Sep 17, 2026
Markus Scholz im ZDF zur politischen Verantwortung von Unternehmen
Markus Scholz im ZDF-Interview
Welche Verantwortung tragen Unternehmen für den Schutz der liberalen Demokratie? Zu dieser Frage wurde Prof. Dr. Markus Scholz am 1. September 2026 in einem Beitrag der ZDF-Sendung „heute – in Deutschland“ interviewt. Anlass war die Gründung des neuen Wirtschaftsverbands „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“, in dem sich rund 2.500 Unternehmen für Weltoffenheit, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren.
Im ZDF-Beitrag betont Markus Scholz die Bedeutung von Unternehmen als Orte gesellschaftlicher Begegnung. Der Arbeitsplatz könne Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen und Räume für sachliche, weniger polarisierte Gespräche eröffnen: „Der Arbeitsplatz ist eine Möglichkeit, Menschen mit verschiedener Herkunft zusammenzubringen und vielleicht auch hier etwas unaufgeregtere Diskussionen zu führen.“
In einem begleitenden LinkedIn-Kommentar ordnet Markus Scholz die Initiative in den größeren Zusammenhang unternehmerischer Verantwortung ein. Die liberale Demokratie sei für Unternehmen kein „nice-to-have“, sondern eine zentrale Voraussetzung für unternehmerische Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, offene Märkte und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Pointiert formuliert: „Was nützt ökonomischer Erfolg ohne Freiheit?“
Der Beitrag verweist damit auf ein zentrales Forschungsthema der Professur für Responsible Management: die Rolle von Unternehmen als Corporate Citizens in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und populistischer Tendenzen. Corporate Democratic Action wird so zu einer wichtigen Management- und Verantwortungsfrage.
Zum ZDF-Beitrag:
„Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ – ZDF heute, 1. September 2026