Kommentierte Lehrveranstaltungen
Gesamtansicht – Sommersemester 2025
PhF-AK 1
(Sprachmodul)
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Übung – [KPH-Peglau] Polybios (Lektüreübung Prosa GR)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
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Polybios (ca. 200-120 v. Chr.), ein hellenistischer Historiker, von dessen Werk wir noch beträchtliche Teile besitzen, enstammte einer hellenistischen Familie aus Megalopolis. Bereits sein Vater Lykortas war Stratege des achaiischen Bundes und versuchte, zwischen den Großmächten Rom und Makedonien die Unabhängigkeit zu wahren. Nach der Schlacht von Pydna (168 v. Chr.) freilich kam Polybios, 169/68 Hipparch des Bundes, als Geisel nach Rom, wo er allerdings - wahrscheinlich auch wegen seiner maßgeblichen militärwissenschaftlichen Schrift - gut behandelt wurde, sogar zum Freund und Mentor des Scipio avancierte und die Zerstörung Karthagos miterlebte. Nach dem fast gleichzeitig niedergeschlagenen Aufstand von Korinth konnte er Milderungen bei den Römern durchsetzen. Sein zu etwa einem Drittel erhaltenes Hauptwerk, die Historien, umfaßt die Jahre 220-167 bzw. 146/44. In den Büchern 1-5 wird Universalgeschichte nach westlichen und östlichen Schauplätzen gesondert behandelt. Das ändert sich ab dem Jahr 216/15 v. Chr.; seitdem werden die Ereignisse annalistisch (nach Olympiaden) zusammengefaßt. Die verheerende Niederlage der Römer bei Cannae liefert dem Historiographen den Anlaß, im sechsten Buch den Kreislauf der Verfassungen zu erörtern und die römische Mischform als besonders stabil zu charakterisieren, was die Römer zur Weltherrschaft befähige.
Ähnlich wie Thukydides sieht Polybios die Aufgabe seiner pragmatischen Geschichtsschreibung, die auf Quellenstudium, Autopsie und militärisch-politischer Erfahrung gründet, in der Erforschung der tieferen Ursachen (im Unterschied zu Anfängen und Anlässen) und der daraus resultierenden Belehrung. Dagegen rügt er die pathetische Abhandlung eines Phylarch, aber auch die Kritiksucht des Timaios. Auf fiktive Reden verzichtet er weitgehend. Die nüchterne Koine hat man als Kanzleistil bezeichnet. Sein eigener hoher Wahrheitsanspruch, der ihm ein großes Maß an Glaubwürdigkeit eintrug, hält ihn indes nicht davon ab, zuweilen das delectare zu berücksichtigen, den achaiischen Patriotismus beizubehalten oder andere Historiker zu sehr zu tadeln. Neben dem Planen des Menschen erkennt er die irrationale Tyche als Wirkungsmacht an. - Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
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Übung – [KPH-Kürzinger] Plautus, Truculentus (Lektüreübung Dichtung)
- Lehrperson
-
- Anton Kürzinger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 2. Doppelstunde ABS/2-13 In Präsenz - Beschreibung
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Titus Maccius Plautus (ca. 254–184 v. Chr.) gilt als der bedeutendste römische Komödiendichter und prägte die Palliata, die römische Adaption der griechischen Komödie. Sein Stück Truculentus nimmt unter seinen 21 erhaltenen Lustspielen eine besondere Stellung ein: Statt einer straff geführten Handlung entfaltet sich eine mosaikartige Szenenfolge rund um das Bordellmilieu, das Plautus mit überschäumender Komik und zugleich kritischem Unterton schildert. Hinter der derben Unterhaltung verbirgt sich eine Reflexion über den gesellschaftlichen Wandel im Rom des späten 3. und frühen 2. Jahrhunderts v. Chr., als der Zustrom an Reichtum und fremden Einflüssen traditionelle Werte ins Wanken brachte.
