechts, wenn sich Sittenverfall und Gewalttat fortsetze. Das Beste sei es, zu arbeiten, wie die Götter es wollten, Müßiggang sei dagegen aller Laster Anfang. Als Richtschnur führt Hesiod eine Art Bauernkalender auf. Nach Vergil (georg. 2,176) galt das Opus anscheinend als Muster des Lehrgedichtes. - Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-LektA – Griechische Lektüre für Anfänger
- SLK-SEGY-GR-LektF – Griechische Lektüre für Fortgeschrittene
SLK-SEGY-GR-LektF
(Griechische Lektüre für Fortgeschrittene)
-
Exercise – [KPH-Peglau] Polybios (Lektüreübung Prosa GR)
- Teacher
-
- Dr. Markus Peglau
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Not specified
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 4th double period W48/002 In-person - Description
-
Polybios (ca. 200-120 v. Chr.), ein hellenistischer Historiker, von dessen Werk wir noch beträchtliche Teile besitzen, enstammte einer hellenistischen Familie aus Megalopolis. Bereits sein Vater Lykortas war Stratege des achaiischen Bundes und versuchte, zwischen den Großmächten Rom und Makedonien die Unabhängigkeit zu wahren. Nach der Schlacht von Pydna (168 v. Chr.) freilich kam Polybios, 169/68 Hipparch des Bundes, als Geisel nach Rom, wo er allerdings - wahrscheinlich auch wegen seiner maßgeblichen militärwissenschaftlichen Schrift - gut behandelt wurde, sogar zum Freund und Mentor des Scipio avancierte und die Zerstörung Karthagos miterlebte. Nach dem fast gleichzeitig niedergeschlagenen Aufstand von Korinth konnte er Milderungen bei den Römern durchsetzen. Sein zu etwa einem Drittel erhaltenes Hauptwerk, die Historien, umfaßt die Jahre 220-167 bzw. 146/44. In den Büchern 1-5 wird Universalgeschichte nach westlichen und östlichen Schauplätzen gesondert behandelt. Das ändert sich ab dem Jahr 216/15 v. Chr.; seitdem werden die Ereignisse annalistisch (nach Olympiaden) zusammengefaßt. Die verheerende Niederlage der Römer bei Cannae liefert dem Historiographen den Anlaß, im sechsten Buch den Kreislauf der Verfassungen zu erörtern und die römische Mischform als besonders stabil zu charakterisieren, was die Römer zur Weltherrschaft befähige.
Ähnlich wie Thukydides sieht Polybios die Aufgabe seiner pragmatischen Geschichtsschreibung, die auf Quellenstudium, Autopsie und militärisch-politischer Erfahrung gründet, in der Erforschung der tieferen Ursachen (im Unterschied zu Anfängen und Anlässen) und der daraus resultierenden Belehrung. Dagegen rügt er die pathetische Abhandlung eines Phylarch, aber auch die Kritiksucht des Timaios. Auf fiktive Reden verzichtet er weitgehend. Die nüchterne Koine hat man als Kanzleistil bezeichnet. Sein eigener hoher Wahrheitsanspruch, der ihm ein großes Maß an Glaubwürdigkeit eintrug, hält ihn indes nicht davon ab, zuweilen das delectare zu berücksichtigen, den achaiischen Patriotismus beizubehalten oder andere Historiker zu sehr zu tadeln. Neben dem Planen des Menschen erkennt er die irrationale Tyche als Wirkungsmacht an. - Assignments
-
- Modular
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- SLK-SEGY-GR-LektA – Griechische Lektüre für Anfänger
- SLK-SEGY-GR-LektF – Griechische Lektüre für Fortgeschrittene
-
Seminar – [KPH-Peglau] Hesiod, Theogonie bzw. Werke und Tage (Lektüreübung Dichtung GR)
- Teacher
-
- Dr. Markus Peglau
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Not specified
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 1st double period W48/102 In-person - Description
-
In Hesiod aus Askra in Böotien haben wir neben Homer den ältesten uns bekannten Dichter des Abendlandes (um 700 v. Chr.). Nach einem Hymnus auf die Musen handelt er in der 'Theogonie' mit rhapsodischer Meisterschaft, die mit genau abgestimmten Textproportionen und - bezügen arbeitet, die Sukzession der Göttergenerationen ab, welche - "am Anfang war das Chaos" - in den Olympiern mit der Herrschaftsergreifung des Zeus gipfeln. Dabei geht es nicht immer friedlich zu.
Auch kosmogonisch ist das Werk als mythologische Quelle einzigartig, es schildert die Entstehung der vier Weltteile Erde, Tartaros, Meer und Himmel.
Die ebenfalls sorgfältig u.a. durch Paränesen und Bilder gegliederten 'Werke und Tage' haben ihren Ursprung in einem Rechtsstreit des Dichters mit seinem Bruder Perses. Hesiod ruft dabei Zeus, dessen Weltordnung für ihn gerecht ist, als Richter und Schlichter an. Dieser habe auch die Notwendigkeit der sich in einem bestimmten Jahres- und Monatsablauf (den "Tagen") vollziehenden Arbeit geschaffen und könne erhöhen und erniedrigen. Dies wird durch den abschreckenden Prometheus-Mythos illustriert. Es folgen die Zeitalter mit dem Ausblick auf den drohenden Untergang des gegenwärtigen eisernen Geschlechts, wenn sich Sittenverfall und Gewalttat fortsetze. Das Beste sei es, zu arbeiten, wie die Götter es wollten, Müßiggang sei dagegen aller Laster Anfang. Als Richtschnur führt Hesiod eine Art Bauernkalender auf. Nach Vergil (georg. 2,176) galt das Opus anscheinend als Muster des Lehrgedichtes. - Assignments
-
- Modular
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- SLK-SEGY-GR-LektA – Griechische Lektüre für Anfänger
- SLK-SEGY-GR-LektF – Griechische Lektüre für Fortgeschrittene
SLK-SEGY-GR-SpraF
(Griechische Sprachübung für Fortgeschrittene)
-
Exercise – [KPH-Patten] D-GR 1b
- Teacher
-
- Glenn Patten
- Max attendee capacity
- 10
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Enroll via url
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Thursday 6th double period W48/0002/U In-person - Description
- Fortführung des Kurses 1a auf der Grundlage von Passagen aus Xenophons Anabasis. Interessenten werden gebeten, sich für den Kurs bis zum 4. April auf OPAL anzumelden.
- Literature
-
- Grammatik:
- Bornemann, Eduard and Ernst Risch. 1978. Griechische Grammatik. 2. Aufl. Frankfurt am Main: Diesterweg Moritz.
- Textausgabe:
- Sie benötigen eine einsprachige Ausgabe von Xenophons Anabasis. Empfohlen sei: Marchant, E. C., Hrsg. 1904. Xenophontis opera omnia. Tomus III: Expeditio Cyri. Oxford: Oxford University Press.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-SpraF – Griechische Sprachübung für Fortgeschrittene
SLK-SEGY-GR-VFD
(Vertiefung Fachdidaktik)
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Seminar – [KPH - Peglau Seminar Fachdidaktik
- Teacher
-
- Dr. Markus Peglau
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Not specified
- Appointments
-
Day of the week Clock time Place Event format Monday 2nd double period W48/002 In-person - Description
- Im Sommersemester mit seinen guten Außenbedingungen wollen wir unsere Kriminaltrilogie mit der Waldschule zu Ende bringen. Das große Finale steigt auf dem sagenumwobenen und für Normalsterbliche unzugänglichen Berg Athos ... Tauschen Sie sich im Vorfeld bitte schon aus, wer welche Rolle bzw. Aufgabe übernehmen möchte.
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-VFD – Vertiefung Fachdidaktik
SLK-SEGY-GR-SPÜ
(Schulpraktische Übungen im Fach Griechisch)
-
School-based practical exercises – [KPH - Peglau] SPÜ
- Teacher
-
- Dr. Markus Peglau
- Max attendee capacity
- 15
- Enrollment
-
- Enrollment via
- Not specified
- Appointments
-
Date Clock time Place Event format – In-person - Description
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Der Schwerpunkt dieser Übung liegt, wie der Name besagt, auf der Praxis in der Schule. In der ersten Sitzung vereinbaren wir Schule und Klassen/ Jahrgangsstufen, die wir besuchen wollen. Nach einer Phase der Einführung und gemeinsamen Hospitation sowie deren Besprechungen soll jeder Student in Absprache mit der Lehrkraft eigenen Unterricht halten, der dann ebenfalls gemeinsam ausgewertet wird. Dabei dient ein von der unterrichtenden Person erstelltes Arbeitsblatt, das einen Zeitplan, die Unterrichtsziele und die Methoden bzw. Unterrichtsschritte aufweist, als Grundlage für die Diskussion.
Den Einführungstermin (1. Sitzung, ursprünglich auf Di, 2. DS, gelegt) verlegen wir auf Do, den 3.4., im Anschluß an die Hospitation am Romain-Rolland-Gymnasium, Weintraubenstr. 3, in Dresden. - Literature
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- Grundlagenliteratur:
- H. J. Glücklich: Lateinunterricht - Didaktik und Methodik, Göttingen32008.
- P. Kuhlmann: Fachdidaktik Latein kompakt, 2009.
- R. Nickel: Einführung in die Didaktik der alten Sprachen, 1982.
- Meyer, Hilbert: Unterrichtsmethoden; I: Theorieband, Frankfurt am Main 122005; II: Praxisband, Frankfurt am Main 112000.
- ders.: Leitfaden zur Unterrichtsvorbereitung, Frankfurt am Main 122001
- Assignments
-
- Modular
-
- SLK-SEGY-GR-SPÜ – Schulpraktische Übungen im Fach Griechisch