Im Kurs werden wir uns intensiv mit Plautus’ Sprachwitz, den Techniken des Stegreiftheaters und den kulturellen Bezügen des Stücks beschäftigen. Dabei liegt der Fokus sowohl auf der Lektüre des lateinischen Textes als auch auf seiner Einordnung in den literarischen und historischen Kontext. Um Anmeldung wird möglichst bis zum 6. April über OPAL gebeten. Für die erste Sitzung ist der Prolog (Verse 1–21) vorzubereiten. - Literatur
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- Textausgabe:
- W. M. Lindsay (Hrsg.): T. Macci Plauti. Comoediae, Bd. 2, Oxford Classical Texts, Oxford 1905. (Online-Zugang nur mit VPN: Link)
- Übersetzungen und Kommentare:
- W. Hofmann (Hrsg.): Plautus. Truculentus, Darmstadt 2001.
- K. H. Kruse: Kommentar zu Plautus Truculentus, Diss. Heidelberg 1974.
- P. Rau (Hrsg.): Plautus. Komödien, Bd. 6, Darmstadt 2009.
- Zuordnungen
-
- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
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Übung – [KPH-Patten] Cicero, De finibus bonorum et malorum (Prosa Lekt. Fortg.)
- Lehrperson
-
- Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde W48/0002/U In Präsenz - Beschreibung
- Cicero schrieb die Schrift De finibus bonorum et malorum im Juni 45 v.Chr. während seines Rückzugs aus der römischen Politik in der Zeit nach Caesars Aufstieg zur Macht. Sie behandelt grundsätzliche Fragen der Moralphilosophie in drei Dialogen über fünf Bücher. Das Werk will moralphilosophische Ansätze der griechischen Philosophie zu Ciceros Zeit für eine römische Leserschaft verständlich machen, aber zugleich – im Einklang mit Ciceros eigener Vorliebe für die philosophische Skepsis – eine Entscheidung für die eine oder andere der dreien problematisieren. Die ersten beiden Bücher enthalten eine Diskussion der Philosophie des hellenistischen Philosophen Epikur von Samos, dargelegt in Buch I durch den römischen Politiker L. Manlius Torquatus. Epikurs These, das höchste Gut sei die Lust (voluptas), wird von Cicero in Buch II einer eingehenden Kritik unterzogen. Die Veranstaltung wird Buch I ganz lesen und Teile von Buch II. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 4. April auf OPAL für den Kurs anzumelden. Zur ersten Sitzung am 10. April bitte die Abschnitte 1–5 aus dem ersten Buch übersetzen.
- Literatur
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- Textausgabe (benötigt):
- Reynolds, L. D., Hrsg. 1998. M. Tulli Ciceronis de finibus bonorum et malorum libri quinque. Scriptorum classicorum bibliotheca Oxoniensis. Oxford; New York: Oxford University Press.
- Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
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Übung – [KPH-Dorniok] Pompeius Trogus, Philippische Geschichten (Lektüreübung Prosa) Anfänger
- Lehrperson
-
- Roman Dorniok
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 5. Doppelstunde W48/103 In Präsenz - Beschreibung
- Ursprünglich aus 44 Büchern bestehend liegt das Universalgeschichtswerk augusteischer Zeit von P. Trogus nur noch in Auszügen (epitome) des M. Iunianus Iustinus vor. Die so entstandene Kurzfassung war im Mittelalter eine der wichtigsten Quellen und meistgelesensten Texte zur Geschichte Griechenlands, aber auch der orientalischen Großreiche und der Frühgeschichte Roms und legt einen Schwerpunkt auf Anekdoten und Exempla, um die Lesenden zu bilden und zu unterhalten.
- Literatur
- O. Seel (Hg.): M. Iuniani Iustini epitoma Historiarum Philippicarum Pompei Trogi. Teubner: Stuttgart. 21971.
- Zuordnungen
-
- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
-
Seminar – [KPH-Peglau] Hesiod, Theogonie bzw. Werke und Tage (Lektüreübung Dichtung GR)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 1. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
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In Hesiod aus Askra in Böotien haben wir neben Homer den ältesten uns bekannten Dichter des Abendlandes (um 700 v. Chr.). Nach einem Hymnus auf die Musen handelt er in der 'Theogonie' mit rhapsodischer Meisterschaft, die mit genau abgestimmten Textproportionen und - bezügen arbeitet, die Sukzession der Göttergenerationen ab, welche - "am Anfang war das Chaos" - in den Olympiern mit der Herrschaftsergreifung des Zeus gipfeln. Dabei geht es nicht immer friedlich zu.
Auch kosmogonisch ist das Werk als mythologische Quelle einzigartig, es schildert die Entstehung der vier Weltteile Erde, Tartaros, Meer und Himmel.
Die ebenfalls sorgfältig u.a. durch Paränesen und Bilder gegliederten 'Werke und Tage' haben ihren Ursprung in einem Rechtsstreit des Dichters mit seinem Bruder Perses. Hesiod ruft dabei Zeus, dessen Weltordnung für ihn gerecht ist, als Richter und Schlichter an. Dieser habe auch die Notwendigkeit der sich in einem bestimmten Jahres- und Monatsablauf (den "Tagen") vollziehenden Arbeit geschaffen und könne erhöhen und erniedrigen. Dies wird durch den abschreckenden Prometheus-Mythos illustriert. Es folgen die Zeitalter mit dem Ausblick auf den drohenden Untergang des gegenwärtigen eisernen Geschlechts, wenn sich Sittenverfall und Gewalttat fortsetze. Das Beste sei es, zu arbeiten, wie die Götter es wollten, Müßiggang sei dagegen aller Laster Anfang. Als Richtschnur führt Hesiod eine Art Bauernkalender auf. Nach Vergil (georg. 2,176) galt das Opus anscheinend als Muster des Lehrgedichtes. - Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
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Tutorium – [KPH-TUT1] Tutorium P zur Lektüreübung f. Anfänger
- Lehrperson
-
- Roman Dorniok
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 10
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung – In Präsenz - Beschreibung
- nn
- Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 1 – Sprachmodul
PhF-AK 2c
(Grundlagen Klassische Philologie)
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Vorlesung – [KPH - Baumann] Pantheon. Die olympischen Götter in der antiken Literatur
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/0E011 In Präsenz - Beschreibung
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Die klassischen Götter des Olymp, meist zu einer Zahl von zwölf Gottheiten zusammengefasst, spielen in der antiken Literatur eine herausragende Rolle: Nach alter Vorstellung sind Gottheiten wie Apollon und die Musen die Quelle von Literatur, indem sie die Dichter zu ihren Stoffen und Gesängen inspirieren. Die Götter sind außerdem vielfach die unmittelbaren Adressaten von Texten verschiedene Genres, zumal natürlich von Gebeten und Hymnen. Vor allem aber treten Götter in Erzählungen und Dramen immer wieder als Akteure auf, die in starken, oft erstaunlich menschenähnlich gezeichneten Rollen Handlungen vorantreiben oder stoppen, mit den Menschen kommunizieren und interagieren und dabei immer machtvoll, oft eigenwillig und mit zum Teil ganz überraschenden Effekten vorgehen. Zu ihrem Handlungs- und Wirkungsspektrum gehört dabei Unheimliches und Grausiges ebenso wie Rührendes und Komisches, was die antiken Texte gleichermaßen gekonnt in Szene setzen.
In der Vorlesung werden wir dieser Vielfalt von literarische Götterbildern und -rollen anhand von besonders anschaulichen und spannenden Beispielen nachgehen, wobei zwei Perspektiven zusammenkommen: Zum einen wird Kurs einen breiten zeitlichen Bogen von den frühen Anfängen der europäischen Literatur im alten Griechenland bis hin zur hoch entwickelten Buchkultur der römischen Kaiserzeit schlagen. Zum anderen zielt die Vorlesung aber auch ganz einfach darauf ab, die antiken Götter vorzustellen: Dazu wird in jeder Sitzung eine Gottheit im Zentrum stehen, die in ihren Funktionen und Eigenschaften plastisch hervortreten soll. Neben berühmten und dem Namen nach allen bekannten Olympiern wie Zeus/Jupiter, Athene/Minerva oder Aphrodite/Venus werden auch einige besondere Fälle eine Rolle spielen – in einer Sitzung werden wir uns mit der Göttin Isis sogar in einen ursprünglich ägyptischen Kontext bewegen, der nichtsdestoweniger große Bedeutung im römischen Reich entfaltete.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen. - Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
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Seminar – [KPH-Baumann] Mythos in der Antike
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- Ein Mythos ist, einfach gesagt, eine Erzählung – allerdings eine von besonderer Art: Während wir sonst bei Erzählungen in der Regel die Person benennen können, von der sie stammt, ist dies bei einem Mythos gerade nicht der Fall: Er lässt sich nicht auf einen Autor/eine Autorin zurückführen und ist insofern scheinbar einfach „da“, lässt sich zugleich aber gerade deswegen erstaunlich flexibel in immer neue Kontexte überführen und lädt somit zu immer wieder neuen Erzählungen und Aneignungen ein. Für die Antike ist dieses Phänomen von enormer Bedeutung, und eben hier hakt das Seminar ein: Es bietet Raum, nicht nur die Vielzahl mythischer „stories“ aus dem griechisch-römischen Kulturbereich zu entdecken und zu diskutieren, sondern auch der Frage nachzugehen, wer eigentlich in der Antike in welchem Kontext und mit welchen Interessen Mythen erzählt und in welcher Form dies geschieht. Dabei gibt das Seminar bewusst viel Gelegenheit, Ihre eigenen Interessen einzubringen und nicht zuletzt gemeinsam zu überlegen, was diese Art des mythischen Erzählens für uns heute bedeutet. Auch fachfremde Studierende sind, Begeisterung für die Antike und für Literatur vorausgesetzt, im Kurs willkommen.
- Zuordnungen
-
- Modular
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- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
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Übung – [KPH-Peglau] Polybios (Lektüreübung Prosa GR)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
-
Polybios (ca. 200-120 v. Chr.), ein hellenistischer Historiker, von dessen Werk wir noch beträchtliche Teile besitzen, enstammte einer hellenistischen Familie aus Megalopolis. Bereits sein Vater Lykortas war Stratege des achaiischen Bundes und versuchte, zwischen den Großmächten Rom und Makedonien die Unabhängigkeit zu wahren. Nach der Schlacht von Pydna (168 v. Chr.) freilich kam Polybios, 169/68 Hipparch des Bundes, als Geisel nach Rom, wo er allerdings - wahrscheinlich auch wegen seiner maßgeblichen militärwissenschaftlichen Schrift - gut behandelt wurde, sogar zum Freund und Mentor des Scipio avancierte und die Zerstörung Karthagos miterlebte. Nach dem fast gleichzeitig niedergeschlagenen Aufstand von Korinth konnte er Milderungen bei den Römern durchsetzen. Sein zu etwa einem Drittel erhaltenes Hauptwerk, die Historien, umfaßt die Jahre 220-167 bzw. 146/44. In den Büchern 1-5 wird Universalgeschichte nach westlichen und östlichen Schauplätzen gesondert behandelt. Das ändert sich ab dem Jahr 216/15 v. Chr.; seitdem werden die Ereignisse annalistisch (nach Olympiaden) zusammengefaßt. Die verheerende Niederlage der Römer bei Cannae liefert dem Historiographen den Anlaß, im sechsten Buch den Kreislauf der Verfassungen zu erörtern und die römische Mischform als besonders stabil zu charakterisieren, was die Römer zur Weltherrschaft befähige.
Ähnlich wie Thukydides sieht Polybios die Aufgabe seiner pragmatischen Geschichtsschreibung, die auf Quellenstudium, Autopsie und militärisch-politischer Erfahrung gründet, in der Erforschung der tieferen Ursachen (im Unterschied zu Anfängen und Anlässen) und der daraus resultierenden Belehrung. Dagegen rügt er die pathetische Abhandlung eines Phylarch, aber auch die Kritiksucht des Timaios. Auf fiktive Reden verzichtet er weitgehend. Die nüchterne Koine hat man als Kanzleistil bezeichnet. Sein eigener hoher Wahrheitsanspruch, der ihm ein großes Maß an Glaubwürdigkeit eintrug, hält ihn indes nicht davon ab, zuweilen das delectare zu berücksichtigen, den achaiischen Patriotismus beizubehalten oder andere Historiker zu sehr zu tadeln. Neben dem Planen des Menschen erkennt er die irrationale Tyche als Wirkungsmacht an. - Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
-
Seminar – [KPH-Peglau] Hesiod, Theogonie bzw. Werke und Tage (Lektüreübung Dichtung GR)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 1. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
-
In Hesiod aus Askra in Böotien haben wir neben Homer den ältesten uns bekannten Dichter des Abendlandes (um 700 v. Chr.). Nach einem Hymnus auf die Musen handelt er in der 'Theogonie' mit rhapsodischer Meisterschaft, die mit genau abgestimmten Textproportionen und - bezügen arbeitet, die Sukzession der Göttergenerationen ab, welche - "am Anfang war das Chaos" - in den Olympiern mit der Herrschaftsergreifung des Zeus gipfeln. Dabei geht es nicht immer friedlich zu.
Auch kosmogonisch ist das Werk als mythologische Quelle einzigartig, es schildert die Entstehung der vier Weltteile Erde, Tartaros, Meer und Himmel.
Die ebenfalls sorgfältig u.a. durch Paränesen und Bilder gegliederten 'Werke und Tage' haben ihren Ursprung in einem Rechtsstreit des Dichters mit seinem Bruder Perses. Hesiod ruft dabei Zeus, dessen Weltordnung für ihn gerecht ist, als Richter und Schlichter an. Dieser habe auch die Notwendigkeit der sich in einem bestimmten Jahres- und Monatsablauf (den "Tagen") vollziehenden Arbeit geschaffen und könne erhöhen und erniedrigen. Dies wird durch den abschreckenden Prometheus-Mythos illustriert. Es folgen die Zeitalter mit dem Ausblick auf den drohenden Untergang des gegenwärtigen eisernen Geschlechts, wenn sich Sittenverfall und Gewalttat fortsetze. Das Beste sei es, zu arbeiten, wie die Götter es wollten, Müßiggang sei dagegen aller Laster Anfang. Als Richtschnur führt Hesiod eine Art Bauernkalender auf. Nach Vergil (georg. 2,176) galt das Opus anscheinend als Muster des Lehrgedichtes. - Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 1 – Sprachmodul
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
PhF-AK 5
(Identität und Differenz)
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Seminar – [KPH - Peglau] Seneca, De providentia und De constantia sapientis (PS Prosa)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
-
Zwei kurze Schriften liefern uns lohnende Themen.
Als Stoiker glaubt Seneca an die Vorsehung. Dabei dienen die vermeintlichen Übel für die Guten zur Erziehung und Tapferkeit und erzielen somit eine positive Wirkung. Klug sei es, das Fatum zu akzeptieren und ihm zu folgen.
Ähnlich ist der Tenor bei dem Werk, das die Standhaftigkeit des Weisen behandelt:
Er wird weder durch iniuria noch durch contumelia beeinträchtigt, weil er innerlich nicht verletzbar ist und von den wahren Gütern nichts verlieren kann. Im Grunde sei ein nichtphilosophisches Leben wahnsinnig. - Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 5 – Identität und Differenz
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
-
Seminar – [KPH-Patten] Horaz, carmina (PS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0201/H In Präsenz - Beschreibung
- Der augusteischer Dichter Quintus Horatius Flaccus (65–8 v.Chr.) veröffentlichte 23. Chr seine ersten drei Bücher carmina mit insgesamt 88 lyrischen Gedichten. Formal schließt sich Horaz griechischen Vorbildern, insbesondere den Aeoliern Sappho und Alkaios, an und verwendet Versmaße, die in die griechische Archaik zurückreichen. Inhaltlich behandeln die Oden Themen wie Liebe, Freundschaft, Dichtung, Natur und Tod, aber auch die Politik und die zerstörerische Kraft der Bürgerkriege seiner Zeit. Das Proseminar soll in die Vielfalt und raffinierte dichterische Technik dieser ersten Odensammlung einführen. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 4. April auf OPAL für den Kurs anzumelden. Für die erste Sitzung am 8. April bitte das erste Gedicht der Sammlung (carm. I 1) übersetzen.
- Literatur
-
- Textausgabe (benötigt):
- Shackleton Bailey, David. R., Hrsg. 2001. Q. Horatius Flaccus: Opera. 4., aktualisierte Auflage. Bibliotheca Teubneriana 1234. Berlin: De Gruyter.
- Kommentare:
- Harrison, Stephen, Hrsg. 2017. Horace: Odes Book II. Cambridge Greek and Latin Classics. Cambridge: Cambridge University Press.
- Mayer, Roland, Hrsg. 2012. Horace: Odes Book I. Cambridge Greek and Latin Classics. Cambridge: Cambridge University Press.
- Syndikus, Hans Peter. 2001. Die Lyrik des Horaz: eine Interpretation der Oden. 3., völlig neu bearb. Auflage. 2 Bde. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
- Zur Einführung:
- Tarrant, R. J. 2020. Horace’s Odes. Oxford Approaches to Classical Literature. New York: Oxford University Press.
- Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 5 – Identität und Differenz
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
PhF-AK 6
(Tradition und Innovation)
-
Vorlesung – [KPH - Baumann] Pantheon. Die olympischen Götter in der antiken Literatur
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 45
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 4. Doppelstunde ABS/0E011 In Präsenz - Beschreibung
-
Die klassischen Götter des Olymp, meist zu einer Zahl von zwölf Gottheiten zusammengefasst, spielen in der antiken Literatur eine herausragende Rolle: Nach alter Vorstellung sind Gottheiten wie Apollon und die Musen die Quelle von Literatur, indem sie die Dichter zu ihren Stoffen und Gesängen inspirieren. Die Götter sind außerdem vielfach die unmittelbaren Adressaten von Texten verschiedene Genres, zumal natürlich von Gebeten und Hymnen. Vor allem aber treten Götter in Erzählungen und Dramen immer wieder als Akteure auf, die in starken, oft erstaunlich menschenähnlich gezeichneten Rollen Handlungen vorantreiben oder stoppen, mit den Menschen kommunizieren und interagieren und dabei immer machtvoll, oft eigenwillig und mit zum Teil ganz überraschenden Effekten vorgehen. Zu ihrem Handlungs- und Wirkungsspektrum gehört dabei Unheimliches und Grausiges ebenso wie Rührendes und Komisches, was die antiken Texte gleichermaßen gekonnt in Szene setzen.
In der Vorlesung werden wir dieser Vielfalt von literarische Götterbildern und -rollen anhand von besonders anschaulichen und spannenden Beispielen nachgehen, wobei zwei Perspektiven zusammenkommen: Zum einen wird Kurs einen breiten zeitlichen Bogen von den frühen Anfängen der europäischen Literatur im alten Griechenland bis hin zur hoch entwickelten Buchkultur der römischen Kaiserzeit schlagen. Zum anderen zielt die Vorlesung aber auch ganz einfach darauf ab, die antiken Götter vorzustellen: Dazu wird in jeder Sitzung eine Gottheit im Zentrum stehen, die in ihren Funktionen und Eigenschaften plastisch hervortreten soll. Neben berühmten und dem Namen nach allen bekannten Olympiern wie Zeus/Jupiter, Athene/Minerva oder Aphrodite/Venus werden auch einige besondere Fälle eine Rolle spielen – in einer Sitzung werden wir uns mit der Göttin Isis sogar in einen ursprünglich ägyptischen Kontext bewegen, der nichtsdestoweniger große Bedeutung im römischen Reich entfaltete.
Die Vorlesung steht allen Interessierten offen. Alle Texte werden übersetzt; Kenntnisse der altgriechischen oder lateinischen Sprache sind nicht erforderlich, um an der Vorlesung teilzunehmen. - Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
-
Seminar – [KPH-Baumann] Mythos in der Antike
- Lehrperson
-
- JProf. Dr. Mario Baumann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 20
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde W48/101 In Präsenz - Beschreibung
- Ein Mythos ist, einfach gesagt, eine Erzählung – allerdings eine von besonderer Art: Während wir sonst bei Erzählungen in der Regel die Person benennen können, von der sie stammt, ist dies bei einem Mythos gerade nicht der Fall: Er lässt sich nicht auf einen Autor/eine Autorin zurückführen und ist insofern scheinbar einfach „da“, lässt sich zugleich aber gerade deswegen erstaunlich flexibel in immer neue Kontexte überführen und lädt somit zu immer wieder neuen Erzählungen und Aneignungen ein. Für die Antike ist dieses Phänomen von enormer Bedeutung, und eben hier hakt das Seminar ein: Es bietet Raum, nicht nur die Vielzahl mythischer „stories“ aus dem griechisch-römischen Kulturbereich zu entdecken und zu diskutieren, sondern auch der Frage nachzugehen, wer eigentlich in der Antike in welchem Kontext und mit welchen Interessen Mythen erzählt und in welcher Form dies geschieht. Dabei gibt das Seminar bewusst viel Gelegenheit, Ihre eigenen Interessen einzubringen und nicht zuletzt gemeinsam zu überlegen, was diese Art des mythischen Erzählens für uns heute bedeutet. Auch fachfremde Studierende sind, Begeisterung für die Antike und für Literatur vorausgesetzt, im Kurs willkommen.
- Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
-
Seminar – [KPH - Peglau] Seneca, De providentia und De constantia sapientis (PS Prosa)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
-
Zwei kurze Schriften liefern uns lohnende Themen.
Als Stoiker glaubt Seneca an die Vorsehung. Dabei dienen die vermeintlichen Übel für die Guten zur Erziehung und Tapferkeit und erzielen somit eine positive Wirkung. Klug sei es, das Fatum zu akzeptieren und ihm zu folgen.
Ähnlich ist der Tenor bei dem Werk, das die Standhaftigkeit des Weisen behandelt:
Er wird weder durch iniuria noch durch contumelia beeinträchtigt, weil er innerlich nicht verletzbar ist und von den wahren Gütern nichts verlieren kann. Im Grunde sei ein nichtphilosophisches Leben wahnsinnig. - Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 5 – Identität und Differenz
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
-
Übung – [KPH-Peglau] Polybios (Lektüreübung Prosa GR)
- Lehrperson
-
- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde W48/002 In Präsenz - Beschreibung
-
Polybios (ca. 200-120 v. Chr.), ein hellenistischer Historiker, von dessen Werk wir noch beträchtliche Teile besitzen, enstammte einer hellenistischen Familie aus Megalopolis. Bereits sein Vater Lykortas war Stratege des achaiischen Bundes und versuchte, zwischen den Großmächten Rom und Makedonien die Unabhängigkeit zu wahren. Nach der Schlacht von Pydna (168 v. Chr.) freilich kam Polybios, 169/68 Hipparch des Bundes, als Geisel nach Rom, wo er allerdings - wahrscheinlich auch wegen seiner maßgeblichen militärwissenschaftlichen Schrift - gut behandelt wurde, sogar zum Freund und Mentor des Scipio avancierte und die Zerstörung Karthagos miterlebte. Nach dem fast gleichzeitig niedergeschlagenen Aufstand von Korinth konnte er Milderungen bei den Römern durchsetzen. Sein zu etwa einem Drittel erhaltenes Hauptwerk, die Historien, umfaßt die Jahre 220-167 bzw. 146/44. In den Büchern 1-5 wird Universalgeschichte nach westlichen und östlichen Schauplätzen gesondert behandelt. Das ändert sich ab dem Jahr 216/15 v. Chr.; seitdem werden die Ereignisse annalistisch (nach Olympiaden) zusammengefaßt. Die verheerende Niederlage der Römer bei Cannae liefert dem Historiographen den Anlaß, im sechsten Buch den Kreislauf der Verfassungen zu erörtern und die römische Mischform als besonders stabil zu charakterisieren, was die Römer zur Weltherrschaft befähige.
Ähnlich wie Thukydides sieht Polybios die Aufgabe seiner pragmatischen Geschichtsschreibung, die auf Quellenstudium, Autopsie und militärisch-politischer Erfahrung gründet, in der Erforschung der tieferen Ursachen (im Unterschied zu Anfängen und Anlässen) und der daraus resultierenden Belehrung. Dagegen rügt er die pathetische Abhandlung eines Phylarch, aber auch die Kritiksucht des Timaios. Auf fiktive Reden verzichtet er weitgehend. Die nüchterne Koine hat man als Kanzleistil bezeichnet. Sein eigener hoher Wahrheitsanspruch, der ihm ein großes Maß an Glaubwürdigkeit eintrug, hält ihn indes nicht davon ab, zuweilen das delectare zu berücksichtigen, den achaiischen Patriotismus beizubehalten oder andere Historiker zu sehr zu tadeln. Neben dem Planen des Menschen erkennt er die irrationale Tyche als Wirkungsmacht an. - Zuordnungen
-
- Modular
-
- PhF-AK 1 – Sprachmodul
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
-
Seminar – [KPH-Patten] Horaz, carmina (PS Dichtung)
- Lehrperson
-
- Glenn Patten
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde SE2/0201/H In Präsenz - Beschreibung
- Der augusteischer Dichter Quintus Horatius Flaccus (65–8 v.Chr.) veröffentlichte 23. Chr seine ersten drei Bücher carmina mit insgesamt 88 lyrischen Gedichten. Formal schließt sich Horaz griechischen Vorbildern, insbesondere den Aeoliern Sappho und Alkaios, an und verwendet Versmaße, die in die griechische Archaik zurückreichen. Inhaltlich behandeln die Oden Themen wie Liebe, Freundschaft, Dichtung, Natur und Tod, aber auch die Politik und die zerstörerische Kraft der Bürgerkriege seiner Zeit. Das Proseminar soll in die Vielfalt und raffinierte dichterische Technik dieser ersten Odensammlung einführen. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 4. April auf OPAL für den Kurs anzumelden. Für die erste Sitzung am 8. April bitte das erste Gedicht der Sammlung (carm. I 1) übersetzen.
- Literatur
-
- Textausgabe (benötigt):
- Shackleton Bailey, David. R., Hrsg. 2001. Q. Horatius Flaccus: Opera. 4., aktualisierte Auflage. Bibliotheca Teubneriana 1234. Berlin: De Gruyter.
- Kommentare:
- Harrison, Stephen, Hrsg. 2017. Horace: Odes Book II. Cambridge Greek and Latin Classics. Cambridge: Cambridge University Press.
- Mayer, Roland, Hrsg. 2012. Horace: Odes Book I. Cambridge Greek and Latin Classics. Cambridge: Cambridge University Press.
- Syndikus, Hans Peter. 2001. Die Lyrik des Horaz: eine Interpretation der Oden. 3., völlig neu bearb. Auflage. 2 Bde. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
- Zur Einführung:
- Tarrant, R. J. 2020. Horace’s Odes. Oxford Approaches to Classical Literature. New York: Oxford University Press.
- Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 5 – Identität und Differenz
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation
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Seminar – [KPH-Peglau] Hesiod, Theogonie bzw. Werke und Tage (Lektüreübung Dichtung GR)
- Lehrperson
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- Dr. Markus Peglau
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 15
- Einschreibung
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- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Donnerstag 1. Doppelstunde W48/102 In Präsenz - Beschreibung
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In Hesiod aus Askra in Böotien haben wir neben Homer den ältesten uns bekannten Dichter des Abendlandes (um 700 v. Chr.). Nach einem Hymnus auf die Musen handelt er in der 'Theogonie' mit rhapsodischer Meisterschaft, die mit genau abgestimmten Textproportionen und - bezügen arbeitet, die Sukzession der Göttergenerationen ab, welche - "am Anfang war das Chaos" - in den Olympiern mit der Herrschaftsergreifung des Zeus gipfeln. Dabei geht es nicht immer friedlich zu.
Auch kosmogonisch ist das Werk als mythologische Quelle einzigartig, es schildert die Entstehung der vier Weltteile Erde, Tartaros, Meer und Himmel.
Die ebenfalls sorgfältig u.a. durch Paränesen und Bilder gegliederten 'Werke und Tage' haben ihren Ursprung in einem Rechtsstreit des Dichters mit seinem Bruder Perses. Hesiod ruft dabei Zeus, dessen Weltordnung für ihn gerecht ist, als Richter und Schlichter an. Dieser habe auch die Notwendigkeit der sich in einem bestimmten Jahres- und Monatsablauf (den "Tagen") vollziehenden Arbeit geschaffen und könne erhöhen und erniedrigen. Dies wird durch den abschreckenden Prometheus-Mythos illustriert. Es folgen die Zeitalter mit dem Ausblick auf den drohenden Untergang des gegenwärtigen eisernen Geschlechts, wenn sich Sittenverfall und Gewalttat fortsetze. Das Beste sei es, zu arbeiten, wie die Götter es wollten, Müßiggang sei dagegen aller Laster Anfang. Als Richtschnur führt Hesiod eine Art Bauernkalender auf. Nach Vergil (georg. 2,176) galt das Opus anscheinend als Muster des Lehrgedichtes. - Zuordnungen
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- Modular
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- PhF-AK 1 – Sprachmodul
- PhF-AK 2c – Grundlagen Klassische Philologie
- PhF-AK 6 – Tradition und Innovation